Sie reisen individuell nach Brüssel, wo Sie Ihr Studiosus-Reiseleiter begrüßt. Gemeinsam heben wir am Nachmittag mit Brussels Airlines ab in Richtung Afrika. Schon nach knapp sechs Stunden landen wir in Ouagadougou, der Hauptstadt Burkina Fasos. Beim gemeinsamen Abendessen lernen Sie die anderen Gäste Ihrer Gruppe kennen. Zwei Übernachtungen in Ouagadougou.
2. Tag: Die Malkunst der Kassena
Kaum angekommen, fahren wir bereits ins tiefste Afrika hinein. Ein ganztägiger Ausflug führt uns nach Tiébélé im Grenzgebiet zwischen Burkina Faso und Ghana. Hier lebt das Volk der Kassena: Mit den Händen malen die Frauen jedes Jahr nach der Regenzeit verschiedene Muster und Symbole auf die Lehmwände der Häuser: Scherben der Wasserkrüge, Flügel der Fledermaus, Fischernetze - Ihr Reiseleiter hilft gerne beim Entschlüsseln der mythologischen Botschaften. 320 km.
Optional Ihr Reiseleiter hat auch in Westafrika ab und zu Alternativen zum Programm parat. Wenn Sie sich noch etwas akklimatisieren möchten und Ihnen der Ausflug zu anstrengend ist, dann bleiben Sie doch in Ouagadougou und bummeln Sie über die Boulevards und den Markt, wo Sie sich ein wenig in der hohen Kunst des Feilschens üben können!
3. Tag: Große Oper in Ouagadougou
Das Leben in der Hauptstadt Burkina Fasos spielt sich auf der Straße ab. Uralte Taxis, Herden von Fahrrädern und Mopeds, Eselskarren, Träger, die ihre Lasten auf dem Kopf transportieren - ein unglaubliches Gewimmel. Am Straßenrand bieten Händler ihre Waren an, in Freiluftrestaurants können Sie ein Bier trinken und der scheppernden Musik zuhören, während Hühner und Ziegen zwischen den Tischen nach etwas Essbarem suchen. Der Barbier wirbt mit einem farbenfroh gemalten Schild und rasiert seine Kundschaft unter einem Mangobaum. In diesem großartigen afrikanischen Durcheinander legten der Architekt Diébédo Francis Kéré und der kurz darauf verstorbene Theaterregisseur Christoph Schlingensief im Juni 2010 den Grundstein zu einem Operndorf. Wir fahren zum Ort der Grundsteinlegung und informieren uns, ob seither weitergebaut wurde. In einer traditionellen Gießerei demonstrieren uns Arbeiter, wie Gelbguss funktioniert und Altmetall in Kunst verwandelt. Das Nationalmuseum zeigt wunderschöne Masken und stimmt ein auf die kommenden Tage. Am Nachmittag reisen wir weiter durch den Busch nach Fada N'Gourma. 220 km.
4. Tag: In die Atakoraberge
Bingo! Unter diesem Namen wurde Fada N'Gourma einst gegründet. Es ist der wichtigste Ort im Gebiet der Gourmantché, die ganz traditionell vom Hirseanbau leben. Wir besuchen eine typische Siedlung und lernen im Gespräch viel über das Leben im Sahel - und können ein Gefühl davon bekommen, wie der Klimawandel und das Voranschreiten der Wüste traditionelle Lebensräume bedrohen. Wir überqueren die Grenze zu Benin und gelangen durch tiefe Schluchten in die Atakoraberge. Auf der Flucht vor arabischen Sklavenhändlern zogen sich die Somba in die unwegsamen Atakoraberge zurück. Die aus Lehm gebauten Gehöfte - Vorbild für die Bauten Le Corbusiers? - erinnern an mittelalterliche Burgen, mit phallischen Fetischen vor den Türen. Bei unserem Besuch versuchen wir, diese geheimnisvolle Welt ein wenig besser zu verstehen. 290 km. Zwei Übernachtungen in Natitingou.
5. Tag: Der Berg der Fetischpriester
Zu Fuß erkunden wir (3 Std., leicht, 200 m 200 m) die alten Dörfer der Yom inmitten der gleichnamigen Berglandschaft. Die Dächer der Rundhütten sind mit Terrakottatöpfen geschmückt. Wir begegnen in Ziegenhäute gehüllten Fetischpriestern und ihren Schülern. Die Hütten befinden sich über einer archäologischen Stätte - vielleicht sind die ansässigen Menschen Nachkommen eines Volkes, das auf geheimnisvolle Weise vor etwa 400 Jahren verschwand. Anschließend erkunden wir eine Siedlung der Fulani, Viehhirten mit einer für uns geheimnisvollen Kultur. 80 km.
