Zubringerflug mit Iberia von Frankfurt, München, Düsseldorf oder Berlin nach Madrid. Mittags gemeinsamer Weiterflug mit LAN Airlines über Guayaquil nach Quito (Flugdauer ab Madrid ca. 14 Std.). Ankunft nach Ortszeit am Abend (Abendessen im Flugzeug). Zwei Übernachtungen in Quito.
2. Tag: Quito - koloniales Kleinod
Ein Tag in Quito, der mit 2800 m zweithöchsten Kapitale der Welt. Die Luft ist dünn, der Atem noch flach? Kleiner Tipp: Sauerstoff im Übermaß spendet der Park gegenüber dem Hotel. Fit am Nachmittag? Auf unserer City-Tour erkunden wir die Altstadt (UNESCO-Kulturerbe). Ganze 500 Jahre Architekturgeschichte entfalten sich hier vor unseren Augen! Schneeweiße Fassaden und kornblumenblaue Fenster wetteifern mit Kirchen und Konventen. Welche fünfte Fassade Quito schmückt, entdecken wir auf dem Panecillo-Hügel. Lust auf einen individuellen Absacker zur Nacht? Gute Aussichten und eiskalte Drinks verspricht das El Ventanal in der Calle Nicaragua, aber Ihr Studiosus-Reiseleiter hat noch andere Tipps auf Lager.
3. Tag: Kurs null Grad Nord nach Pahuma
Schuhe geschnürt, Rucksack gepackt? Haben Sie auch an eine Wasserflasche gedacht? Dann dem Reiseleiter nach! Schon nach den ersten Kilometern hält Mutter Natur heute ein besonderes Rätsel für Sie parat. Schauen Sie doch mal auf Ihren Kompass. Spielt er verrückt oder bleibt er stehen? Schuld ist so oder so die Nulllinie am Äquator, auf dem wir gerade stehen! Dann wandern wir (2 Std., leicht, 200 m 200 m) im Naturreservat Pahuma. 260 Orchideenarten blühen zwischen den Nebelschwaden; Schmetterlinge umschwirren uns, umspielt von kristallklaren Kaskaden!
4. Tag: Auch Vulkane lieben und leben
Aufgeregt laufen uns gackernde Hühner über den Weg, Frauen weben vor ihren Holzhütten farbenfrohe Teppiche - das Andendorf Peguche gibt sich wie anno dazumal. Der Schulgong ertönt. Der Unterricht beginnt - auch für uns. Schon bald erfahren wir von Lehrer Carlos und den Kindern, wie sie hier mithilfe der Studiosus Foundation eine bessere Zukunft anstreben. Auf unserer Rundwanderung (4 Std., mittel bis anspruchsvoll, 450 m 450 m) um den Cuicochasee auf bis zu 3500 m am Fuße des Cotacachi-Vulkans hören wir von den unglaublichsten Sagen: von Vulkanen, die sich in Liebhaber verwandeln, von geraubten Kindern und eifersüchtigen Titanen. Zeit für ein Picknick. Abends dann eine Spezialität: Cuy - gegrilltes Meerschweinchen! Probieren Sie den krossen Leckerbissen beim Dinner in Peguche? 70 km.
Optional Lust auf Extratouren? Ihr Reiseleiter hat immer wieder Alternativen zum Programm parat. Sein Tipp: statt des Cuicochasees lieber die Hauptstraße von Cotacachi! Zahlreiche Boutiquen „ziehen hier kräftig vom Leder“ und bieten Jacken, Mäntel und Geldbörsen, mit denen Sie im Nu Ihre Koffer füllen können. Fans von Historischem bieten sich alternativ im Museo de las Culturas tiefe Einblicke ins Andenleben - von der skurrilen Kondorknochenflöte bis zum Spielzeugkreisel ist alles zu finden.
5. Tag: Otavalo und eine heiße Erfahrung
Otavalo begrüßt uns. Auf dem berühmten indianischen Markt an der Plaza del Poncho stürzen wir uns ins Gewühl. Teppiche, Taschen, knallbunte Mützen - die Auswahl an handgemachten Textilien ist schier unfassbar. Unsere Fahrt geht weiter gen Süden. Herb umfängt uns die Landschaft auf ca. 4100 m Höhe im Cayambe-Coca-Nationalpark. Lagunen säumen die Wege hinunter nach Papallacta (4 Std., leicht, 100 m 450 m). Am Abend spenden heiße Thermalbäder Kraft für die nächsten Tage, und für kleines Geld bringen Sie Massagen im Hotel-Spa (3330 m) wieder in Form. 150 km.
