Bei Maharadschas und Asketen
Es war einmal ein indischer Herrscher, der trauerte so sehr um seine Lieblingsfrau, dass er ihr ein Grabmal errichten ließ wie aus Tausend und einer Nacht: Das Taj Mahal ist mit seiner filigranen Reinheit ein einmaliges Zeugnis großer Liebe und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Prunkvoll sind Indiens Paläste und beeindruckend seine Tempel und Moscheen. Prachtvoll sind auch die Stoffe, die hier hergestellt werden, fein bestickt mit Seidenfäden und Perlen, sogar kleine Spiegel blinken darin auf.
Der Verkehrslärm der Städte wird übertönt vom Geschrei der Händler, die zarte Rosenholzschnitzereien anpreisen, und Filigranarbeiten in Gold, Teppiche und Schmucksteine in den höchsten Tönen loben. Aus den Cafés tönt Musik aus Bollywood, der indischen Traumfabrik, deren Tanzinszenierungen zum Exportschlager wurden. Aufstrebende Informatiker, die eine rasch wachsende Mittelschicht bilden, sprechen ihr eigentümliches Englisch in modernste Handys.
Die Restaurants bieten reichlich gewürzte Speisen an, indischer Gewürztee wird als Yogitee auch in den Westen exportiert.
Den asketisch lebenden Sadhus ist wie allen Hindus der Fluss Ganges heilig. Als Göttin verehrt, muss man sie zu Lebzeiten besuchen und sich darin waschen, nach dem Tod wird man ihr übergeben. Der Schmutz und Unrat der vielen Gläubigen führen zu einem großen Gestank - und zu einer großartigen Erfindung: Den Räucherstäbchen. Sie duften nach Sandelholz oder Jasmin, nach Limonengras oder Lotusblüte. Sie regen die Phantasie an oder klären den Geist und bringen Freude ins Haus.
Erholung findet man an palmengesäumten Traumstränden, moderne Hotels bieten westlichen Komfort. Tropische Sonne wärmt wohlig die Haut, tiefe Entspannung stellt sich ein bei einem ayurvedischen Stirn-Öl-Guss und Muskeln und Sehnen werden sanft gedehnt, wenn man den uralten Yoga in seiner ursprünglichen Heimat übt.
Einwohnerzahl: 1.129.000
Fläche: 3.287.590 qkm
Zeitzone: MEZ +5:00 (12 Uhr in Deutschland = 17 Uhr in Indien)
Hauptstadt: Neu-Delhi
Währung: Indian Rupee (INR)
Wechselkurs vom 24.05.12: 1€ ≅ 69,84INR
Die Währung Indiens ist die Indische Rupie, die in 100 Paise unterteilt wird. Abgekürzt wird sie als INR oder iR und Rs. Sowohl Münzen als auch Banknoten sind in unterschiedlichen Varianten im Umlauf. Banknoten von 500 und 1000 Rupien werden von Händlern angesichts des niedrigen Preises der meisten Waren nur selten akzeptiert. Viele Händler bevorzugen ohnehin die Annahme von US-Dollar oder Euro. Weder der Im- noch der Export der indischen Rupie ist erlaubt, internationale Devisen können aber nach Indien importiert und dort gewechselt werden. Nehmen Sie auf jeden Fall genug Geld oder Kreditkarten (Visa oder American Express) mit auf Ihre Reise. In Hotels lässt sich Geld oft schneller wechseln als in Banken, Geldautomaten finden Sie nur in Großstädten. Angerissenen Banknoten werden normalerweise nicht akzeptiert, achten Sie also darauf, dass Sie selbst ebenfalls nur \"makellose\" Scheine erhalten.
Staatsform
Indien ist seit 1950 ein demokratischer, parlamentarischer Bundesstaat. Das indische Parlament besteht aus zwei Kammern: dem Unterhaus und dem Oberhaus, deren Funktionen etwa mit Bundestag und Bundesrat vergleichbar sind. Das Unterhaus wird alle fünf Jahre nach dem Mehrheitsprinzip von allen Indern über 18 Jahren gewählt, während das Oberhaus die Vertretung der Bundesstaaten auf nationaler Ebene darstellt und seine Mitglieder von den Parlamenten der Staaten gewählt werden.
Topografie
Das Riesenland Indien erstreckt sich von Ost nach West über eine Länge von rund 3.000 Kilometer und von Nord nach Süd sogar über rund 3.200 Kilometer. Die Topographie des Landes reicht von sehr gebirgigen Regionen bis hin zu Wüsten und ausgedehnten Ebenen.
Der größte Teil der indischen Halbinsel wird vom Hochland von Dekkan eingenommen. Der Dekkan wird im Norden von rund 1000 Meter hohen Gebirgszügen von der Gangesebene im Norden abgeschirmt. Im Westen wird der Dekkan von den bis zu 2.700 Meter hohen Westghats, im Osten von den flacheren Ostghats begrenzt. Beide Gebirgszüge treffen im Süden zusammen.
Im Norden und Nordosten Indiens bildet das Himalaya-Gebirge die natürliche Grenze zu den Nachbarstaaten, an das sich südlich die fruchtbaren Flussebenen des Ganges und des Brahmaputra anschließen. Im Nordwesten wird Indien durch das Hochtal des Indus vom Karakorum-Gebirge getrennt. Im Nordosten wiederum schirmen bis zu 3.800 Meter hohe Gebirge das Land von den Nachbarländern Myanmar und Bangladesch ab.
Ideale Reisemonate
Bei Land von der Größe Indiens ist es schwierig, eine ideale Reisezeit fürs gesamte Land zu nennen. Das Klima in Indien ist subtropisches bis tropisch und vom Monsun geprägt. Von Mitte April bis Mitte Juni ist die heißeste Zeit in Indien, zwischen Juni und September ist in den meisten Regionen Regenzeit. Sinnvoll ist es, sich über das Klima während der geplanten Reisemonate in den Regionen zu informieren, die Sie im Rahmen Ihrer Rundreise besuchen möchten. Generell geht der Monsun in einigen Landesteilen Indiens mit sehr starken Niederschlägen einher, und im Sommer kann es beispielsweise in Delhi und Agra mit Temperaturen oberhalb von 50 Grad Celsius fast unerträglich heiß werden.
