Raschelnde Seide, duftender Jasmintee, zartes Porzellan
In China wurde das Rad erfunden, der Buchdruck und das Feuerwerk. Von seiner Jahrtausende alten Kultur zeugen die faszinierende Terrakotta-Armee, die prächtige "Verbotene Stadt" und das bis heute größte Bauwerk der Welt: die Chinesische Mauer. Einflussreiche philosophische Schriften sind hier entstanden und bezaubernde Gemälde von exotischer Schönheit. Und wer schon immer einmal wissen wollte, weshalb traditionelle chinesische Maler solch bizarre Berge malten, kann vor Ort die Antwort finden: Es gibt sie wirklich.
China ist so groß wie Europa und ebenso vielfältig: Von idyllischen Badestränden am subtropischen Meer erstreckt es sich hin bis zum höchsten Gebirge der Welt. Unten, am Meer, gibt es dicht besiedelte, wasserreiche und wirschaftsstarke Schwemmebenen, weiter oben einsame Hochebenen, gar Wüsten wie die weltgrößte Sandwüste Taklamakan.
Ebenso vielfältig ist auch die chinesische Küche. Der Reisende kann wählen, ob er sie auf traditionelle Art, als kommunikatives Ereignis, genießen möchte, oder ob er sich in einem der erstklassigen Hotels verwöhnen lässt, die der Fortschritt nach China gebracht hat.
Denn das "Reich der Mitte" erlebt einen rasanten Wandel: Westlicher Luxus hält Einkehr in elegante Shopping Malls, der zunehmende Verkehr braust über modernste Autobahnen und Hochgeschwindigkeitszüge rasen in die entlegensten Teile des riesigen Landes. Atemberaubend ist das Tempo der Großstädte, U-Bahnen donnern unter Wolkenkratzern, die glitzernden Glaspalästen gleichen und nachts das Funkeln der Sterne überstrahlen.
Dabei sind viele Chinesen ihrer Tradition verwurzelt geblieben: Jeden Morgen sieht man in den Parks die Menschen Tai Chi üben, ländliche "Barfußdoktoren" heilen die Bauern mit Traditioneller Chinesischer Medizin, und die prächtigen Tempel sind voller Gläubiger, die hingebungsvoll vor den Ehrfurcht gebietenden Buddhastatuen knien.
Dieses riesige, vielfältige Land ist sicher mehr als eine Reise wert. Und es lohnt sich, einen Anfang zu machen. Denn, so sagt ein chinesisches Sprichwort, jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt.
Einwohnerzahl: 1.300.000
Fläche: 9.571.302 qkm
Zeitzone: MEZ +8:00 (12 Uhr in Deutschland = 20 Uhr in China)
Hauptstadt: Peking
Währung: Chinesischer Renminbi Yuan (CNY)
Wechselkurs vom 03.09.10: 1€ ≅ 8,73CNY
Die chinesische Währung hat den Namen Renminbi (chin. für "Volkswährung"). Die Einheiten der Währung sind Yuán, Jiao und Fen. Ein Yuan entspricht 10 Jiao bzw. 100 Fen. 100 Yuán entsprechen umgerechnet rund 11 Euro (März 2009). Falschgeld ist leider recht weit verbreitet, daher prüfen chinesische Händler Scheine bei der Annahme häufig sehr sorgfältig.
Staatsform
Volksrepublik. China ist ein autoritärer Staat unter der Führung der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh). Es gibt ein Einparteiensystem und das sozialistische Wirtschafts- und Staatssystem ist in der Verfassung verankert.
Topografie
In einem solch riesigen Land wie China – die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt rund 4500 km, die Ost-West-Ausdehnung etwa 4200 km – unterscheiden sich die physische Oberfläche und die klimatischen Bedingungen von Region zu Region sehr stark. Ostchina ist geprägt von vier großen Schwemmebenen, und an den Küsten befinden sich die Deltas der größten Flüsse des Landes. Der südöstliche Küstenstreifen ist gebirgig, während der Süden eher hügelig ist. Westlich schließen sich mehrere Gebirge mit Hochebenen und großen Becken an. Die Berge haben hier Höhen von etwa 1000 bis 2000 Metern. Westchina wiederum ist von Hochgebirge (Himalaya, Tianshan, Pamir und Tibet) mit dazwischen liegenden Hochebenen geprägt. Der Westen Chinas (mit der Wüste Gobi und der Taklamakan) ist zusammen mit der Inneren Mongolei der trockenste Teil des Landes. Das Klima in China ist ebenso vielfältig wie die Geografie: Im den meisten Landesteilen herrscht ausgeprägtes Kontinentalklima mit sehr kalten Wintern und heißen Sommern. Im Süden jedoch ist das Klima subtropisch bis tropisch. In Tibet wiederum herrscht ein spezielles Hochgebirgsklima.
Ideale Reisemonate
Bei einem so großem Land wie China fällt es natürlich schwer, eine ideale Reisezeit für das gesamte Land zu nennen. Große Teile Chinas liegen in kühl gemäßigten bis tropischen Zonen. Die ideale Reisezeit ist daher der Frühling und der Herbst mit ihren milden Temperaturen. China ist aber auch in klimatischer Hinsicht ein Land der Extreme. Während im Süden Chinas im Winter angenehme Temperaturen um 15 Grad herrschen, werden im Norden Temperaturen von bis zu minus 20 Grad. Im Sommer wiederum sind die Temperaturunterschiede zwischen Nord- und Südchina recht gering – mit dem Unterschied, dass die Hitze im Nordosten trocken und im Norden und Süden Chinas feucht ist.
Sicherheitshinweise
Bitte beachten Sie vor Ihrer China-Reise die umfangreichen Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes, die laufend aktualisiert werden.
Aktuelle Hinweise des Auswärtigen Amtes von Oktober 2009: Die Lage in der nordwestchinesischen Stadt Urumqi, der Hauptstadt der Autonomen Region Xinjiang, ist weiterhin angespannt. Nach schweren Unruhen im Juli 2009 kam im September 2009 erneut zu größeren Demonstrationen. Ein starkes Sicherheitsaufgebot ist präsent. Besondere Vorsicht ist weiterhin geboten, insbesondere Menschenansammlungen sollten gemieden werden. In Xinjiang ist weiterhin damit zu rechnen, dass Internetverbindungen nicht funktionieren und Telefonieren ins Ausland, insbesondere von Mobiltelefonen, nicht möglich ist.