Optional Sie möchten heute einen Ruhetag einlegen? Kein Problem. Unser Hotel bietet einen in dieser entlegenen Gegend unerwarteten Komfort und besitzt auch einen Swimmingpool. Gestalten Sie den Tag, wie Sie wollen. Unser Tipp: ein Bummel über den Markt, den bedeutendsten im Norden Benins.
6. Tag: Zur Königsstadt Abomey
Baobabs - Affenbrotbäume - säumen unseren Weg durch die Savannenlandschaft mit ihren Zebuherden im Norden Benins. Auf unserem Weg gen Süden stoppen wir bei Savalou am Fetisch von Dankoli, in gewissem Sinne das Tor zur Welt des Voodoo. Von weit her kommen die Menschen, stecken einen Holzstock in den Boden, um ihren Gebeten Nachdruck zu verleihen, und opfern je nach Anliegen eine Ziege, ein Huhn, ein Kalb - der Geruch von Blut, Palmöl und dem lokalen Schnaps Sodabi liegt über dem Ort. Nachmittags erreichen wir Abomey, die Hauptstadt des ehemaligen Königreiches Dahomey. Eingehende Besichtigung des Königspalastes (UNESCO-Kulturerbe), dessen Harem bis zu 4000 Frauen beherbergte. In der Mitte des Königshofes steht ein Tempel, der aus einer Mischung von Lehm und Blut erbaut wurde. Übernachtung im nahen Bohicon (sehr einfaches Hotel). 420 km.
7. Tag: Ganvié und Grand Popo
Weiterreise nach Süden. Ein Boot bringt uns nach Ganvié, der größten Pfahlbausiedlung Afrikas. Die 25000 Bewohner, Angehörige des Volkes der Tofinou, leben hier von Fischzucht und Fischfang und haben viele alte Sitten bewahrt. Auf bewundernswerte Weise haben sie es geschafft, die Ökologie im Gleichgewicht zu halten und eine nachhaltige Fischwirtschaft zu betreiben. Mit Leichtigkeit bewegen sie ihre Kanus über die Lagune. Weiterreise an der Küste entlang nach Grand Popo, wo uns Tänzer die eindrucksvolle Zeremonie des akrobatischen Zangbeto-Maskentanzes vorführen. 200 km.
8. Tag: Land des Voodoo
Der Voodookult hat seine Wurzeln im Süden Togos und Benins. Wir machen einem traditionellen Dorfheiler und Voodoopriester unsere Aufwartung, der afrikanische Kräutermedizin mit Voodoo verbindet. Und wir sind eingeladen, an einer Tanzzeremonie teilzunehmen, deren eindringliche Rhythmen die Tänzer in Trance versetzen. Weiterreise nach Togo und Rundfahrt durch Lomé: Wir sehen uns auf dem Zentralmarkt und dem Fetischmarkt um, seines Zeichens der größte von ganz Afrika. Wollen Sie lieber einen Affenschädel erstehen oder das Pulver aus den Flügeln von Vampiren? 100 km.
Optional Möchten Sie eigene Wege gehen? Wenn Sie mehr über die Völker Togos erfahren wollen, dann besuchen Sie doch anstelle des Marktes das Nationalmuseum! Es besitzt eine sehenswerte Sammlung von alten Musikinstrumenten und „Donnersteinen“, die früher als Zahlungsmittel dienten.
9. Tag: Glasperlenspiel
Zum letzten Male während dieser Reise an der Grenze angestanden, dann sind wir in Ghana. Das Volk der Krobo ist berühmt für die Herstellung von Glasperlen, die überall in Afrika hoch geschätzt werden. Wir besuchen eine Manufaktur, anschließend geht es weiter nach Akosombo zur Staumauer des Voltasees, des größten künstlichen Sees der Erde. Ihr Reiseleiter schildert Ihnen die Hintergründe, die in den 1950er Jahren zum Bau dieses gewaltigen Stausees geführt haben. In einer Weberei sehen wir, wie Kentestoff hergestellt wird, den die Einheimischen traditionell als Toga tragen. Übernachtung in Akosombo. 190 km.