Für eine Rundreise durch verschiedene Regionen Indiens bieten sich vor allem die Monate zwischen November und April an. Eine Ausnahme stellen die Himalaya-Regionen Kashmir und Ladhakh dar, die wegen der dort schwierigen Sicherheitslage allerdings ohnehin nicht als Reiseziel empfohlen werden.
Sicherheitshinweise
Das Auswärtige Amt veröffentlicht auf seinen Internetseiten regelmäßig aktualisierte Informationen zur Reisesicherheit für praktisch alle Länder der Erde. Sofern erhebliche Bedenken hinsichtlich der Sicherheit als Reiseland bestehen, werden Reisewarnungen herausgegeben. Bitte informieren Sie sich vor Ihrer Reise nach Indien über die aktuelle Sicherheitslage im Reiseland.
Hinweise zur Reisesicherheit in Indien finden Sie auf der Internetseite
http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/IndienSicherheit.html
www.auswaertiges-amt.de
Impfempfehlungen und Hinweise zu Krankheiten
Für die Einreise nach Indien sind keine Impfungen vorgeschrieben. Ob und welche Impfungen für eine Reise nach Indien dennoch sinnvoll sind, hängt vor allem von der Region des Landes ab, in die Sie reisen möchten. Die in Deutschland üblichen Impfungen (Kinderlähmung, Tetanus...) sollten Sie in jedem Falle rechtzeitig vor Ihrer Reise auffrischen lassen.
Im Tiefland der Bundesstaaten im Nordosten Indiens besteht ein hohes Malaria-Risiko (verstärkt in der Regenzeit), in den meisten ländlichen Regionen der zentralen Landesteile bis in den Norden der nepalesischen Grenze ein mittleres Risiko, gering ist das Malaria-Risiko (jedoch verstärkt in der Regenzeit) im Süden und Osten von Tamil Nadu, Kerala, Teilen von Uttar Pradesh, den Andamanen und Nikobaren. Die Höhenlagen oberhalb von 2000 m sind malariafrei.
Angesichts einer Häufung von Malariafällen bei Rückkehrern aus Goa weist das Auswärtige Amt auf dieses Risiko (das grundsätzlich immer dort gegeben war) besonders hin. Auf sorgfältigen Schutz vor Stechmücken in den Abend- und Nachtstunden ist in jedem Fall zu achten. Bei Fieber ist sofort ein Arzt aufzusuchen. Eine generelle medikamentöse Prophylaxe wird derzeit (Dezember 2007) noch nicht empfohlen, kann aber im Einzelfall sinnvoll sein.
Informieren Sie sich bitte vor Ihrer Reise nach Indien bei Ihrer Krankenkasse oder bei Impfberatungen in Apotheken. Das Tropeninstitut Berlin veröffentlicht auf seiner Internetseite http://www.tropenmedicus.de ausführliche Impfempfehlungen für zahlreiche Reiseländer. Dies ersetzt jedoch keinesfalls die persönliche Beratung durch geschulte Fachkräfte.
Gesundheitssystem
In Indien besteht grundsätzlich ein dichtes Netz ärztlicher Versorgung, man sollte jedoch nicht den aus Europa gewohnten medizinischen Standard erwarten. Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen müssen, nehmen Sie unbedingt einen ausreichend großen Vorrat mit. Bei indischen Ärzten und im Krankenhaus muss stets im Voraus bezahlt werden, vorher findet keinerlei Behandlung oder Untersuchung statt. Schließen Sie vor Ihrer Indien-Rundreise unbedingt eine Krankenversicherung mit Heimtransport im Notfall ab und denken Sie an die Mitnahme einer kleinen Reiseapotheke mit Pflaster, Verbandsmaterial und Medikamenten gegen die häufigsten Reiseerkrankungen (Übelkeit, Erkältungen, Verdauungsprobleme, Kopfschmerz).
Da es viele Inder mit hygienischen Vorsichtsmaßnahmen nicht so genau nehmen, sollte man genau aufpassen, was man wo isst. Trinken Sie Wasser nur abgekocht beziehungsweise aus verschlossen verkauften Mineralwasserflaschen. Obst sollte nur geschält genossen werden, und Straßenhändler sind zu meiden (auch wenn die verkauften Waren noch so lecker aussehen).
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger
Deutsche Staatsbürger benötigen für Reisen nach Indien ein noch mindestens 6 Monate gültigen Reisepass bzw. ein mit Lichtbild versehenen Kinderausweis und ein Visum, welches von den Vertretungen Indiens (Botschaften und Konsulate) ausgestellt wird. Die Einreise von Kindern bis zu 16 Jahren, die im Pass der Eltern eingetragen sind, ist nach Kenntnis des Auswärtigen Amtes möglich, sofern dies im Visum vermerkt ist. Es wird jedoch dringend geraten, sich vor der Reise bei der zuständigen indischen Auslandsvertretung rückzuversichern.
Die Einreise mit einem Personalausweis oder Pass ohne Visum ist nicht möglich. Das Visum kann nicht an der Grenze oder am Flughafen beantragt werden. Teilnehmer von Gruppenreisen können sich das Visum über ihren Reiseveranstalter besorgen lassen.
Stand: 09.12.09
www.auswaertiges-amt.de
Zollbestimmungen
Nach Indien dürften Devisen bis zu einem Betrag von umgerechnet 5.000 US-Dollar (in bar oder Reiseschecks) ohne Einschränkungen eingeführt werden. Darüber hinaus gehende Beträge sind bei der Einreise zu deklarieren. Auch andere hochwertige Gegenstände (z.B. Videokameras) müssen deklariert werden.