Im Jahre 2008 waren nach Angaben des Auswärtigen Amtes einzelne Gewaltdelikte gegen Touristen zu verzeichnen, von denen auch Deutsche betroffen waren. Reisenden wird daher empfohlen, sich stets mit gebotener Aufmerksamkeit zu bewegen. Selbst an gut bewachten Plätzen wie dem Tian’anmen-Platz in Peking wurde ein Überfall bekannt. Unbekannten Personen sollte kein Zugang ins Hotelzimmer gewährt werden, unter welchem Vorwand auch immer; fragen Sie im Zweifel bitte bei der Hotelrezeption nach.
Personenansammlungen und jede Art von Gedränge sind wegen der Gefahr von Taschendiebstählen zu meiden. Das Auswärtige Amt empfiehlt, Passkopien und Flugtickets im Hotel sicher zu deponieren und den Pass mit gültigem Visum stets mitzuführen, um sich bei Polizeikontrollen ausweisen zu können. Denken Sie bitte an eine Visitenkarte Ihres Hotel, damit Taxifahrer für eine sichere Rückfahrt sorgen können, wenn Sie nicht über chinesischen Sprachkenntnisse verfügen.
Grundsätzlich dürfen sich Ausländer in China bis auf die Autonome Region Tibet ohne besondere Erlaubnis bewegen. Jedoch sind überall örtlich verhängte Sperren möglich.
Reisen nach Tibet sind seit dem 10. Oktober 2009 für Gruppenreisende wieder möglich:
Alle Ausländer benötigen jedoch eine Spezialgenehmigung (TAR-permit), um Tibet (TAR) besuchen zu können. Sie ist bei den chinesischen Auslandsvertretungen oder in Peking beim Tibetischen Reisebüro, 118 Beisihuan Douglu in der 1. Etage des Tibet Gebäudes, Tel.: 010-6498-0373, zu beantragen.
Weitere Informationen können Sie dem Merkblatt Tibet auf der Homepage der Botschaft (http://www.peking.diplo.de/Vertretung/peking/de/Startseite.html) entnehmen.
Stand: 09.12.09
www.auswaertiges-amt.de
Impfempfehlungen und Hinweise zu Krankheiten
Welche Impfungen für eine Reisen nach China sinnvoll ist, hängt vor allem von der Region des Landes ab, in die Sie reisen möchten. Die unterschiedlichen Klimazonen des Riesenreichs spielen dabei eine wichtige Rolle. Eine reine Städtereise nach Peking oder Shanghai ist zum Beispiel mit einem relativ geringen Risiko verbunden, sich mit einer als gefährlich einzustufenden Krankheit anzustecken.
Auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes finden Sie bei den Reiseinformationen zu China auch umfangreiche medizinische Hinweise, die wir Ihnen zur Beachtung empfehlen. Das Auswärtige Amt empfiehlt als sinnvollen Impfschutz Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Poliomyelitis und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über vier Wochen oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut, Japanische Enzephalitis und Typhus.
Nach Auskunft des Auswärtigen Amtes besteht in verschiedenen Regionen in Südchina ein hohes Malaria-Risiko, ein mittleres Risiko besteht südlich des Yangtze herdförmig in den Provinzen Fujian, Guangdong, Guangxi, Guizhou und Sichuan und ein geringes Risiko besteht herdförmig in östlichen Landesteilen südlich des Huang He. Ein sehr geringes Risiko besteht auch im Norden von Hongkong außerhalb der Stadt. Kein Risiko besteht beim Aufenthalt in den großen Städten, auf Taiwan sowie in Höhenlagen über 1.500 m. Je nach Ihrem Reiseprofil kann eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) oder eine so genannte stand by-Notfallselbstbehandlung notwendig oder sinnvoll sein. Die Auswahl eines geeigneten Medikamentes und dessen persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten Sie unbedingt vor Abreise mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprechen.
Vogelgrippe: Auch in China ist die klassische Geflügelpest aufgetreten. Seit Anfang des Jahres 2009 wurden in China mehrere neue Fälle von Vogelgrippe bei Menschen gemeldet. Die Behörden haben ein neues Vogelgrippemeldesystem eingeführt. Es gibt keine Hinweise auf eine Mutation des Virus. Bitte beachten Sie auch die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz veröffentlichte Information „Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe“ (Website: www.bmelv.de). Weitere Informationen des Auswärtigen Amts zum Thema Vogelgrippe finden Sie in den Merkblättern des Gesundheitsdienstes sowie auf der Webseite der Botschaft Peking.
Die medizinische Versorgung in China ist mit der Situation in Europa nicht zu vergleichen und oft technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch. Auf dem Land und in vielen, auch großen Städten, fehlen europäisch ausgebildete Englisch/Französisch sprechende Ärzte. Eine Verständigung kann ohne chinesische Sprachkenntnisse gerade bei medizinischen Inhalten ein großes Problem sein. Ein ausreichender, auch in China gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke ist empfehlenswert.
Stand: 04.03.09
www.auswaertiges-amt.de
Gesundheitssystem
In China besteht grundsätzlich ein dichtes Netz ärztlicher Versorgung, machen Sie sich aber besser keine Illusionen über deren Qualität. Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen müssen, nehmen Sie unbedingt einen ausreichend großen Vorrat mit. Bei chinesischen Ärzten und im Krankenhaus muss stets im Voraus bezahlt werden, vorher findet keinerlei Behandlung oder Untersuchung statt. Schließen Sie vor Ihrer China-Rundreise unbedingt eine Krankenversicherung mit Heimtransport im Notfall ab und denken Sie an die Mitnahme einer kleinen Reiseapotheke mit Pflaster, Verbandsmaterial und Medikamente gegen übliche Erkrankungen auf Reisen (Übelkeit, Erkältungen, Verdauungsprobleme, Kopfschmerz).
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger
Für die Einreise in die Volksrepublik China ist ein Visum erforderlich, das vor der Reise bei der zuständigen chinesischen Auslandsvertretung eingeholt werden muss. Als Teilnehmer an einer Gruppenreisen können Sie das Visum natürlich über Ihren Veranstalter besorgen lassen.
In jüngster Zeit sei nach Angaben des Auswärtigen Amtes zu beobachten, dass die chinesischen Behörden die geltenden Regeln strikter anwenden, weshalb Einladungen (Originale) oder Reiseunterlagen genauer geprüft werden.