10. Tag: Auf nach Kumasi
Auf dem Weg von Akosombo nach Kumasi heißt das Thema Fußball: Die Stadt gilt als Fußballhauptstadt Westafrikas, aus der viele gute Spieler stammen. Mancher kennt vielleicht noch Sammy Kuffour, lange Jahre Spieler bei Bayern München sowie in der Nationalmannschaft Black Stars, Stolz des Vielvölkerstaates. Erinnern Sie sich noch an das Elfmeterdrama bei der Fußballweltmeisterschaft 2010? Ankunft in Kumasi gegen Mittag. 280 km. Am Nachmittag wollen wir versuchen, an einer Totenfeier teilzunehmen - in diesem Landstrich keineswegs eine traurige Angelegenheit, sondern ein buntes, großes Fest. Zwei Übernachtungen in Kumasi.
11. Tag: In Kumasi
Heute begegnen wir der großen Geschichte des Ashanti-Volkes, das sich als letztes den britischen Kolonialherren beugte; inzwischen verstehen sich der Ashantene, der König der Ashanti, und die Queen ganz gut! Die Könige haben bis heute großen Einfluss auf das politische Geschehen in Ghana, auch wenn sie offiziell kein Amt bekleiden. Im Kulturzentrum präsentieren Weber, Holzschnitzer, Töpfer, Silberschmiede die große handwerkliche Tradition dieses Volkes! Auf dem riesigen Markt, vielleicht dem größten ganz Westafrikas, finden Sie das Nonplusultra an Geschäftstüchtigkeit und Produktideen. Kaufen Sie sich einen Stoff, lassen Sie sich von einem flinken Schneider Ihre Maße nehmen - und nach wenigen Stunden gehört ein Kleidungsstück aus purer Lebensfreude Ihnen!
Optional Wem die Stadt Kumasi zu heiß und zu hektisch ist, dem bietet sich die Gelegenheit zu einem Ausflug zum beschaulichen Lake Bosumtwi, der durch einen Meteoriteneinschlag entstand und den Ashanti heilig ist. Am Ufer gibt es ein kleines Hotel mit Restaurant, und Sie können sogar gefahrlos im See baden.
12. Tag: Wipfeltour im Nationalpark Kakum
Auf unserer Fahrt nach Süden passieren wir das Gebiet der Goldminen um Obuasi und Dunkwa, die seit Jahrhunderten ausgebeutet werden und bis heute äußerst ertragreich sind. Zur besten Zeit spazieren wir über das grüne Blätterdach des Regenwaldes: Das Hängebrückennetz des Kakum-Nationalparks ist gut 350 m lang, zwischen 20 und 40 m hoch und macht den Canopy Walk unvergesslich, wenn oben die Schmetterlinge flattern und sich unten das üppige Grün der Farne und der Frangipanibäume leise im Lufthauch bewegt. Mit unserem Guide sprechen wir über das sensible Ökosystem und schwingen dabei auf der Brücke ein wenig hin und her wie die Affen an den Lianen. Am späten Nachmittag erreichen wir Elmina und unser Hotel - Pool oder Meer, das ist jetzt die Frage. 300 km. Zwei Übernachtungen in einem Hotel am Strand.
13. Tag: Elmina - frischer Fisch und Flipflops
Das Fischerdorf Elmina blickt auf eine bewegte Geschichte zurück: Portugiesen suchten das Gold, die Holländer verlegten sich auf den Menschenhandel, die Briten brauchten das Land rein fürs Prestige, und wir schauen uns an, wie die Ghanaer heute mit ihren historischen Festungen umgehen. In den 1990er Jahren wurden die Befestigungen von Elmina und Cape Coast renoviert und unter Schutz gestellt (UNESCO-Kulturerbe). Suchen Sie nach den Drehorten von Werner Herzogs „Cobra Verde“! Oder fragen Sie beim Baden am Strand die Einheimischen nach ihren Eindrücken vom Besuch Barack Obamas im Jahre 2009!
14. Tag: Accra - das moderne Afrika
Palmen statt Glaspaläste, Märkte statt City-Galerien: Die Drei-Millionen-Metropole Accra ist zwar Ghanas Hauptstadt und Handelszentrum, ihr fehlt jedoch das Imponiergehabe manch anderer afrikanischer Hauptstadt. Im Nationalmuseum sehen wir noch einmal die Schätze der Ashanti. 210 km. Gegen 21.30 Uhr Abflug mit Brussels Airlines in Richtung Europa (Flugdauer ca. 6 Std.).
15. Tag: Back home!
Wir landen gegen 5 Uhr in Brüssel. Anschluss zu den anderen Orten.
Erklärtes Ziel von Studiosus ist es, zum Kennen- und Verstehenlernen anderer Länder, Menschen und Kulturen beizutragen und dabei innere und äußere Grenzen zu überschreiten. Alle Reisen müssen den hohen Erwartungen der Kunden gerecht werden, müssen von sozialer Verantwortung geprägt sowie ökologisch vertretbar sein.







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