Die Einfuhr von Goldmünzen und -barren sowie von Waffen ist streng verboten. Die Ein- und Ausfuhr der indischen Währung ist allen nicht in Indien ansässigen Personen verboten. Zudem ist die Einfuhr pornografischen Materials und die Ausfuhr geschützter Tierhäute und Pflanzen verboten; Verstöße werden mit hohen Geld- und Haftstrafen geahndet.
Bei einem Verstoß gegen Zollvorschriften droht die Verhaftung bei der Ausreise.
Stand: 09.12.09
Öffentliche Telefone
Wenn Sie von Indien aus nach Hause telefonieren wollen, sind die privaten Telefonagenturen (PCO-STD-ISD genannt), die es in Städten und den meisten größeren Dörfern gibt, für Sie die beste Anlaufstelle. Handys funktionieren (abhängig vom Landesteil) im Prinzip, dank konkurrierender Netze sind in letzter Zeit die Gebühren für Gespräche nach Europa stark gefallen.
Telefonvorwahl des Landes: +91
Mobilfunk
Die Mobilfunkabdeckung in Indien wurde in den letzten Jahren massiv ausgebaut, ist aber dennoch, gerade in ländlichen Gegenden, weiterhin alles andere als flächendeckend. Für Indien reicht ein in Deutschland gebräuchliches GSM-Handy aus, Sie benötigen für Indien also kein Dreiband-Handy („Triband-Handy“). Erkundigen Sie sich bitte bei Ihrem Mobilfunkanbieter über die angebotenen Roaming-Möglichkeiten. Bei längeren Aufenthalten können Sie unter Umständen viel Geld sparen, wenn Sie in Indien eine Prepaid-Karte erwerben und dann über diese Rufnummer telefonieren (fragen Sie dazu am besten Ihren Reiseleiter).
Internetzugang
Das Internet ist in Indien ausgesprochen populär, viele größere Hotels bieten Ihren Gästen die Internetnutzung an, und es gibt in den Städten zahlreiche Internetcafés und \"Cybercenter\". Das Surfen ist zwar sehr preiswert, die Rechner und die Onlineverbindungen sind aber oft äußerst langsam und Rechner- sowie Stromausfälle kommen häufig vor.
Fotografieren
Interessante Fotomotive bietet Indien im Überfluss. Kleinbildfilme und Speicherkarten sind allerdings längst nicht überall erhältlich. Filme sind zumindest in jeder Stadt erhältlich, da man aber schlecht überprüfen kann, ob die Filme sachgerecht gelagert wurden, empfiehlt sich die Mitnahme von reichlich Filmmaterial und Speicherkarten von zu Hause an. Batterien beziehungsweise Ersatzakkus mit Ladegerät und Reiseadapter nicht vergessen!
Fotografieren und Filmen ist in Indien nicht überall erlaubt. An vielen Sehenswürdigkeiten in es ganz verboten oder erst nach Zahlung einer Gebühr möglich. Beim Fotografieren von Menschen sollten Sie, wie überall auf der Welt, immer vorher freundlich um Erlaubnis bitten. Dies gilt natürlich ganz besonders an Orten mit religiöser Bedeutung.
Strom
Die Stromspannung in Indien liegt bei 220 Volt. Meist passen die in Deutschland üblichen Stecker in die indischen Steckdosen, haben dabei allerdings etwas Spiel. Teilweise sind auch die in England gebräuchlichen 3-Punkt-Steckdosen verbreitet, für die Sie auf jeden Fall einen Adapter benötigen. Außerhalb von Mumbai müssen Sie, besonders in der heißen Jahreszeit, mit starken Spannungsschwankungen rechnen (teils zwischen 180 un 280 Volt).
Landessprache
In Indien werden mehr als hundert unterschiedliche Sprachen gesprochen, die zudem auch noch vier verschiedenen Sprachfamilien angehören. Überregional werden die beiden Amtssprachen Hindi und Englisch gesprochen, darüber hinaus werden weitere 21 Sprachen von der indischen Verfassung offiziell anerkannt (darunter Bengalisch, Kashmiri, Malayalam, Panjabi, Sanskrit und Tamil). Viele dieser Sprachen gelten in einzelnen Bundesstaaten Indiens auch als Amtssprache. Die offizielle Verwaltungs-, Unterrichts- und Wirtschaftssprache Indiens ist jedoch Englisch.
Religionen
Indien ist Ursprungsland mehrerer Religionen (Hinduismus, Buddhismus, Jainismus, Sikhismus), und so spielt der Glaube in Indien zweifellos eine herausragende Rolle im Alltag und der Kultur des Landes. Offiziell besteht die indische Bevölkerung zu rund 81 Prozent aus Hindus, 13 Prozent Muslimen (acht Prozent Sunniten, drei Prozent Schiiten), jeweils rund zwei Prozent Christen und Sikh und rund ein Prozent Buddhisten und Angehörige anderer Religionsgruppen.
Sitten und Gebräuche
Für die meisten Inder ist das Leben bei weitem nicht so komfortabel wie der Alltag in Deutschland. Bettler sind in Indien allgegenwärtig, da es keine soziale Absicherung für Bedürftige oder Alte gibt. Viele Frauen werden zudem von ihren Familien nach dem Tod des Partners verstoßen. Teilweise sind Bettler in touristischen Gegenden leider sehr aufdringlich. Bei alten Menschen kann man in der Regel davon ausgehen, dass sie wirklich bedürftig sind. Oft werden aber auch Kinder von ihren Familien zum Betteln statt in die Schule geschickt. Geben Sie Kindern kein Geld, auch wenn sie noch so armselig wirken.
Wenn Sie sich in Indien abseits der Haupt-Touristenzentren aufhalten, stehen Sie praktisch unter Dauerbeobachtung der Einheimischen, für die Sie eine mindestens so große Attraktion darstellen wie es das Land Indien für Sie ist. Da die meisten Inder ausgesprochen kontaktfreudig sind und kaum Berührungsängste kennen, werden ihnen vermutlich immer wieder von Fremden die gleichen Fragen gestellt: \"Where do you come from? What\'s your name? Are you married? Do you like india?\". Beantworten Sie geduldig die Fragen oder täuschen Sie (zum Beispiel in öffentlichen Verkehrsmitteln) vor, dass Sie müde sind und schlafen wollen.