Die Einreise in die VR China kann grundsätzlich mit Einzel- oder Gruppenvisa erfolgen. Bei einem Gruppenvisum besteht jedoch eine aufenthaltsrechtliche Bindung an die Reisegruppe. Sollten sich im Einzelfall Gründe ergeben, die eine eigenständige Weiterreise ohne die Reisegruppe erforderlich machen (z.B. bei medizinischen Notfällen), ist eine Umschreibung des Visums zwingend erforderlich. Eine solche Umschreibung des Visums ist zeitaufwendig und problematisch und kann nicht überall in China vorgenommen werden. Das Auswärtige Amt empfiehlt daher, möglichst mit einem Einzelvisa nach China einzureisen.
Nach Hongkong und Macau können deutsche Staatsangehörige visafrei einreisen. Erfolgt die Einreise von Festlandchina aus, so ist unbedingt zu beachten, dass dies visatechnisch eine Ausreise aus der VR China bedeutet. Eine Wiedereinreise nach Festlandchina ist daher nur möglich, wenn das chinesische Visum für zwei- bzw. mehrfache Einreisen ausgestellt ist.
Für die Einreise benötigen Erwachsene mit deutscher Staatsangehörigkeit einen Reisepass, der zum Zeitpunkt der Visa-Antragstellung noch 6 Monate gültig sein. Auch ein zum Zeitpunkt der Antragstellung noch 6 Monate gültiger vorläufiger Reisepass ist möglich. Kinder und Jugendliche benötigen einen Reisepass oder Kinderreisepass (mit Foto), der zum Zeitpunkt der Antragstellung noch 6 Monate gültig sein muss.
Stand: 09.12.09
www.auswaertiges-amt.de
Zollbestimmungen
Wie in allen Ländern gibt es auch für die VR China Höchstmengen für bestimmte Gegenstände und Verbrauchsgüter, die zollfrei einführt werden dürfen. So ist die Einfuhr von bis zu 400 Zigaretten, zwei Flaschen Spirituosen (je 750 ml) und Devisen bis zu einem Gegenwert von 5.000 US-Dollar möglich. Darüber hinaus muss eine Einfuhrerklärung abgegeben werden. Ferner dürfen bis zu 20.000 RMB eingeführt werden.
Welche Wertgegenstände nach China eingeführt werden dürfen, kann Ihnen am zuverlässigsten ein chinesisches Konsulat erklären. Erlaubt sind beispielsweise ein Fotoapparat plus Filme, eine Videokamera plus Leerkassetten, ein Notebook oder ein Fernglas. Mitgebrachte Wertgegenstände müssen bei der Einreise in das dafür vorgesehene Formular eingetragen werden müssen, das vor der Ankunft ausgeteilt wird.
Zu den Gegenständen, die nicht nach China eingeführt werden dürfen, gehören (neben Drogen und Waffen) auch Film- und Audioaufnahmen, sowie Bücher und andere Druckschriften, die in China verboten sind.
Die Ausfuhr von Antiquitäten ist strengen Regelungen unterworfen, unterteilt nach Art und Bedeutung der Kunstgegenstände. Devisen können bis zum Gegenwert von 5.000 US-Dollar ausgeführt werden oder bis zur Höhe der vorhergegangenen Einfuhrerklärung. Ferner dürfen bis zu 6.000 RMB ausgeführt werden.
Stand: 09.12.09
www.auswaertiges-amt.de
Öffentliche Telefone
Am günstigsten telefoniert man in China mit einer Prepaid-Karte, die es für 100 Yuan an vielen Zeitungsständen oder Kiosks gibt (bitten Sie am besten Ihren Reiseleiter um Hilfe). Anrufe vom Hotel aus, vor allem ins Ausland, sind sehr teuer, Telefonate innerhalb Chinas sind wiederum preisgünstig.
Tipp: Lassen Sie sich von Ihrem Hotel die Nummer ihres Zimmertelefons mitteilen, so können Sie preisgünstig von zu Hause aus angerufen werden. Öffentliche Telefone mit Münz- und Kartenbetrieb gibt es in allen Städten und an Flughäfen, verlassen Sie sich aber besser nicht darauf, einen freien Apparat zu finden.
Telefonvorwahl des Landes: +86
Mobilfunk
Die Mobilfunkabdeckung ist in Großstädten ausgezeichnet, in ländlichen Gegenden gibt es jedoch große Lücken. Ein in Deutschland gebräuchliches GSM-Handy reicht für eine China-Reise aus, Sie benötigen in China also kein Dreiband-Handy ("Triband-Handy"). Erkundigen Sie sich bitte bei Ihrem Mobilfunkanbieter über die angebotenen Roaming-Möglichkeiten.
Internetzugang
Viele Hotels bieten Ihren Gästen die Internetnutzung an und es gibt in den Städten zahlreiche Internetcafés, die allerdings nicht immer mit "Internet", "Email" oder "@" gekennzeichnet sind und daher schnell übersehen werden. Fragen Sie also im Zweifel bitte ihren Reiseleiter. Das Internet wird in China streng zensiert und überwacht, und Internet-Cafés haben stets Überwachungssoftware installiert. Vermeiden Sie es möglichst, vertrauliche Daten wie Homebanking-Passwörter einzugeben.
Pressefreiheit
Die Presse unterliegt in China einer scharfen Zensur. Sie werden keine ausländischen Tageszeitungen an chinesischen Zeitungsständen erwerben können. Verschiedene (politisch unkritische) Zeitungen in englischer Sprache liegen in den meisten Hotels aus.
Fotografieren
Grundsätzlich gibt es in China wenige Verbote für Fotografen. Flughäfen und Militäranlagen dürfen nicht fotografiert werden. Darüber ist es jedoch bei vielen Sehenswürdigkeiten erforderlich, ein besonderes Ticket als Fotografiererlaubnis zu erwerben. Manchmal heißt es auch „Fotografieren verboten“ (angeblich aus Respekt vor den Göttern oder zum Schutz der Denkmäler). Wenn Sie Personen fotografieren möchten, gehört es sich, wie überall auf der Welt, vorher zumindest mit einem fragenden Lächeln um das Einverständnis zu bitten. Die meisten Chinesen sind stolz darauf, von einem westlichen Ausländer abgelichtet zu werden, manchmal wird die Erlaubnis aber auch verweigert – viele Chinesen möchten nämlich nur in ihrem besten Sonntagsanzug fotografiert werden.
Strom
Die Stromspannung in China beträgt 220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz. Die Stecker sind dreipolig, denken Sie also bitte an die Mitnahme eines Adapters für Ihre Elektrogeräte.