6. Tag: Rund um den Cotopaxi
Willkommen zum Gipfeltreffen der Giganten. Schnaufend erheben sich der Imbabura, Antisana, Illiniza und ihre anderen 19 Felskameraden auf der Allee der Vulkane. Einst versuchte hier Alexander von Humboldt, den „Thron des Mondes“, den 5897 m hohen Cotopaxi, zu bezwingen. Wem es schließlich erstmals gelang, den Blick vom Feuerschlund aus in die Ferne zu richten, verrät Ihr Reiseleiter. Am Fuße des Lavaberges wandern wir (3 Std., leicht bis mittel, 0 m 200 m) um den 3800 m hoch gelegenen See Limpiopungo. Wildpferde scharren mit den Hufen, Kondore kreisen über Schlackefeldern. Am späteren Nachmittag erreichen wir die Hazienda Leito. Glutrot versinkt die Sonne über dem aktiven Tungurahua-Vulkan. Oder ist es die Lava, die so leuchtet? In jedem Falle ideal, um die Füße hochzulegen und bei einer Tasse Tee das Spektakel zu erleben. 280 km.
7. Tag: Im Garten Eden
Der Garten Eden sollen sie sein, die Täler und Höhen rund um den kleinen Ort Banos (1800 m). Kaum haben wir auf unserer Wanderung (3 Std., leicht bis mittel, 0 m 450 m) die ersten Pfade betreten, wird klar, warum: Orchideen und Vögel in Tausenden von Farben; aufbrausende Wasserfälle und sattgrüne Dschungellandschaften vereinen sich zu einem Spektakel für die Sinne. Laut Legende soll sich dazwischen ein alter Inkaschatz verstecken. Doch wo früher noch Schmuggler, Schnapsbrenner und Zuckerrohrbarone den Goldrausch suchten, begegnen wir heute nur noch Wallfahrern und Kurbesuchern, die Glück und Ruhe unter den Augen der Heiligen Jungfrau erhoffen. Pause für unsere Füße bringt der Bus am Nachmittag. Wir rollen nach Riobamba (2750 m). 100 km.
Optional Wie möchten Sie den Garten Gottes erkunden? Per pedes oder auf einem Drahtesel? Mountainbikes und Helme stehen in Banos zum Ausleihen bereit. Eine Erfahrung fürs Leben verspricht vor allem der Pastaza-Canyon auf der Route der Wasserfälle.
8. Tag: Auf den Spuren der Inkas
Auf der Panamericana fahren wir gen Süden. Hinter Grasbüscheln erheben sich Quader. Die bedeutendste Inkastätte Ecuadors, Ingapirca, kündet sich an - Bittplatz für die Gunst von Sonne, Mond und Sternen. Laut Legende sollen hier nachts die Gestirne vom Himmel fallen. Ein Hauch von Europa weht uns in Cuenca (2530 m) entgegen (UNESCO-Kulturerbe). 280 km. Noble Kolonialbauten wechseln sich auf unserem Stadtgang mit verschnörkelten Brunnen ab, duftend setzt der Blumenmarkt Ecuadors Exportschlager in Szene: Rosen. Gewaltig stößt dahinter die Kathedrale gen Himmel.
9. Tag: Hochanden und Pazifik
Lust auf ein echtes Ökowunder? Dann los zum Cajas-Nationalpark! Kolibris umkreisen wie Spielzeughubschrauber die 230 Lagunen; Orchideen, Farne und Moose verströmen ihre Aromen. Wir wandern (2 Std., mittel, 150 m 150 m) auf luftigen 3800 m über den Páramo. Spektakulär windet sich vor uns eine Straße ins Tal. Tropisch heiße Luft schlägt uns im Tiefland entgegen. Ein süßer Geruch weist uns den Weg: Auf einer Kakaoplantage sehen wir den ganzen Stolz des Andenstaates: Arrita und National - beste Sorten als Zutaten für Edelschokoladen. Sie möchten alles über Anbau, Verarbeitung und Arbeitsbedingungen erfahren? Freddy von der Kooperative UNOCACE und Ihr Reiseleiter freuen sich auf Ihre Fragen. Warum ist eigentlich der US-Dollar Landeswährung? Tosend empfängt uns am Nachmittag Guayaquil - die Küstenstadt am Pazifik. 250 km.