Wenn Sie von Indern mit dem traditionellen Namaste-Gruß begrüßt werdet, dann grüßen Sie auf gleiche Weise zurück: Falten Sie die Hände und die Fingerspitzen in Höhe der Augen und nicken Sie leicht mit dem Kopf. Je nach sozialem Stand des Gegenübers variiert die Höhe der Hände. Bei Höchsten Würdenträgern würde man die Hände zur Begrüßung also in Stirnhöhe bewegen. Kindern und Jugendliche werden nicht auf diese Weise gegrüßt.
Wenn man in Indien jemanden heran winken möchte, streckt man den Arm nach vorne aus und bewegt die ausgestreckte Hand mehrere Male nach unten. Die bei uns bekannte Art des Heranwinkens wirkt auf Inder überaus schroff und beleidigend.
Sitzen Sie mit Einheimischen zusammen am Boden, dann möglichst im Schneidersitz. Achten Sie darauf, dass die Fußsohlen auf keinen Fall nach vorne auf andere Personen zeigen.
Bei Meinungsverschiedenheit in Indien ist es wichtig, immer das Gesicht zu bewahren. Wer laut wird oder gar schreit, wird überhaupt nichts erreichen.
In preiswerten Essstuben oder bei Einladungen wird in Indien mit der rechten Hand gegessen. die linke gilt als unrein. In Restaurants oder Hotels, in denen mit Besteck gegessen wird, gilt dies natürlich nicht. Im Kontakt mit den Ind
Kleidervorschriften und -empfehlungen
In Indien gibt es keine besonderen Kleidervorschriften. Je nach Jahreszeit und Region, die Sie bereisen, müssen Sie sich auf unterschiedliche Wetterbedingungen einstellen. Die Temperaturunterschiede im Laufe eines Tages können hoch sein. In heißen Gegenden sind Sie mit leichter, nicht zu eng geschnittener Kleidung aus Baumwolle oder moderne Kunstfasern (wie sie im Outdoor-Fachhandel erhältlich sind) am besten ausgestattet. Denken Sie auch an die Mitnahme eines Pullovers für die Abendstunden oder in kühl klimatisierten Räumen. Denken Sie unbedingt auch an regenfeste Kleidung für Schlechtwetter-Tage. Die Inder versuchen übrigens, sich möglichst westlich zu kleiden. Gerade in den Städten sind Jugendliche oft nach der neuesten (westlichen) Mode gekleidet.
Küche
Die Küche Indiens wurde über die Jahrhunderte hinweg beeinflusst von den arabischen und chinesischen Händlern der Seidenstraße, sowie von türkischen, persischen, englischen und portugiesischen Eroberern. Der erste Eindruck des indischen Essens: Es ist scharf. Sehr scharf. In größeren Restaurants, die an westliche Gäste gewohnt sind, nimmt man beim Würzen auf deren Essgewohnheiten Rücksicht. Aber an Orten, in denen der westliche Tourismus keine große Rolle spielt, muss man sich einschränken, wenn man es nicht so scharf mag.
In Südindien sind die Speisen meistens leicht, häufig vegetarisch und vor allem äußerst scharf. Im Norden wiederum ist sie fettiger, jedoch weniger scharf gewürzt. Als Beilage wird meist Brot gereicht und man trinkt Tee - anders im Süden, wo man Kaffee bevorzugt. Eine besondere Spezialität im Norden Indiens sind die sogenannten Tandoori-Gerichte - in einer Joghurt-Gewürzmarinade gebackenes Gemüse und Fleisch. Im Süden sollten Sie vor allem die sogenannten \"Thalis\" probieren, Platten mit Gemüse, Joghurt und Chutney, dazu wird Reis gereicht. Desserts in Indien sind ausgesprochen süß. Bekannt sind \"Barfi\" - ein Dessert aus Milch mit Gewürzen und Nüssen - oder \"Kulfi\" - indisches Eis mit Kardamom- oder Pistaziengeschmack.
Traditionell werden indische Gerichte auf dem Thaili serviert, einem großen Metall-Tablett, auf dem sich eine kleinere Metallschüsseln mit den einzelnen Speisen und Soßen befinden. Reis oder Fladenbrot werden direkt auf dem Tablett gereicht. In Südindien werden Speisen häufig auch auf einem Bananenblatt serviert.
Für den Ausschank von Alkohol besitzt nicht jedes Restaurant in Indien eine Erlaubnis. Teilweise wird dennoch Bier ausgeschenkt - dann meist in Kaffeetassen.
Souvenirs
Indien ist geradezu ein Paradies für alle Souvenirjäger. Gehen Sie einfach auf Entdeckungstour durch die vielen bunten Märkte. Bekannt und beliebt bei westlichen Besuchern sind vor allem die zahlreich angebotenen Seiden- und Baumwollstoffe. Auch Stickereiarbeiten mit kleinen Spiegeln werden überall als Souvenir verkauft. Schals oder Pullover aus Kashmirwolle sind ein deutlich aufwändigeres Mitbringsel, in Indien aber ebenfalls häufig relativ günstig zu erwerben. In allen Touristengegenden findet man die berühmten Teppichknüpfereien, die wegen der in Indien weitverbreiteten Kinderarbeit zunehmend umstritten sind. Hersteller, deren Erzeugnisse das \"rugmark\"-Label tragen, beschäftigen keine Kindern unter 14 Jahren und akzeptieren unangekündigte Kontrollen durch die Rugmark-Organisation. In Hyderabad können Sie preiswert Schmuckstücke aus echten Perlen sowie Silberarbeiten aller Art erwerben. Beliebt als Souvenir von einer Indien-Reise sind auch Holz- und Einlegearbeiten oder kleine Steinfiguren mit dem Abbild von Gottheiten. Und für Kochfreunde sind natürlich Lebensmittel wie Gewürze oder Tee ein Muss.