Landessprache
Neben Hochchinesisch (Mandarin) als allgemeiner Amtssprache sind je nach Region weitere Sprachen offiziell anerkannt. Dazu zählen das Kantonesische in Hongkong und Macao, das Koreanische in Yanbian, das Mongolische in der Inneren Mongolei, das Tibetische in Tibet, das Uigurische in Xinjiang sowie Zhuang in Guangxi. Darüber hinaus sind in China zahlreiche weitere Sprachen gebräuchlich, die jedoch nicht als Amtssprachen anerkannt sind.
Religionen
Offiziell ist die Volksrepublik China ein atheistischer Staat. Daher gibt es auch keine offiziellen Statistiken über Religionszugehörigkeit. Alle zahlenmäßige Aussagen über die Verbreitung einzelner Religionen sind somit verhältnismäßig unzuverlässig. Verbreitete Religionen sind Buddhismus, Daoismus, Islam, Christentum und Lamaismus (in Tibet und der Inneren Mongolei), daneben ist alter chinesischer Volksglauben sehr einflussreich. Der Konfuzianismus, der eigentlich eher Sozialethik als Religion ist, beeinflusst bis heute die moralischen Verhaltensweisen der Chinesen.
Sitten und Gebräuche
Die Kultur Chinas unterscheidet sich ganz wesentlich von unseren westlichen Gebräuchen. Viele Europäer stören sich am ungewohnt lauten, rüpelhaften Verhalten vieler Chinesen. Es ist weit verbreitet, bei jeder Gelegenheit auf die Straßen zu Spucken, beim Essen mit lauten Geräuschen auf sich aufmerksam zu machen und sich unhöflich gegenüber der Bedienung zu verhalten. Besuchern aus dem Ausland begegnen die meisten Chinesen jedoch ausgesprochen offen und neugierig. Politische Diskussionen über Menschenrechte, Pressefreiheit, Taiwan oder Tibet sollten Sie gegenüber Fremden jedoch vermeiden. Chinesen sprechen am liebsten über Ihre Familien oder ihre Arbeit. Wer in Diskussionen laut wird oder ein aggressives Verhalten zeigt, verliert sein Gesicht und wird sein Ziel niemals erreichen. Es kann Ihnen leicht passieren, dass Sie als Tourist von Chinesen (z.B. bei einem Restaurantbesuch) zu einem Wetttrinken mit Hochprozentigem aufgefordert werden. Erfinden Sie am besten eine Ausrede (z.B. eine Allergie), wenn Sie nichts trinken möchten oder bestimmte Speisen nicht probieren wollen). Eine Ablehnung könnte sonst als unhöfliches Verhalten gewertet werden.
Kleidervorschriften und -empfehlungen
In China gibt es keine besonderen Kleidervorschriften. Achten Sie darauf, genügend Kleidung für unterschiedliche Temperaturen dabei zu haben und denken Sie unbedingt auch an regenfeste Kleidung für Schlechtwetter-Tage. Junge Chinesen in Großstädten sind oft erstaunlich trendbewusst "westlich" gekleidet, während ältere Chinesen meist in eher einfacher Kleidung zu sehen sind.
Küche
Die chinesische Küche ist auf der ganzen Welt berühmt, obwohl im eigentlichen Sinne keine einheitliche chinesische Kochtradition existiert. Chinas Küche ist regional ausgesprochen unterschiedlich. Typische Zutaten in Chinas Küchen sind Tofu, Sojasauce und Reiswein. Wichtigstes Nahrungsmittel ist natürlich Reis, während bei den Nutztieren vor allem Schweine, Hühner, Gänse und Enten beliebt sind. In Nordchina dominieren eher Getreidegerichte, während im Süden vorwiegend Reisgerichte gegessen werden. Auch sind die Speisen im Süden des Landes schärfer gewürzt als im Norden.
Wer mit der Befürchtung nach China reist, dort Insekten, Schlangen oder gar Hunde auf dem Teller vorzufinden, der kann beruhigt werden: Lediglich die kantonesische Küche kennt die Vorliebe für derartige Zutaten. In den anderen Regionen des Landes rümpft man darüber genauso die Nase wie in Europa.
Essen ist in China eine ausgesprochen kommunikative Angelegenheit. Gegessen wird in der Regel an runden Tischen, die Gerichte werden auf einer drehbaren Platte in der Tischmitte serviert. Der Besuch in einem chinesischen Restaurant ist für westliche Besucher oft ein wahres Abenteuer: Es wird geschmatzt, geschlürft, mit vollem Mund geredet und laut gelacht. Touristengruppen aus dem Ausland erhalten allerdings häufig eigene Speisezimmer zugewiesen, so dass Sie die wahre chinesische Tischkultur am besten bei Restaurantbesuchen "auf eigene Faust" erleben können. Dieses Abenteuer sollten Sie sich aber nicht entgehen lassen!
Als Tourist bekommt man praktisch immer Messer und Gabel neben den traditionellen Essstäbchen gereicht. Man bestellt in der Regel mehrere kleine Gerichte, Reis muss gesondert geordert werden und wird wie die Suppe oft als einer der letzten Gänge serviert. Als Getränke sind neben grünem Tee und Bier auch starke Spirituosen sehr beliebt, Wein hingegen ist weniger verbreitet (und wenn, dann entspricht er oft nicht unseren Geschmacksvorstellungen). Keine Sorge: Bei einer Gruppenreise wird sich Ihr Reiseleiter um die Bestellungen kümmern und Sie in alle Geheimnisse der chinesischen Küche einweihen.
Souvenirs
Souvenirs in China zu kaufen, kann schnell zur Sucht werden. Überall werden schöne Handwerksprodukte angeboten, und die Preise sind für westliche Besucher niedrig. Vergessen Sie auf Märkten jedoch das Handeln nicht! In größeren Geschäften ist das Handeln wiederum nicht üblich. In den Städten gibt Souvenirläden für Touristen, in denen überwiegend teure Andenken wie Seide, traditionelle chinesische Kleidung, Porzellanvasen oder Essbesteck erwerben kann. Wesentlich interessanter ist der Einkauf auf Märkten und in kleinen Läden mit Kunsthandwerk (dort kann man auch handeln). Besonders beliebt als Mitbringsel sind Stempel mit chinesischen Schriftzeichen, Kalligrafie (sowohl Zubehör als auch in chinesischer Schrift „gemalte“ Zeichen für westliche Namen), Seide, Tee und Teeservice sowie Jade und Kleidung oder Accessoires aus Seide. Auch chinesische Essstäbchen sind als Souvenir beliebt oder typisch asiatische Süßigkeiten, chinesischer Schnaps oder Saucen, Brühwürfel und ähnliches.
