Flug mit Turkish Airlines über Istanbul nach Khartum (Flugdauer ab Istanbul ca. 4 Std., Ankunft gegen 2 Uhr Ortszeit). Alternativ Flug mit Lufthansa nach Khartum (via Jeddah, Flugdauer ca. 7 Std., Ankunft nach Ortszeit am späten Abend). Ihr Reiseleiter oder ein Beauftragter von Studiosus begrüßt Sie am Flughafen und begleitet Sie zum Hotel.
2. Tag: Khartum - moderne Metropole
Ausschlafen, entspannt frühstücken und akklimatisieren - am besten mit einem gemeinsamen Besuch des Nationalmuseums: Tempelfragmente, die beim Bau des Assuan-Staudamms vor der Überflutung gerettet wurden, und die frühchristlichen Fresken von Faras/Pachoras sind Zeugen einstiger Größe, die glitzernden gläsernen Wolkenkratzer der City zeugen vom Aufschwung des erdölreichen Sudan. Nach der Stadtrundfahrt beginnt die Expedition in die Basaltwüste im Osten des Nils - tosend bricht sich der Fluss in den Granitblöcken des sechsten Katarakts. 320 km. Drei Übernachtungen in einer guten Zeltlodge bei Meroe.
3. Tag: Antikes Meroe
Die spitzen und steilen Grabpyramiden der Könige von Kusch (UNESCO-Kulturerbe) lassen nur ahnen, wie mächtig das nubische Reich einst war - der monumentale Friedhof zählt 900 Bauwerke. Wir besichtigen auch die Ruinen der benachbarten Tempel und Paläste - schon damals floss das Wasser des Nils in ein luxuriöses Bad. Wer mag, klettert auf die antiken Schlackehalden, sie zeugen von der intensiven Nutzung der reichhaltigen Bodenschätze des Reiches, das regen Handel mit den Ländern des Mittelmeeres betrieb.
4. Tag: Archäologische Schätze in Naga
Auf dem Markt von Schendi feilschen wir mit den Händlern auf historischem Boden. An der Kreuzung der Karawanenwege wechseln seit Jahrhunderten Waren aller Art die Besitzer, früher zählte auch der Handel mit Menschen dazu. Karl Mays Roman „Sklavenkarawane“ beschreibt diese grausamen Praktiken. In Naga treten wir vor den imposanten Tempel des Löwengottes Apedemak, von Berliner Archäologen sorgsam erforscht (UNESCO-Kulturerbe). In der Sandsteinwüste von Musawwarat as-Sufra erleben wir ein einmaliges Ruinenlabyrinth, vom Winde verweht und konserviert (UNESCO-Kulturerbe). 200 km.
Optional Ihr Reiseleiter hat auch im Sudan ab und zu Alternativen zum Programm für Sie parat: Wenn Sie die Pyramidenwelt von Meroe so begeistert, dass Sie bleiben möchten, dann verzichten Sie doch auf Naga und erkunden Sie das weite Gebiet auf dem Rücken eines Kamels.
5. Tag: Durch die Bayudawüste
Neue Brücken ersetzen die alten Fähren, asphaltierte Highways erleichtern die Weiterfahrt - Straßen als Symbol des Fortschritts. Doch immer noch sehen wir Nomaden mit rastenden Schaf- und Ziegenherden am Wegesrand oder an den Wasserstellen - Zeugnis der nomadischen Tradition der Bayudawüste. Bizarr wirken die Gesteinsformationen in der Ferne, bizarr erscheinen auch die Relikte des Klosters Ghazali im Wadi Abu Dom. Einige Wasserstellen weiter überqueren wir erneut den Nil und erreichen Karima am Fuße des Dschebel Barkal. 370 km. Zwei Übernachtungen in Karima.
6. Tag: Dschebel Barkal - der „nubische Olymp“
Der rötliche Tafelberg misst nur 100 m, zählt aber in der Mythologie zu den ganz großen. Der „heilige Berg“ Dschebel Barkal diente ägyptischen Göttern als Sitz, nubischen Königen als Stätte der Regentschaft und den Karawanen zur Orientierung. Wir besichtigen die Ausgrabungen am Fuße des Berges; weg mag, kann auch über die weniger steile Nordflanke das Gipfelplateau erklimmen. Am Nachmittag besuchen wir den zweiten Teil der UNESCO-Welterbestätten der Region: den versteinerten Wald von El-Kurru und die fantasievoll ausgemalten Gräber der Pharaonen sowie die Ruinen von Napata. 60 km.
Optional Sie möchten sich am 6. Tag lieber der Botanik widmen? Dann besuchen Sie am Nachmittag die Plantagen von Karima an den Ufern des Nils, statt an den Ausflügen nach El-Kurru und Napata teilzunehmen. Vom Hotel führt ein kurzer Weg dorthin, und im Schatten der Dattelpalmen erklärt Ihnen vielleicht ein Bauer das ausgeklügelte Bewässerungssystem.
7. Tag: Der dritte Katarakt
Durch die Nubische Wüste und die fruchtbare Ebene von Dongola fahren wir dem dritten Katarakt des Nils entgegen. Inmitten der dünigen Sandwüste kultivieren heute Bewässerungsprojekte das Land, weil der Nil durchgängig reguliert ist: Die ersten beiden Katarakte verschlang der Nassersee, der vierte versank im Merowe-Stausee. Mit den Felsinschriften des dritten Katarakts bei Tumbos markierten die vordringenden Ägypter einst ihr Revier. Ganz in der Nähe droht allen Eindringlingen noch heute die unvollendete Statue eines der schwarzen Pharaonen. 270 km. Drei Übernachtungen in einem guten Zeltcamp in Tumbos.