10. Tag: Flug nach Baltra
Im Fluge erreichen wir Baltra. Knatternd setzt sich dann unsere Fähre in Bewegung und nimmt Kurs auf das benachbarte Santa Cruz. Kaum an Land, trauen wir unseren Augen nicht: Tut sich da vorne etwa der Boden auf? Überwuchert von Bromelien, Sonnenblumenfeldern und Farnen drücken sich die beiden Zwillingskrater Los Gemelos in die Erde. Krakeelend zerschneiden Rubintyrannen die Stille. Neugierig, herauszufinden, welche niedlichen Gesellen sich hinter dem monströsen Namen wichtigmachen? Wir wandern (2 Std., leicht, 0 m 0 m) weiter ins Hochland. Gemächlich kriechen uns Riesenschildkröten entgegen - die Wappentiere der Inseln.
11. Tag: Die Insel Bartolomé
Surreal schön öffnet sich drei Bootsstunden von Santa Cruz entfernt die Vulkaninsel Bartolomé. Schwarzbraune Lavafelsen verschmelzen in unserer Wahrnehmung mit sattgrünen Wäldern und schneeweißen Sandstränden. Knarzend führen uns Holzstege (1 Std., leicht, 100 m 100 m) zum Aussichtspunkt auf ausgehöhlte Tuffkegel: Pinnacle Rock. Beim Schnorcheln am angrenzenden Sandstrand watscheln uns zutraulich Galápagos-Pinguine entgegen.
12. Tag: Floreanas Siedler
Mit dem Schnellboot erreichen wir nach ca. zwei Stunden die Insel Floreana. Seelöwen rekeln sich in der Sonne, Albatrosse setzen neben unserem Hotel auf der Loberia zu einer Bruchlandung an. Idyllisch, nicht? Vor Dorfklatsch schützt das dennoch nicht. Wie eine liebestolle Baronin hier für wilde Wogen sorgte und der Zahnarzt des Ortes mit einem Eisengebiss vorsorgte, erzählt uns die deutsche Auswandererfamilie Wittmer in unserem Hotel. Wo Piraten ihre Schätze versteckten, verfolgen wir danach Schritt auf Tritt auf unserer Wanderung (3 Std., mittel, 100 m 100 m) durch die spannende Siedlungsgeschichte.
13. Tag: Isabela und ihre Schildkröten
Eine Fahrt mit dem Schnellboot (ca. 2 Std.) bringt uns zu der größten Insel des Archipels - Isabela. Nach dem Mittagessen besuchen wir die Schildkrötenaufzuchtstation der Insel und erleben die Riesenschildkröten in ihrer ganzen Faszination. Welche Eigenheiten Riesenschildkröten aufweisen und wie man die Arterhaltung auf den Galápagos-Inseln pflegt, darüber informiert uns ein Museum. Zwei Übernachtungen in einem einfachen Strandhotel.
14. Tag: Vulkankrater in Sicht!
Schnaufend und stöhnend begrüßt uns der Vulkan Sierra Negra. Aktiv war der zweitgrößte Krater der Welt zuletzt 2005! Schnell noch ein Stoßgebet zum Wettergott, denn ist dieser uns hold, können wir heute auf unserer Wanderung (4 Std., mittel, 250 m 250 m) die Nachbarinseln erkennen und beim Picknick den Blick in die Ferne lenken. Geschafft? Am Nachmittag haben Sie alle Zeit der Welt, neue Kraft am Strand vor dem Hotel zu tanken. Abends gehen Sie dann selbst auf kulinarische Entdeckung.