Raschelnde Seide, duftender Jasmintee, zartes Porzellan
In China wurde das Rad erfunden, der Buchdruck und das Feuerwerk. Von seiner Jahrtausende alten Kultur zeugen die faszinierende Terrakotta-Armee, die prächtige "Verbotene Stadt" und das bis heute größte Bauwerk der Welt: die Chinesische Mauer. Einflussreiche philosophische Schriften sind hier entstanden und bezaubernde Gemälde von exotischer Schönheit. Und wer schon immer einmal wissen wollte, weshalb traditionelle chinesische Maler solch bizarre Berge malten, kann vor Ort die Antwort finden: Es gibt sie wirklich.
China ist so groß wie Europa und ebenso vielfältig: Von idyllischen Badestränden am subtropischen Meer erstreckt es sich hin bis zum höchsten Gebirge der Welt. Unten, am Meer, gibt es dicht besiedelte, wasserreiche und wirschaftsstarke Schwemmebenen, weiter oben einsame Hochebenen, gar Wüsten wie die weltgrößte Sandwüste Taklamakan.
Ebenso vielfältig ist auch die chinesische Küche. Der Reisende kann wählen, ob er sie auf traditionelle Art, als kommunikatives Ereignis, genießen möchte, oder ob er sich in einem der erstklassigen Hotels verwöhnen lässt, die der Fortschritt nach China gebracht hat.
Denn das "Reich der Mitte" erlebt einen rasanten Wandel: Westlicher Luxus hält Einkehr in elegante Shopping Malls, der zunehmende Verkehr braust über modernste Autobahnen und Hochgeschwindigkeitszüge rasen in die entlegensten Teile des riesigen Landes. Atemberaubend ist das Tempo der Großstädte, U-Bahnen donnern unter Wolkenkratzern, die glitzernden Glaspalästen gleichen und nachts das Funkeln der Sterne überstrahlen.
Dabei sind viele Chinesen ihrer Tradition verwurzelt geblieben: Jeden Morgen sieht man in den Parks die Menschen Tai Chi üben, ländliche "Barfußdoktoren" heilen die Bauern mit Traditioneller Chinesischer Medizin, und die prächtigen Tempel sind voller Gläubiger, die hingebungsvoll vor den Ehrfurcht gebietenden Buddhastatuen knien.
Dieses riesige, vielfältige Land ist sicher mehr als eine Reise wert. Und es lohnt sich, einen Anfang zu machen. Denn, so sagt ein chinesisches Sprichwort, jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt.
Einwohnerzahl: 1.300.000
Fläche: 9.571.302 qkm
Zeitzone: MEZ +8:00 (12 Uhr in Deutschland = 20 Uhr in China)
Hauptstadt: Peking
Währung: Chinesischer Renminbi Yuan (CNY)
Wechselkurs vom 03.09.10: 1€ ≅ 8,73CNY
Die chinesische Währung hat den Namen Renminbi (chin. für "Volkswährung"). Die Einheiten der Währung sind Yuán, Jiao und Fen. Ein Yuan entspricht 10 Jiao bzw. 100 Fen. 100 Yuán entsprechen umgerechnet rund 11 Euro (März 2009). Falschgeld ist leider recht weit verbreitet, daher prüfen chinesische Händler Scheine bei der Annahme häufig sehr sorgfältig.
Staatsform
Volksrepublik. China ist ein autoritärer Staat unter der Führung der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh). Es gibt ein Einparteiensystem und das sozialistische Wirtschafts- und Staatssystem ist in der Verfassung verankert.
Topografie
In einem solch riesigen Land wie China – die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt rund 4500 km, die Ost-West-Ausdehnung etwa 4200 km – unterscheiden sich die physische Oberfläche und die klimatischen Bedingungen von Region zu Region sehr stark. Ostchina ist geprägt von vier großen Schwemmebenen, und an den Küsten befinden sich die Deltas der größten Flüsse des Landes. Der südöstliche Küstenstreifen ist gebirgig, während der Süden eher hügelig ist. Westlich schließen sich mehrere Gebirge mit Hochebenen und großen Becken an. Die Berge haben hier Höhen von etwa 1000 bis 2000 Metern. Westchina wiederum ist von Hochgebirge (Himalaya, Tianshan, Pamir und Tibet) mit dazwischen liegenden Hochebenen geprägt. Der Westen Chinas (mit der Wüste Gobi und der Taklamakan) ist zusammen mit der Inneren Mongolei der trockenste Teil des Landes. Das Klima in China ist ebenso vielfältig wie die Geografie: Im den meisten Landesteilen herrscht ausgeprägtes Kontinentalklima mit sehr kalten Wintern und heißen Sommern. Im Süden jedoch ist das Klima subtropisch bis tropisch. In Tibet wiederum herrscht ein spezielles Hochgebirgsklima.
Ideale Reisemonate
Bei einem so großem Land wie China fällt es natürlich schwer, eine ideale Reisezeit für das gesamte Land zu nennen. Große Teile Chinas liegen in kühl gemäßigten bis tropischen Zonen. Die ideale Reisezeit ist daher der Frühling und der Herbst mit ihren milden Temperaturen. China ist aber auch in klimatischer Hinsicht ein Land der Extreme. Während im Süden Chinas im Winter angenehme Temperaturen um 15 Grad herrschen, werden im Norden Temperaturen von bis zu minus 20 Grad. Im Sommer wiederum sind die Temperaturunterschiede zwischen Nord- und Südchina recht gering – mit dem Unterschied, dass die Hitze im Nordosten trocken und im Norden und Süden Chinas feucht ist.
Sicherheitshinweise
Bitte beachten Sie vor Ihrer China-Reise die umfangreichen Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes, die laufend aktualisiert werden.
Aktuelle Hinweise des Auswärtigen Amtes von Oktober 2009: Die Lage in der nordwestchinesischen Stadt Urumqi, der Hauptstadt der Autonomen Region Xinjiang, ist weiterhin angespannt. Nach schweren Unruhen im Juli 2009 kam im September 2009 erneut zu größeren Demonstrationen. Ein starkes Sicherheitsaufgebot ist präsent. Besondere Vorsicht ist weiterhin geboten, insbesondere Menschenansammlungen sollten gemieden werden. In Xinjiang ist weiterhin damit zu rechnen, dass Internetverbindungen nicht funktionieren und Telefonieren ins Ausland, insbesondere von Mobiltelefonen, nicht möglich ist.
