Flug mit Turkish Airlines über Istanbul nach Addis Abeba (Flugzeit ab Istanbul ca. 5 Std., Ankunft nach Ortszeit gegen Mitternacht). Alternativ Flug mit Lufthansa von Frankfurt nach Addis Abeba (nonstop, Flugdauer ca. 6,5 Std., Ankunft gegen 21 Uhr). Ihr Reiseleiter oder ein Beauftragter von Studiosus begrüßt Sie am Flughafen der äthiopischen Hauptstadt (2360 m) und begleitet Sie zum Hotel. Zwei Übernachtungen in Addis Abeba.
2. Tag: Die äthiopische Metropole
Auf einer Rundfahrt lernen wir die erst vor 115 Jahren von Kaiser Menelik gegründete Stadt kennen. Nach der Besichtigung der Kathedrale treffen wir im Nationalmuseum Lucy, die älteste Äthiopierin. Schließlich stürzen wir uns auf dem Mercato, dem angeblich größten Markt ganz Afrikas, mitten hinein ins pralle Leben. Der späte Nachmittag bleibt ohne Programm, bevor wir in einem guten Restaurant zu Abend essen.
Optional Immer wieder eröffnet Ihnen Ihr Reiseleiter Möglichkeiten, den Tag nach Ihren eigenen Vorstellungen zu gestalten. Wenn Ihnen der Markt zu lebhaft ist, dann besuchen Sie doch stattdessen das ethnographische Museum im ehemals kaiserlichen Le'ul-Palast. Bemerkenswert ist vor allem die erstklassige Sammlung von Ikonen und Tragaltären, die Ihnen einen Einblick in die reiche christliche Kultur des Landes erlaubt.
3. Tag: Fahrt über Land
Die Überlandreise beginnt, und unsere Geländewagen klettern den kurvenreichen Tamarberpass hinauf. Vom Scheitelpunkt in 3250 m Höhe geht es hinunter in den Großen Grabenbruch, die geologische Sollbruchstelle Ostafrikas. Unterwegs halten wir immer wieder einmal an, und in den Dörfern bekommen Sie einen ersten Eindruck vom gemächlichen Lebensrhythmus der Äthiopier. Wir übernachten in Kombolcha in einem einfachen Hotel. 380 km.
4. Tag: Montags ist Markt in Bati
Bati ist bekannt für seinen Montagsmarkt, den größten und farbenprächtigsten in ganz Äthiopien. Hier gibt es alles, was die Nomaden brauchen: Getreide und Nahrungsmittel, Gewürze, Kaffee, Kleider. Seiler fertigen wie in uralten Zeiten Hanfseile, und Händler aus Somalia preisen ihre Kamele an. Am Nachmittag besuchen wir in Dese ein von der Studiosus Foundation unterstütztes Selbsthilfeprojekt von Frauen, die ihren Kindern eine bessere Zukunft ermöglichen wollen. 230 km. Sehr einfaches Hotel in Weldiya.
5. Tag: Ins Land der Amharen
Am Vormittag landschaftlich reizvolle Fahrt hinauf in die imposante Bergwelt von Lalibela. 170 km. König Lalibela gab dem entlegenen Gebirgsdorf (2600 m), das zum bedeutendsten Wallfahrtsort der äthiopischen Christen werden sollte, im 12. Jahrhundert seinen Namen. Die Höfe der Monolithkirchen von Lalibela (UNESCO-Kulturerbe) sind alle leicht geneigt. Absicht oder Unvermögen? Ihr Reiseleiter kennt die wahre Geschichte. Am Nachmittag besuchen wir die Südgruppe mit der oft fotografierten Georgskirche. Zwei Übernachtungen in Lalibela.
6. Tag: Heiliges Lalibela
Ein ganzer Tag in den Bergen von Lalibela. Am Vormittag besuchen wir die Felsenkirchen der Nordgruppe. Ein Abstecher führt uns nachmittags zur Kirche Neakuto Leab, die eindrucksvoll in den Bergen liegt und eine hochinteressante Sammlung von äthiopischen Prozessionskreuzen, Manuskripten und Ikonen besitzt. Schließlich nehmen wir an einer traditionellen Kaffeezeremonie teil, bei der junge Mädchen auch den Honigwein Tesch servieren.
Optional Wenn Sie auf den geführten Rundgang zu den Kirchen der Nordgruppe verzichten wollen, wenn Sie zudem Frühaufsteher und auch ein wenig sportlich sind, dann empfehlen wir einen Ausflug zu Fuß oder mit dem Muli zum Kloster Asheten Maryam.
7. Tag: Weiterfahrt nach Mekele
Wir verlassen Lalibela schon früh mit unseren Geländewagen, denn unsere heutige Etappe führt uns über mehrere Pässe der Ambalage-Berge in Höhen über 3000 m. Zahlreiche Fotostopps entschädigen uns für die zeitraubende Stoßdämpferteststrecke. Bei der Fahrt durch das Land wird deutlich, wie mühsam es für die Menschen ist, das Land zu bebauen - früher traten deshalb immer wieder Hungersnöte auf. Tagesziel ist Mekele, Hauptstadt der Provinz Tigre. 350 km.