Bei Maharadschas und Asketen
Es war einmal ein indischer Herrscher, der trauerte so sehr um seine Lieblingsfrau, dass er ihr ein Grabmal errichten ließ wie aus Tausend und einer Nacht: Das Taj Mahal ist mit seiner filigranen Reinheit ein einmaliges Zeugnis großer Liebe und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Prunkvoll sind Indiens Paläste und beeindruckend seine Tempel und Moscheen. Prachtvoll sind auch die Stoffe, die hier hergestellt werden, fein bestickt mit Seidenfäden und Perlen, sogar kleine Spiegel blinken darin auf.
Der Verkehrslärm der Städte wird übertönt vom Geschrei der Händler, die zarte Rosenholzschnitzereien anpreisen, und Filigranarbeiten in Gold, Teppiche und Schmucksteine in den höchsten Tönen loben. Aus den Cafés tönt Musik aus Bollywood, der indischen Traumfabrik, deren Tanzinszenierungen zum Exportschlager wurden. Aufstrebende Informatiker, die eine rasch wachsende Mittelschicht bilden, sprechen ihr eigentümliches Englisch in modernste Handys.
Die Restaurants bieten reichlich gewürzte Speisen an, indischer Gewürztee wird als Yogitee auch in den Westen exportiert.
Den asketisch lebenden Sadhus ist wie allen Hindus der Fluss Ganges heilig. Als Göttin verehrt, muss man sie zu Lebzeiten besuchen und sich darin waschen, nach dem Tod wird man ihr übergeben. Der Schmutz und Unrat der vielen Gläubigen führen zu einem großen Gestank - und zu einer großartigen Erfindung: Den Räucherstäbchen. Sie duften nach Sandelholz oder Jasmin, nach Limonengras oder Lotusblüte. Sie regen die Phantasie an oder klären den Geist und bringen Freude ins Haus.
Erholung findet man an palmengesäumten Traumstränden, moderne Hotels bieten westlichen Komfort. Tropische Sonne wärmt wohlig die Haut, tiefe Entspannung stellt sich ein bei einem ayurvedischen Stirn-Öl-Guss und Muskeln und Sehnen werden sanft gedehnt, wenn man den uralten Yoga in seiner ursprünglichen Heimat übt.
Einwohnerzahl: 1.129.000
Fläche: 3.287.590 qkm
Zeitzone: MEZ +5:00 (12 Uhr in Deutschland = 17 Uhr in Indien)
Hauptstadt: Neu-Delhi
Währung: Indian Rupee (INR)
Wechselkurs vom 24.05.12: 1€ ≅ 69,84INR
Die Währung Indiens ist die Indische Rupie, die in 100 Paise unterteilt wird. Abgekürzt wird sie als INR oder iR und Rs. Sowohl Münzen als auch Banknoten sind in unterschiedlichen Varianten im Umlauf. Banknoten von 500 und 1000 Rupien werden von Händlern angesichts des niedrigen Preises der meisten Waren nur selten akzeptiert. Viele Händler bevorzugen ohnehin die Annahme von US-Dollar oder Euro. Weder der Im- noch der Export der indischen Rupie ist erlaubt, internationale Devisen können aber nach Indien importiert und dort gewechselt werden. Nehmen Sie auf jeden Fall genug Geld oder Kreditkarten (Visa oder American Express) mit auf Ihre Reise. In Hotels lässt sich Geld oft schneller wechseln als in Banken, Geldautomaten finden Sie nur in Großstädten. Angerissenen Banknoten werden normalerweise nicht akzeptiert, achten Sie also darauf, dass Sie selbst ebenfalls nur \"makellose\" Scheine erhalten.
Staatsform
Indien ist seit 1950 ein demokratischer, parlamentarischer Bundesstaat. Das indische Parlament besteht aus zwei Kammern: dem Unterhaus und dem Oberhaus, deren Funktionen etwa mit Bundestag und Bundesrat vergleichbar sind. Das Unterhaus wird alle fünf Jahre nach dem Mehrheitsprinzip von allen Indern über 18 Jahren gewählt, während das Oberhaus die Vertretung der Bundesstaaten auf nationaler Ebene darstellt und seine Mitglieder von den Parlamenten der Staaten gewählt werden.
Topografie
Das Riesenland Indien erstreckt sich von Ost nach West über eine Länge von rund 3.000 Kilometer und von Nord nach Süd sogar über rund 3.200 Kilometer. Die Topographie des Landes reicht von sehr gebirgigen Regionen bis hin zu Wüsten und ausgedehnten Ebenen.
Der größte Teil der indischen Halbinsel wird vom Hochland von Dekkan eingenommen. Der Dekkan wird im Norden von rund 1000 Meter hohen Gebirgszügen von der Gangesebene im Norden abgeschirmt. Im Westen wird der Dekkan von den bis zu 2.700 Meter hohen Westghats, im Osten von den flacheren Ostghats begrenzt. Beide Gebirgszüge treffen im Süden zusammen.
Im Norden und Nordosten Indiens bildet das Himalaya-Gebirge die natürliche Grenze zu den Nachbarstaaten, an das sich südlich die fruchtbaren Flussebenen des Ganges und des Brahmaputra anschließen. Im Nordwesten wird Indien durch das Hochtal des Indus vom Karakorum-Gebirge getrennt. Im Nordosten wiederum schirmen bis zu 3.800 Meter hohe Gebirge das Land von den Nachbarländern Myanmar und Bangladesch ab.
Ideale Reisemonate
Bei Land von der Größe Indiens ist es schwierig, eine ideale Reisezeit fürs gesamte Land zu nennen. Das Klima in Indien ist subtropisches bis tropisch und vom Monsun geprägt. Von Mitte April bis Mitte Juni ist die heißeste Zeit in Indien, zwischen Juni und September ist in den meisten Regionen Regenzeit. Sinnvoll ist es, sich über das Klima während der geplanten Reisemonate in den Regionen zu informieren, die Sie im Rahmen Ihrer Rundreise besuchen möchten. Generell geht der Monsun in einigen Landesteilen Indiens mit sehr starken Niederschlägen einher, und im Sommer kann es beispielsweise in Delhi und Agra mit Temperaturen oberhalb von 50 Grad Celsius fast unerträglich heiß werden.