Im Jahre 2008 waren nach Angaben des Auswärtigen Amtes einzelne Gewaltdelikte gegen Touristen zu verzeichnen, von denen auch Deutsche betroffen waren. Reisenden wird daher empfohlen, sich stets mit gebotener Aufmerksamkeit zu bewegen. Selbst an gut bewachten Plätzen wie dem Tian’anmen-Platz in Peking wurde ein Überfall bekannt. Unbekannten Personen sollte kein Zugang ins Hotelzimmer gewährt werden, unter welchem Vorwand auch immer; fragen Sie im Zweifel bitte bei der Hotelrezeption nach.
Personenansammlungen und jede Art von Gedränge sind wegen der Gefahr von Taschendiebstählen zu meiden. Das Auswärtige Amt empfiehlt, Passkopien und Flugtickets im Hotel sicher zu deponieren und den Pass mit gültigem Visum stets mitzuführen, um sich bei Polizeikontrollen ausweisen zu können. Denken Sie bitte an eine Visitenkarte Ihres Hotel, damit Taxifahrer für eine sichere Rückfahrt sorgen können, wenn Sie nicht über chinesischen Sprachkenntnisse verfügen.
Grundsätzlich dürfen sich Ausländer in China bis auf die Autonome Region Tibet ohne besondere Erlaubnis bewegen. Jedoch sind überall örtlich verhängte Sperren möglich.
Reisen nach Tibet sind seit dem 10. Oktober 2009 für Gruppenreisende wieder möglich:
Alle Ausländer benötigen jedoch eine Spezialgenehmigung (TAR-permit), um Tibet (TAR) besuchen zu können. Sie ist bei den chinesischen Auslandsvertretungen oder in Peking beim Tibetischen Reisebüro, 118 Beisihuan Douglu in der 1. Etage des Tibet Gebäudes, Tel.: 010-6498-0373, zu beantragen.
Weitere Informationen können Sie dem Merkblatt Tibet auf der Homepage der Botschaft (http://www.peking.diplo.de/Vertretung/peking/de/Startseite.html) entnehmen.
Stand: 09.12.09
www.auswaertiges-amt.de
Impfempfehlungen und Hinweise zu Krankheiten
Welche Impfungen für eine Reisen nach China sinnvoll ist, hängt vor allem von der Region des Landes ab, in die Sie reisen möchten. Die unterschiedlichen Klimazonen des Riesenreichs spielen dabei eine wichtige Rolle. Eine reine Städtereise nach Peking oder Shanghai ist zum Beispiel mit einem relativ geringen Risiko verbunden, sich mit einer als gefährlich einzustufenden Krankheit anzustecken.
Auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes finden Sie bei den Reiseinformationen zu China auch umfangreiche medizinische Hinweise, die wir Ihnen zur Beachtung empfehlen. Das Auswärtige Amt empfiehlt als sinnvollen Impfschutz Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Poliomyelitis und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über vier Wochen oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut, Japanische Enzephalitis und Typhus.
Nach Auskunft des Auswärtigen Amtes besteht in verschiedenen Regionen in Südchina ein hohes Malaria-Risiko, ein mittleres Risiko besteht südlich des Yangtze herdförmig in den Provinzen Fujian, Guangdong, Guangxi, Guizhou und Sichuan und ein geringes Risiko besteht herdförmig in östlichen Landesteilen südlich des Huang He. Ein sehr geringes Risiko besteht auch im Norden von Hongkong außerhalb der Stadt. Kein Risiko besteht beim Aufenthalt in den großen Städten, auf Taiwan sowie in Höhenlagen über 1.500 m. Je nach Ihrem Reiseprofil kann eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) oder eine so genannte stand by-Notfallselbstbehandlung notwendig oder sinnvoll sein. Die Auswahl eines geeigneten Medikamentes und dessen persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten Sie unbedingt vor Abreise mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprechen.
Vogelgrippe: Auch in China ist die klassische Geflügelpest aufgetreten. Seit Anfang des Jahres 2009 wurden in China mehrere neue Fälle von Vogelgrippe bei Menschen gemeldet. Die Behörden haben ein neues Vogelgrippemeldesystem eingeführt. Es gibt keine Hinweise auf eine Mutation des Virus. Bitte beachten Sie auch die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz veröffentlichte Information „Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe“ (Website: www.bmelv.de). Weitere Informationen des Auswärtigen Amts zum Thema Vogelgrippe finden Sie in den Merkblättern des Gesundheitsdienstes sowie auf der Webseite der Botschaft Peking.
Die medizinische Versorgung in China ist mit der Situation in Europa nicht zu vergleichen und oft technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch. Auf dem Land und in vielen, auch großen Städten, fehlen europäisch ausgebildete Englisch/Französisch sprechende Ärzte. Eine Verständigung kann ohne chinesische Sprachkenntnisse gerade bei medizinischen Inhalten ein großes Problem sein. Ein ausreichender, auch in China gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke ist empfehlenswert.
Stand: 04.03.09
www.auswaertiges-amt.de
Gesundheitssystem
In China besteht grundsätzlich ein dichtes Netz ärztlicher Versorgung, machen Sie sich aber besser keine Illusionen über deren Qualität. Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen müssen, nehmen Sie unbedingt einen ausreichend großen Vorrat mit. Bei chinesischen Ärzten und im Krankenhaus muss stets im Voraus bezahlt werden, vorher findet keinerlei Behandlung oder Untersuchung statt. Schließen Sie vor Ihrer China-Rundreise unbedingt eine Krankenversicherung mit Heimtransport im Notfall ab und denken Sie an die Mitnahme einer kleinen Reiseapotheke mit Pflaster, Verbandsmaterial und Medikamente gegen übliche Erkrankungen auf Reisen (Übelkeit, Erkältungen, Verdauungsprobleme, Kopfschmerz).
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger
Für die Einreise in die Volksrepublik China ist ein Visum erforderlich, das vor der Reise bei der zuständigen chinesischen Auslandsvertretung eingeholt werden muss. Als Teilnehmer an einer Gruppenreisen können Sie das Visum natürlich über Ihren Veranstalter besorgen lassen.
In jüngster Zeit sei nach Angaben des Auswärtigen Amtes zu beobachten, dass die chinesischen Behörden die geltenden Regeln strikter anwenden, weshalb Einladungen (Originale) oder Reiseunterlagen genauer geprüft werden.