8. Tag: Felsenkirchen in Tigre
Tigre ist die Wiege des äthiopischen Christentums. Unsere Route führt uns auf spektakulärer Strecke zu den Felsenkirchen Wukro Cherkos und Abreha Atsbeha. In Yeha sehen wir die Relikte des ältesten Tempels in Äthiopien und die Kirche Abba Aftse, bei Adua werden wir an den Sieg der äthiopischen Armee über das italienische Kolonialheer erinnert. 320 km. Zwei Übernachtungen in Axum.
9. Tag: Die antike Hauptstadt
Bis heute ist Axum Zentrum und Pilgerort des äthiopischen Christentums, der Überlieferung nach auch der Aufbewahrungsort der Bundeslade mit den Gesetzestafeln des Moses. Wir besichtigen eingehend die alte Königsstadt (UNESCO-Kulturerbe) mit dem Bad der Königin von Saba und den berühmten Stelen. Der von Mussolini geraubte Obelisk wurde erst 2005 wieder nach Axum zurückgebracht.
Optional Wenn Sie sich nach dem Besuch des Stelenwaldes aus dem gemeinsamen Rundgang ausklinken wollen, empfehlen wir einen Ausflug mit dem Geländewagen zum antiken Steinbruch mit uralten Löwenskulpturen, Wahrzeichen der äthiopischen Kaiserdynastie.
10. Tag: Über das Dach Afrikas
Mit ihren wilden Schluchten, steilen Felswänden und Tafelbergen werden die Semienberge auch „Spielplatz der Götter“ genannt. Am Wolkefitpass kreisen die Geier. In Debark besuchen wir ein Projekt zur Förderung von Bauernkindern und gewinnen im Gespräch mit der Leiterin einen tiefen Einblick in die soziale Wirklichkeit Äthiopiens. Unser Hotel liegt in Debark am Fuß der Semienberge, dem höchsten Bergzug Äthiopiens, der bis über 4600 m ansteigt (UNESCO-Naturerbe). 300 km.
11. Tag: Die Kaiserstadt Gondar
In vielen Kurven geht es hinab ins Gebiet der Falascha, einer Volksgruppe jüdischen Glaubens, die in den 1980er Jahren nach Israel ausgesiedelt wurde. Tagesziel ist Gondar (UNESCO-Kulturerbe), vom 17. bis zum 19. Jahrhundert die Residenz der äthiopischen Herrscher. Im Schlossbezirk bestaunen wir die architektonischen Spuren, die die Kaiser hinterlassen haben. Das Kloster Debre Berhan überrascht durch seinen einzigartigen Wand- und Deckenschmuck. 130 km.
12. Tag: Die Wasserfälle des Nils
Vormittags Fahrt von Gondar um den Tanasee nach Bahar Dar. Am Nachmittag fahren wir nach Tisisat, in der Übersetzung „Wasser, das raucht“. Hier stürzte der Blaue Nil auf einer Breite von 400 m in die Tiefe – heute aber nur noch, wenn die Turbinen des nahen Kraftwerks gerade einmal nicht laufen! Ihr Reiseleiter weiß einiges über das für den Sudan und Ägypten so lebensnotwendige Nilwasser - fragen Sie ihn, dann sprudelt er los. 250 km.
Optional Wenn Sie am Nachmittag lieber etwas Ruhe haben wollen, dann bleiben Sie doch im Hotel, machen Sie es sich einfach im Hotelgarten bequem und schmökern Sie in der Autobiografie des in Deutschland lebenden äthiopischen Fürsten Asfa-Wossen Asserate: „Ein Prinz aus dem Hause David“.
13. Tag: Klöster im See
Die Inselklöster im Tanasee sind spirituelle Zentren des äthiopischen Christentums. Eine Bootsfahrt am Vormittag bringt uns auf die paradiesisch anmutende Halbinsel Zeghie mit dem Kloster Ura Kidane Mehret, das - keine Selbstverständlichkeit in Äthiopien - auch Frauen besichtigen dürfen. Zurück in Bahar Dar zieht der Markt Käufer und Händler der gesamten Gegend und auch uns magisch an. Nachmittags einstündiger Flug von Bahar Dar nach Addis Abeba. Nach dem Abendessen ist Boarding Time. Kurz vor Mitternacht Abflug mit Lufthansa nach Frankfurt, gegen 1 Uhr startet Turkish Airlines nach Istanbul (Nachtflüge, jeweils nonstop, Flugdauer ca. 7 bzw. 5 Std.).
14. Tag: Back home
Morgens Ankunft in Istanbul bzw. Frankfurt und Anschluss zu den anderen Orten.
Erklärtes Ziel von Studiosus ist es, zum Kennen- und Verstehenlernen anderer Länder, Menschen und Kulturen beizutragen und dabei innere und äußere Grenzen zu überschreiten. Alle Reisen müssen den hohen Erwartungen der Kunden gerecht werden, müssen von sozialer Verantwortung geprägt sowie ökologisch vertretbar sein.






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