Für eine Rundreise durch verschiedene Regionen Indiens bieten sich vor allem die Monate zwischen November und April an. Eine Ausnahme stellen die Himalaya-Regionen Kashmir und Ladhakh dar, die wegen der dort schwierigen Sicherheitslage allerdings ohnehin nicht als Reiseziel empfohlen werden.
Sicherheitshinweise
Das Auswärtige Amt veröffentlicht auf seinen Internetseiten regelmäßig aktualisierte Informationen zur Reisesicherheit für praktisch alle Länder der Erde. Sofern erhebliche Bedenken hinsichtlich der Sicherheit als Reiseland bestehen, werden Reisewarnungen herausgegeben. Bitte informieren Sie sich vor Ihrer Reise nach Indien über die aktuelle Sicherheitslage im Reiseland.
Hinweise zur Reisesicherheit in Indien finden Sie auf der Internetseite
http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/IndienSicherheit.html
www.auswaertiges-amt.de
Impfempfehlungen und Hinweise zu Krankheiten
Für die Einreise nach Indien sind keine Impfungen vorgeschrieben. Ob und welche Impfungen für eine Reise nach Indien dennoch sinnvoll sind, hängt vor allem von der Region des Landes ab, in die Sie reisen möchten. Die in Deutschland üblichen Impfungen (Kinderlähmung, Tetanus...) sollten Sie in jedem Falle rechtzeitig vor Ihrer Reise auffrischen lassen.
Im Tiefland der Bundesstaaten im Nordosten Indiens besteht ein hohes Malaria-Risiko (verstärkt in der Regenzeit), in den meisten ländlichen Regionen der zentralen Landesteile bis in den Norden der nepalesischen Grenze ein mittleres Risiko, gering ist das Malaria-Risiko (jedoch verstärkt in der Regenzeit) im Süden und Osten von Tamil Nadu, Kerala, Teilen von Uttar Pradesh, den Andamanen und Nikobaren. Die Höhenlagen oberhalb von 2000 m sind malariafrei.
Angesichts einer Häufung von Malariafällen bei Rückkehrern aus Goa weist das Auswärtige Amt auf dieses Risiko (das grundsätzlich immer dort gegeben war) besonders hin. Auf sorgfältigen Schutz vor Stechmücken in den Abend- und Nachtstunden ist in jedem Fall zu achten. Bei Fieber ist sofort ein Arzt aufzusuchen. Eine generelle medikamentöse Prophylaxe wird derzeit (Dezember 2007) noch nicht empfohlen, kann aber im Einzelfall sinnvoll sein.
Informieren Sie sich bitte vor Ihrer Reise nach Indien bei Ihrer Krankenkasse oder bei Impfberatungen in Apotheken. Das Tropeninstitut Berlin veröffentlicht auf seiner Internetseite http://www.tropenmedicus.de ausführliche Impfempfehlungen für zahlreiche Reiseländer. Dies ersetzt jedoch keinesfalls die persönliche Beratung durch geschulte Fachkräfte.
Gesundheitssystem
In Indien besteht grundsätzlich ein dichtes Netz ärztlicher Versorgung, man sollte jedoch nicht den aus Europa gewohnten medizinischen Standard erwarten. Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen müssen, nehmen Sie unbedingt einen ausreichend großen Vorrat mit. Bei indischen Ärzten und im Krankenhaus muss stets im Voraus bezahlt werden, vorher findet keinerlei Behandlung oder Untersuchung statt. Schließen Sie vor Ihrer Indien-Rundreise unbedingt eine Krankenversicherung mit Heimtransport im Notfall ab und denken Sie an die Mitnahme einer kleinen Reiseapotheke mit Pflaster, Verbandsmaterial und Medikamenten gegen die häufigsten Reiseerkrankungen (Übelkeit, Erkältungen, Verdauungsprobleme, Kopfschmerz).
Da es viele Inder mit hygienischen Vorsichtsmaßnahmen nicht so genau nehmen, sollte man genau aufpassen, was man wo isst. Trinken Sie Wasser nur abgekocht beziehungsweise aus verschlossen verkauften Mineralwasserflaschen. Obst sollte nur geschält genossen werden, und Straßenhändler sind zu meiden (auch wenn die verkauften Waren noch so lecker aussehen).
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger
Deutsche Staatsbürger benötigen für Reisen nach Indien ein noch mindestens 6 Monate gültigen Reisepass bzw. ein mit Lichtbild versehenen Kinderausweis und ein Visum, welches von den Vertretungen Indiens (Botschaften und Konsulate) ausgestellt wird. Die Einreise von Kindern bis zu 16 Jahren, die im Pass der Eltern eingetragen sind, ist nach Kenntnis des Auswärtigen Amtes möglich, sofern dies im Visum vermerkt ist. Es wird jedoch dringend geraten, sich vor der Reise bei der zuständigen indischen Auslandsvertretung rückzuversichern.
Die Einreise mit einem Personalausweis oder Pass ohne Visum ist nicht möglich. Das Visum kann nicht an der Grenze oder am Flughafen beantragt werden. Teilnehmer von Gruppenreisen können sich das Visum über ihren Reiseveranstalter besorgen lassen.
Stand: 09.12.09
www.auswaertiges-amt.de
Zollbestimmungen
Nach Indien dürften Devisen bis zu einem Betrag von umgerechnet 5.000 US-Dollar (in bar oder Reiseschecks) ohne Einschränkungen eingeführt werden. Darüber hinaus gehende Beträge sind bei der Einreise zu deklarieren. Auch andere hochwertige Gegenstände (z.B. Videokameras) müssen deklariert werden.