Die Einreise in die VR China kann grundsätzlich mit Einzel- oder Gruppenvisa erfolgen. Bei einem Gruppenvisum besteht jedoch eine aufenthaltsrechtliche Bindung an die Reisegruppe. Sollten sich im Einzelfall Gründe ergeben, die eine eigenständige Weiterreise ohne die Reisegruppe erforderlich machen (z.B. bei medizinischen Notfällen), ist eine Umschreibung des Visums zwingend erforderlich. Eine solche Umschreibung des Visums ist zeitaufwendig und problematisch und kann nicht überall in China vorgenommen werden. Das Auswärtige Amt empfiehlt daher, möglichst mit einem Einzelvisa nach China einzureisen.
Nach Hongkong und Macau können deutsche Staatsangehörige visafrei einreisen. Erfolgt die Einreise von Festlandchina aus, so ist unbedingt zu beachten, dass dies visatechnisch eine Ausreise aus der VR China bedeutet. Eine Wiedereinreise nach Festlandchina ist daher nur möglich, wenn das chinesische Visum für zwei- bzw. mehrfache Einreisen ausgestellt ist.
Für die Einreise benötigen Erwachsene mit deutscher Staatsangehörigkeit einen Reisepass, der zum Zeitpunkt der Visa-Antragstellung noch 6 Monate gültig sein. Auch ein zum Zeitpunkt der Antragstellung noch 6 Monate gültiger vorläufiger Reisepass ist möglich. Kinder und Jugendliche benötigen einen Reisepass oder Kinderreisepass (mit Foto), der zum Zeitpunkt der Antragstellung noch 6 Monate gültig sein muss.
Stand: 09.12.09
www.auswaertiges-amt.de
Zollbestimmungen
Wie in allen Ländern gibt es auch für die VR China Höchstmengen für bestimmte Gegenstände und Verbrauchsgüter, die zollfrei einführt werden dürfen. So ist die Einfuhr von bis zu 400 Zigaretten, zwei Flaschen Spirituosen (je 750 ml) und Devisen bis zu einem Gegenwert von 5.000 US-Dollar möglich. Darüber hinaus muss eine Einfuhrerklärung abgegeben werden. Ferner dürfen bis zu 20.000 RMB eingeführt werden.
Welche Wertgegenstände nach China eingeführt werden dürfen, kann Ihnen am zuverlässigsten ein chinesisches Konsulat erklären. Erlaubt sind beispielsweise ein Fotoapparat plus Filme, eine Videokamera plus Leerkassetten, ein Notebook oder ein Fernglas. Mitgebrachte Wertgegenstände müssen bei der Einreise in das dafür vorgesehene Formular eingetragen werden müssen, das vor der Ankunft ausgeteilt wird.
Zu den Gegenständen, die nicht nach China eingeführt werden dürfen, gehören (neben Drogen und Waffen) auch Film- und Audioaufnahmen, sowie Bücher und andere Druckschriften, die in China verboten sind.
Die Ausfuhr von Antiquitäten ist strengen Regelungen unterworfen, unterteilt nach Art und Bedeutung der Kunstgegenstände. Devisen können bis zum Gegenwert von 5.000 US-Dollar ausgeführt werden oder bis zur Höhe der vorhergegangenen Einfuhrerklärung. Ferner dürfen bis zu 6.000 RMB ausgeführt werden.
Stand: 09.12.09
www.auswaertiges-amt.de
Öffentliche Telefone
Am günstigsten telefoniert man in China mit einer Prepaid-Karte, die es für 100 Yuan an vielen Zeitungsständen oder Kiosks gibt (bitten Sie am besten Ihren Reiseleiter um Hilfe). Anrufe vom Hotel aus, vor allem ins Ausland, sind sehr teuer, Telefonate innerhalb Chinas sind wiederum preisgünstig.
Tipp: Lassen Sie sich von Ihrem Hotel die Nummer ihres Zimmertelefons mitteilen, so können Sie preisgünstig von zu Hause aus angerufen werden. Öffentliche Telefone mit Münz- und Kartenbetrieb gibt es in allen Städten und an Flughäfen, verlassen Sie sich aber besser nicht darauf, einen freien Apparat zu finden.
Telefonvorwahl des Landes: +86
Mobilfunk
Die Mobilfunkabdeckung ist in Großstädten ausgezeichnet, in ländlichen Gegenden gibt es jedoch große Lücken. Ein in Deutschland gebräuchliches GSM-Handy reicht für eine China-Reise aus, Sie benötigen in China also kein Dreiband-Handy ("Triband-Handy"). Erkundigen Sie sich bitte bei Ihrem Mobilfunkanbieter über die angebotenen Roaming-Möglichkeiten.
Internetzugang
Viele Hotels bieten Ihren Gästen die Internetnutzung an und es gibt in den Städten zahlreiche Internetcafés, die allerdings nicht immer mit "Internet", "Email" oder "@" gekennzeichnet sind und daher schnell übersehen werden. Fragen Sie also im Zweifel bitte ihren Reiseleiter. Das Internet wird in China streng zensiert und überwacht, und Internet-Cafés haben stets Überwachungssoftware installiert. Vermeiden Sie es möglichst, vertrauliche Daten wie Homebanking-Passwörter einzugeben.
Pressefreiheit
Die Presse unterliegt in China einer scharfen Zensur. Sie werden keine ausländischen Tageszeitungen an chinesischen Zeitungsständen erwerben können. Verschiedene (politisch unkritische) Zeitungen in englischer Sprache liegen in den meisten Hotels aus.
Fotografieren
Grundsätzlich gibt es in China wenige Verbote für Fotografen. Flughäfen und Militäranlagen dürfen nicht fotografiert werden. Darüber ist es jedoch bei vielen Sehenswürdigkeiten erforderlich, ein besonderes Ticket als Fotografiererlaubnis zu erwerben. Manchmal heißt es auch „Fotografieren verboten“ (angeblich aus Respekt vor den Göttern oder zum Schutz der Denkmäler). Wenn Sie Personen fotografieren möchten, gehört es sich, wie überall auf der Welt, vorher zumindest mit einem fragenden Lächeln um das Einverständnis zu bitten. Die meisten Chinesen sind stolz darauf, von einem westlichen Ausländer abgelichtet zu werden, manchmal wird die Erlaubnis aber auch verweigert – viele Chinesen möchten nämlich nur in ihrem besten Sonntagsanzug fotografiert werden.
Strom
Die Stromspannung in China beträgt 220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz. Die Stecker sind dreipolig, denken Sie also bitte an die Mitnahme eines Adapters für Ihre Elektrogeräte.