15. Tag: Auf die Hauptinsel
Bei einer kurzen Wanderung (1,5 Std., leicht, 0 m 0 m) auf Las Tintoreras können wir in einer Lavaspalte Weißspitzhaie beobachten. Auf vorgelagerten Felsblöcken haben sich Pinguine, Seelöwen und die tollpatschigen Blaufußtölpel niedergelassen. Per Schnellboot geht es zurück nach Puerto Ayora (ca. 2,5 Std.). Vor dem Hafen schaukeln Motoryachten und Kreuzfahrtschiffe. Kaum vorstellbar, dass sich auf Santa Cruz früher nur 30 Einwohner und zwei Esel trafen. Welchen Einfluss der Tourismus auf den Naturschutz hat, erfahren wir am Nachmittag in der Charles-Darwin-Forschungsstation. Große Anstrengungen wurden zuletzt unternommen, um den wertvollen UNESCO-Naturerbe-Stempel nicht zu verlieren. In der Station lernen wir auch George kennen, Lonesome George. Gute 120 Jahre alt, harte Schale, weicher Kern! Warum die betagte Riesenschildkröte die Wissenschaftler lange zur Verzweiflung brachte und wie es den Biologen gelang, das Herz des gattungsunwilligen Eigenbrötlers endlich für ein Weibchen schneller schlagen zu lassen, verrät Ihnen Ihr Reiseleiter. Sie haben weitere Fragen an die Wissenschaftler? Gerne. Nur zu!
16. Tag: Santa Cruz - tierisch schön!
Per Boot geht es von Puerto Ayora auf die Ostseite der Insel Santa Cruz. Dicht an dicht stehen Balsabäume auf der kleinen Insel Seymour Norte. Prachtfregattvögel, Blaufußtölpel und Seelöwen beäugen unsere Schritte (1,5 Std., leicht, 0 m 0 m), Landleguane naschen an Opuntien, den Feigenkakteen. Noch mehr gute Aussichten verspricht der Rundwanderweg (1,5 Std., leicht, 0 m 0 m) zu den Steilklippen. Abends empfiehlt Ihnen Ihr Reiseleiter eine seiner Lieblingskneipen am Hafen.
Optional Wenn Sie heute lieber auf eigene Faust Galápagos erkunden wollen, dann verzichten Sie auf den Bootsausflug nach Seymour Norte und Plaza und • wandern Sie von Puerto Ayora zur Schildkrötenbucht Bahia de Tortugas (2 Std., leicht, 0 m 0 m) an der ruhigen Playa Mansa! Doch Achtung: Meerechsen haben Vorfahrt!
17. Tag: Rückflug nach Guayaquil
Vormittags Flug nach Guayaquil. Lust, die größte Metropole des Landes nach unserer kurzen City-Tour selbst zu erobern? Wie sich das Aschenputtel Ecuadors in eine schöne Prinzessin verwandelte, können Sie besonders eindrucksvoll an der Uferpromenade Malecón und im Künstlerviertel Las Penas verfolgen. In den Lokalen üben Musiker den Auftritt fürs Leben; Minirockschönheiten und Machos bringen die Bürgersteige zum Beben. Tropenzoo und Freilichtmuseum vereint dagegen der Parque Histórico. Pfeifen Sie sich ein Taxi heran, um sich zum Vergnügungspark kutschieren zu lassen! Stilecht verabschieden wir uns von Ecuador beim Dinner in einem landestypischen Restaurant. Je nach Geschmack und Saison mit fangfrischen Ceviche oder Locro - deftig heißer Kartoffelsuppe.
18. Tag: Abflug von Ecuador
Worauf haben Sie heute noch Lust: auf eine Runde im Pool oder auf Stadtansichten? Ein besonderes Souvenir gefällig? Wie wäre es mit handgerollten Zigarren aus der Manufaktur La Clemencia? „Vorglühen“ lassen können Sie diese in der Diva Nicotina. Zündelndes anderer Art zeigt das Feuerwehrmuseum und setzt eindrucksvoll in Szene, wie zahlreiche Brände die Stadt am Rio Guayas bis Ende des 19. Jahrhunderts zerstörten. Und den Fußspuren Che Guevaras können Sie in Las Penas folgen - im Lieblingsviertel des Freiheitskämpfers. Nachmittags geht es zum Flughafen. Mit LAN Airlines fliegen wir den Sternen und Madrid entgegen (Flugdauer ca. 11 Std., Abendessen im Flugzeug).
19. Tag: Wieder zu Hause
Ankunft am Mittag in Madrid. Weiter nach Frankfurt und Anschluss zu den anderen Flughäfen oder Flug mit Iberia von Madrid direkt nach Berlin, Düsseldorf oder München.
Erklärtes Ziel von Studiosus ist es, zum Kennen- und Verstehenlernen anderer Länder, Menschen und Kulturen beizutragen und dabei innere und äußere Grenzen zu überschreiten. Alle Reisen müssen den hohen Erwartungen der Kunden gerecht werden, müssen von sozialer Verantwortung geprägt sowie ökologisch vertretbar sein.








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