Die Einfuhr von Goldmünzen und -barren sowie von Waffen ist streng verboten. Die Ein- und Ausfuhr der indischen Währung ist allen nicht in Indien ansässigen Personen verboten. Zudem ist die Einfuhr pornografischen Materials und die Ausfuhr geschützter Tierhäute und Pflanzen verboten; Verstöße werden mit hohen Geld- und Haftstrafen geahndet.
Bei einem Verstoß gegen Zollvorschriften droht die Verhaftung bei der Ausreise.
Stand: 09.12.09
Öffentliche Telefone
Wenn Sie von Indien aus nach Hause telefonieren wollen, sind die privaten Telefonagenturen (PCO-STD-ISD genannt), die es in Städten und den meisten größeren Dörfern gibt, für Sie die beste Anlaufstelle. Handys funktionieren (abhängig vom Landesteil) im Prinzip, dank konkurrierender Netze sind in letzter Zeit die Gebühren für Gespräche nach Europa stark gefallen.
Telefonvorwahl des Landes: +91
Mobilfunk
Die Mobilfunkabdeckung in Indien wurde in den letzten Jahren massiv ausgebaut, ist aber dennoch, gerade in ländlichen Gegenden, weiterhin alles andere als flächendeckend. Für Indien reicht ein in Deutschland gebräuchliches GSM-Handy aus, Sie benötigen für Indien also kein Dreiband-Handy („Triband-Handy“). Erkundigen Sie sich bitte bei Ihrem Mobilfunkanbieter über die angebotenen Roaming-Möglichkeiten. Bei längeren Aufenthalten können Sie unter Umständen viel Geld sparen, wenn Sie in Indien eine Prepaid-Karte erwerben und dann über diese Rufnummer telefonieren (fragen Sie dazu am besten Ihren Reiseleiter).
Internetzugang
Das Internet ist in Indien ausgesprochen populär, viele größere Hotels bieten Ihren Gästen die Internetnutzung an, und es gibt in den Städten zahlreiche Internetcafés und \"Cybercenter\". Das Surfen ist zwar sehr preiswert, die Rechner und die Onlineverbindungen sind aber oft äußerst langsam und Rechner- sowie Stromausfälle kommen häufig vor.
Fotografieren
Interessante Fotomotive bietet Indien im Überfluss. Kleinbildfilme und Speicherkarten sind allerdings längst nicht überall erhältlich. Filme sind zumindest in jeder Stadt erhältlich, da man aber schlecht überprüfen kann, ob die Filme sachgerecht gelagert wurden, empfiehlt sich die Mitnahme von reichlich Filmmaterial und Speicherkarten von zu Hause an. Batterien beziehungsweise Ersatzakkus mit Ladegerät und Reiseadapter nicht vergessen!
Fotografieren und Filmen ist in Indien nicht überall erlaubt. An vielen Sehenswürdigkeiten in es ganz verboten oder erst nach Zahlung einer Gebühr möglich. Beim Fotografieren von Menschen sollten Sie, wie überall auf der Welt, immer vorher freundlich um Erlaubnis bitten. Dies gilt natürlich ganz besonders an Orten mit religiöser Bedeutung.
Strom
Die Stromspannung in Indien liegt bei 220 Volt. Meist passen die in Deutschland üblichen Stecker in die indischen Steckdosen, haben dabei allerdings etwas Spiel. Teilweise sind auch die in England gebräuchlichen 3-Punkt-Steckdosen verbreitet, für die Sie auf jeden Fall einen Adapter benötigen. Außerhalb von Mumbai müssen Sie, besonders in der heißen Jahreszeit, mit starken Spannungsschwankungen rechnen (teils zwischen 180 un 280 Volt).
Landessprache
In Indien werden mehr als hundert unterschiedliche Sprachen gesprochen, die zudem auch noch vier verschiedenen Sprachfamilien angehören. Überregional werden die beiden Amtssprachen Hindi und Englisch gesprochen, darüber hinaus werden weitere 21 Sprachen von der indischen Verfassung offiziell anerkannt (darunter Bengalisch, Kashmiri, Malayalam, Panjabi, Sanskrit und Tamil). Viele dieser Sprachen gelten in einzelnen Bundesstaaten Indiens auch als Amtssprache. Die offizielle Verwaltungs-, Unterrichts- und Wirtschaftssprache Indiens ist jedoch Englisch.
Religionen
Indien ist Ursprungsland mehrerer Religionen (Hinduismus, Buddhismus, Jainismus, Sikhismus), und so spielt der Glaube in Indien zweifellos eine herausragende Rolle im Alltag und der Kultur des Landes. Offiziell besteht die indische Bevölkerung zu rund 81 Prozent aus Hindus, 13 Prozent Muslimen (acht Prozent Sunniten, drei Prozent Schiiten), jeweils rund zwei Prozent Christen und Sikh und rund ein Prozent Buddhisten und Angehörige anderer Religionsgruppen.
Sitten und Gebräuche
Für die meisten Inder ist das Leben bei weitem nicht so komfortabel wie der Alltag in Deutschland. Bettler sind in Indien allgegenwärtig, da es keine soziale Absicherung für Bedürftige oder Alte gibt. Viele Frauen werden zudem von ihren Familien nach dem Tod des Partners verstoßen. Teilweise sind Bettler in touristischen Gegenden leider sehr aufdringlich. Bei alten Menschen kann man in der Regel davon ausgehen, dass sie wirklich bedürftig sind. Oft werden aber auch Kinder von ihren Familien zum Betteln statt in die Schule geschickt. Geben Sie Kindern kein Geld, auch wenn sie noch so armselig wirken.
Wenn Sie sich in Indien abseits der Haupt-Touristenzentren aufhalten, stehen Sie praktisch unter Dauerbeobachtung der Einheimischen, für die Sie eine mindestens so große Attraktion darstellen wie es das Land Indien für Sie ist. Da die meisten Inder ausgesprochen kontaktfreudig sind und kaum Berührungsängste kennen, werden ihnen vermutlich immer wieder von Fremden die gleichen Fragen gestellt: \"Where do you come from? What\'s your name? Are you married? Do you like india?\". Beantworten Sie geduldig die Fragen oder täuschen Sie (zum Beispiel in öffentlichen Verkehrsmitteln) vor, dass Sie müde sind und schlafen wollen.