Landessprache
Neben Hochchinesisch (Mandarin) als allgemeiner Amtssprache sind je nach Region weitere Sprachen offiziell anerkannt. Dazu zählen das Kantonesische in Hongkong und Macao, das Koreanische in Yanbian, das Mongolische in der Inneren Mongolei, das Tibetische in Tibet, das Uigurische in Xinjiang sowie Zhuang in Guangxi. Darüber hinaus sind in China zahlreiche weitere Sprachen gebräuchlich, die jedoch nicht als Amtssprachen anerkannt sind.
Religionen
Offiziell ist die Volksrepublik China ein atheistischer Staat. Daher gibt es auch keine offiziellen Statistiken über Religionszugehörigkeit. Alle zahlenmäßige Aussagen über die Verbreitung einzelner Religionen sind somit verhältnismäßig unzuverlässig. Verbreitete Religionen sind Buddhismus, Daoismus, Islam, Christentum und Lamaismus (in Tibet und der Inneren Mongolei), daneben ist alter chinesischer Volksglauben sehr einflussreich. Der Konfuzianismus, der eigentlich eher Sozialethik als Religion ist, beeinflusst bis heute die moralischen Verhaltensweisen der Chinesen.
Sitten und Gebräuche
Die Kultur Chinas unterscheidet sich ganz wesentlich von unseren westlichen Gebräuchen. Viele Europäer stören sich am ungewohnt lauten, rüpelhaften Verhalten vieler Chinesen. Es ist weit verbreitet, bei jeder Gelegenheit auf die Straßen zu Spucken, beim Essen mit lauten Geräuschen auf sich aufmerksam zu machen und sich unhöflich gegenüber der Bedienung zu verhalten. Besuchern aus dem Ausland begegnen die meisten Chinesen jedoch ausgesprochen offen und neugierig. Politische Diskussionen über Menschenrechte, Pressefreiheit, Taiwan oder Tibet sollten Sie gegenüber Fremden jedoch vermeiden. Chinesen sprechen am liebsten über Ihre Familien oder ihre Arbeit. Wer in Diskussionen laut wird oder ein aggressives Verhalten zeigt, verliert sein Gesicht und wird sein Ziel niemals erreichen. Es kann Ihnen leicht passieren, dass Sie als Tourist von Chinesen (z.B. bei einem Restaurantbesuch) zu einem Wetttrinken mit Hochprozentigem aufgefordert werden. Erfinden Sie am besten eine Ausrede (z.B. eine Allergie), wenn Sie nichts trinken möchten oder bestimmte Speisen nicht probieren wollen). Eine Ablehnung könnte sonst als unhöfliches Verhalten gewertet werden.
Kleidervorschriften und -empfehlungen
In China gibt es keine besonderen Kleidervorschriften. Achten Sie darauf, genügend Kleidung für unterschiedliche Temperaturen dabei zu haben und denken Sie unbedingt auch an regenfeste Kleidung für Schlechtwetter-Tage. Junge Chinesen in Großstädten sind oft erstaunlich trendbewusst "westlich" gekleidet, während ältere Chinesen meist in eher einfacher Kleidung zu sehen sind.
Küche
Die chinesische Küche ist auf der ganzen Welt berühmt, obwohl im eigentlichen Sinne keine einheitliche chinesische Kochtradition existiert. Chinas Küche ist regional ausgesprochen unterschiedlich. Typische Zutaten in Chinas Küchen sind Tofu, Sojasauce und Reiswein. Wichtigstes Nahrungsmittel ist natürlich Reis, während bei den Nutztieren vor allem Schweine, Hühner, Gänse und Enten beliebt sind. In Nordchina dominieren eher Getreidegerichte, während im Süden vorwiegend Reisgerichte gegessen werden. Auch sind die Speisen im Süden des Landes schärfer gewürzt als im Norden.
Wer mit der Befürchtung nach China reist, dort Insekten, Schlangen oder gar Hunde auf dem Teller vorzufinden, der kann beruhigt werden: Lediglich die kantonesische Küche kennt die Vorliebe für derartige Zutaten. In den anderen Regionen des Landes rümpft man darüber genauso die Nase wie in Europa.
Essen ist in China eine ausgesprochen kommunikative Angelegenheit. Gegessen wird in der Regel an runden Tischen, die Gerichte werden auf einer drehbaren Platte in der Tischmitte serviert. Der Besuch in einem chinesischen Restaurant ist für westliche Besucher oft ein wahres Abenteuer: Es wird geschmatzt, geschlürft, mit vollem Mund geredet und laut gelacht. Touristengruppen aus dem Ausland erhalten allerdings häufig eigene Speisezimmer zugewiesen, so dass Sie die wahre chinesische Tischkultur am besten bei Restaurantbesuchen "auf eigene Faust" erleben können. Dieses Abenteuer sollten Sie sich aber nicht entgehen lassen!
Als Tourist bekommt man praktisch immer Messer und Gabel neben den traditionellen Essstäbchen gereicht. Man bestellt in der Regel mehrere kleine Gerichte, Reis muss gesondert geordert werden und wird wie die Suppe oft als einer der letzten Gänge serviert. Als Getränke sind neben grünem Tee und Bier auch starke Spirituosen sehr beliebt, Wein hingegen ist weniger verbreitet (und wenn, dann entspricht er oft nicht unseren Geschmacksvorstellungen). Keine Sorge: Bei einer Gruppenreise wird sich Ihr Reiseleiter um die Bestellungen kümmern und Sie in alle Geheimnisse der chinesischen Küche einweihen.
Souvenirs
Souvenirs in China zu kaufen, kann schnell zur Sucht werden. Überall werden schöne Handwerksprodukte angeboten, und die Preise sind für westliche Besucher niedrig. Vergessen Sie auf Märkten jedoch das Handeln nicht! In größeren Geschäften ist das Handeln wiederum nicht üblich. In den Städten gibt Souvenirläden für Touristen, in denen überwiegend teure Andenken wie Seide, traditionelle chinesische Kleidung, Porzellanvasen oder Essbesteck erwerben kann. Wesentlich interessanter ist der Einkauf auf Märkten und in kleinen Läden mit Kunsthandwerk (dort kann man auch handeln). Besonders beliebt als Mitbringsel sind Stempel mit chinesischen Schriftzeichen, Kalligrafie (sowohl Zubehör als auch in chinesischer Schrift „gemalte“ Zeichen für westliche Namen), Seide, Tee und Teeservice sowie Jade und Kleidung oder Accessoires aus Seide. Auch chinesische Essstäbchen sind als Souvenir beliebt oder typisch asiatische Süßigkeiten, chinesischer Schnaps oder Saucen, Brühwürfel und ähnliches.












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