8. Tag: Tempeltour am Nil entlang
Unser Weg führt gen Norden zu den großen ägyptischen Tempeln. Nahe des Dorfes Wawa überqueren wir den Nil und erreichen den Tempel von Soleb - ohne Zweifel einer der schönsten der altägyptischen Baumeister. Anschließend geht es zurück an die Ostseite des Nils. Wir folgen dem Fluss in nördlicher Richtung bis zur Insel Sai, welche lange Zeit als wichtiger strategischer Ort galt. Hier besichtigen wir die Reste aus der Kerma-Kultur, eines ägyptischen Tempels, christlicher Siedlungen sowie eines osmanischen Forts. Am Abend geht es zurück nach Tumbos.
9. Tag: Kerma, die uralte Kapitale
Auf nach Sebu: Die ersten Felsenbilder sind prähistorischen Datums, die jüngsten schufen die frühen Christen. Zum Mittagessen sind wir zurück im Camp. Anschließend geht es nach Kerma, in die ehemalige Metropole des altnubischen Königreichs. Dort leben auch heute noch die stolzen und hochgewachsenen Nubier mit eigener Sprache und Geschichte. Der Sudan zählt über 500 ethnische Gruppen und fast ebenso viele Sprachen, und die Konflikte um Landbesitz, Weiderechte oder Bodenschätze bestehen seit Ewigkeiten. Ihr Reiseleiter berichtet Ihnen vom fragilen Frieden zwischen Nord und Süd. 120 km.
10. Tag: Durchs bunte Nubien nach Karima
Unsere Route zurück in südlicher Richtung führt diesmal durch reich geschmückte Dörfer: Mal zieren Ornamente die Häuser, dann lassen bunte Naturfarben die Fassaden strahlen - mit großem Stolz kümmern sich die Frauen ums Schönerwohnen. Dazu gehört ganz selbstverständlich auch die Gastfreundschaft. Wir besuchen eine Familie und erhalten Einblick in den ländlichen Alltag und Antworten auf unsere Fragen. In Old Dongola beeindrucken die Reste einer Ruinenstadt aus frühchristlicher Zeit. 340 km. Zwei Übernachtungen in dem uns bereits bekannten Rasthaus in Karima.
11. Tag: Ein Tag nach Wunsch: Karima oder Niltal
Händler preisen lautstark ihre Auslagen an, die bunt gewandeten Kunden prüfen sorgsam die Waren, und auch wir mischen uns in das farbige Gewimmel auf dem Markt von Karima. Den weiteren Tag bestimmen Sie selbst: Tee trinken oder mit dem Reiseleiter einen Bootsausflug (35 €) auf dem Nil unternehmen, mit anschließendem Picknick im Palmenhain. Nach der Bootsfahrt geht es auf dem Landweg weiter nach Nuri (UNESCO-Kulturerbe). Fahrtstrecke 50 km.
12. Tag: Durch die Wüste
Auch auf dem afrikanischen Highway ist die Hölle los - Lastzüge mit über 30 m Länge sind keine Seltenheit, und wir halten an einem richtigen Truck Stop. Denn wo die Fernfahrer pausieren, da schmeckt es am besten! Dabei zeigen die harten Jungs durchweg gute Manieren, denn das Geschäft mit dem Kaffee oder Tee obliegt allein den Damen. Über Omdurman erreichen wir Khartum. 440 km.
13. Tag: Omdurman und Khartum
Das Goethe-Institut engagiert sich wieder im Sudan, über die Aufgaben und die Schwierigkeiten des Kulturaustauschs berichtet uns ein Mitarbeiter des Hauses. Wie geht Deutschland um mit einem Staat, dessen Präsident in Europa mit Haftbefehl gesucht wird? In Omdurman begegnen wir auf dem Großmarkt Menschen aus allen Teilen des Vielvölkerstaats, wir sehen das Mahdi-Mausoleum und besuchen das Museum im Khalifahaus, gefüllt mit Erinnerungsstücken aus der Zeit des Mahdiaufstandes. Am Nachmittag bleibt noch Zeit für den Erwerb von Souvenirs. Mit einem gemeinsamen Abendessen nehmen wir Abschied vom Sudan. Danach Fahrt zum Flughafen. Wer mit Lufthansa fliegt, startet kurz vor Mitternacht Richtung Frankfurt (Flugdauer ca. 7 Std.).
Optional Eine Alternative zum Besuch des Goethe-Instituts ist die Nilinsel Tuti. Im Herzen der beiden Großstädte hat dieses dörfliche Refugium überlebt. Die Bewohner der Obstoase wehren sich gegen Investorenpläne, die hier ein Resort für Touristen schaffen wollen.
14. Tag: Rückflug
Gegen 3 Uhr Flug mit Turkish Airlines nach Istanbul (Flugdauer ca. 4 Std.). Ankunft des Lufthansa-Fluges in Frankfurt gegen 6.30 Uhr. In Frankfurt und Istanbul jeweils Anschluss zu den anderen Orten.
Erklärtes Ziel von Studiosus ist es, zum Kennen- und Verstehenlernen anderer Länder, Menschen und Kulturen beizutragen und dabei innere und äußere Grenzen zu überschreiten. Alle Reisen müssen den hohen Erwartungen der Kunden gerecht werden, müssen von sozialer Verantwortung geprägt sowie ökologisch vertretbar sein.






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