Wenn Sie von Indern mit dem traditionellen Namaste-Gruß begrüßt werdet, dann grüßen Sie auf gleiche Weise zurück: Falten Sie die Hände und die Fingerspitzen in Höhe der Augen und nicken Sie leicht mit dem Kopf. Je nach sozialem Stand des Gegenübers variiert die Höhe der Hände. Bei Höchsten Würdenträgern würde man die Hände zur Begrüßung also in Stirnhöhe bewegen. Kindern und Jugendliche werden nicht auf diese Weise gegrüßt.
Wenn man in Indien jemanden heran winken möchte, streckt man den Arm nach vorne aus und bewegt die ausgestreckte Hand mehrere Male nach unten. Die bei uns bekannte Art des Heranwinkens wirkt auf Inder überaus schroff und beleidigend.
Sitzen Sie mit Einheimischen zusammen am Boden, dann möglichst im Schneidersitz. Achten Sie darauf, dass die Fußsohlen auf keinen Fall nach vorne auf andere Personen zeigen.
Bei Meinungsverschiedenheit in Indien ist es wichtig, immer das Gesicht zu bewahren. Wer laut wird oder gar schreit, wird überhaupt nichts erreichen.
In preiswerten Essstuben oder bei Einladungen wird in Indien mit der rechten Hand gegessen. die linke gilt als unrein. In Restaurants oder Hotels, in denen mit Besteck gegessen wird, gilt dies natürlich nicht. Im Kontakt mit den Ind
Kleidervorschriften und -empfehlungen
In Indien gibt es keine besonderen Kleidervorschriften. Je nach Jahreszeit und Region, die Sie bereisen, müssen Sie sich auf unterschiedliche Wetterbedingungen einstellen. Die Temperaturunterschiede im Laufe eines Tages können hoch sein. In heißen Gegenden sind Sie mit leichter, nicht zu eng geschnittener Kleidung aus Baumwolle oder moderne Kunstfasern (wie sie im Outdoor-Fachhandel erhältlich sind) am besten ausgestattet. Denken Sie auch an die Mitnahme eines Pullovers für die Abendstunden oder in kühl klimatisierten Räumen. Denken Sie unbedingt auch an regenfeste Kleidung für Schlechtwetter-Tage. Die Inder versuchen übrigens, sich möglichst westlich zu kleiden. Gerade in den Städten sind Jugendliche oft nach der neuesten (westlichen) Mode gekleidet.
Küche
Die Küche Indiens wurde über die Jahrhunderte hinweg beeinflusst von den arabischen und chinesischen Händlern der Seidenstraße, sowie von türkischen, persischen, englischen und portugiesischen Eroberern. Der erste Eindruck des indischen Essens: Es ist scharf. Sehr scharf. In größeren Restaurants, die an westliche Gäste gewohnt sind, nimmt man beim Würzen auf deren Essgewohnheiten Rücksicht. Aber an Orten, in denen der westliche Tourismus keine große Rolle spielt, muss man sich einschränken, wenn man es nicht so scharf mag.
In Südindien sind die Speisen meistens leicht, häufig vegetarisch und vor allem äußerst scharf. Im Norden wiederum ist sie fettiger, jedoch weniger scharf gewürzt. Als Beilage wird meist Brot gereicht und man trinkt Tee - anders im Süden, wo man Kaffee bevorzugt. Eine besondere Spezialität im Norden Indiens sind die sogenannten Tandoori-Gerichte - in einer Joghurt-Gewürzmarinade gebackenes Gemüse und Fleisch. Im Süden sollten Sie vor allem die sogenannten \"Thalis\" probieren, Platten mit Gemüse, Joghurt und Chutney, dazu wird Reis gereicht. Desserts in Indien sind ausgesprochen süß. Bekannt sind \"Barfi\" - ein Dessert aus Milch mit Gewürzen und Nüssen - oder \"Kulfi\" - indisches Eis mit Kardamom- oder Pistaziengeschmack.
Traditionell werden indische Gerichte auf dem Thaili serviert, einem großen Metall-Tablett, auf dem sich eine kleinere Metallschüsseln mit den einzelnen Speisen und Soßen befinden. Reis oder Fladenbrot werden direkt auf dem Tablett gereicht. In Südindien werden Speisen häufig auch auf einem Bananenblatt serviert.
Für den Ausschank von Alkohol besitzt nicht jedes Restaurant in Indien eine Erlaubnis. Teilweise wird dennoch Bier ausgeschenkt - dann meist in Kaffeetassen.
Souvenirs
Indien ist geradezu ein Paradies für alle Souvenirjäger. Gehen Sie einfach auf Entdeckungstour durch die vielen bunten Märkte. Bekannt und beliebt bei westlichen Besuchern sind vor allem die zahlreich angebotenen Seiden- und Baumwollstoffe. Auch Stickereiarbeiten mit kleinen Spiegeln werden überall als Souvenir verkauft. Schals oder Pullover aus Kashmirwolle sind ein deutlich aufwändigeres Mitbringsel, in Indien aber ebenfalls häufig relativ günstig zu erwerben. In allen Touristengegenden findet man die berühmten Teppichknüpfereien, die wegen der in Indien weitverbreiteten Kinderarbeit zunehmend umstritten sind. Hersteller, deren Erzeugnisse das \"rugmark\"-Label tragen, beschäftigen keine Kindern unter 14 Jahren und akzeptieren unangekündigte Kontrollen durch die Rugmark-Organisation. In Hyderabad können Sie preiswert Schmuckstücke aus echten Perlen sowie Silberarbeiten aller Art erwerben. Beliebt als Souvenir von einer Indien-Reise sind auch Holz- und Einlegearbeiten oder kleine Steinfiguren mit dem Abbild von Gottheiten. Und für Kochfreunde sind natürlich Lebensmittel wie Gewürze oder Tee ein Muss.












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