Flug am Nachmittag mit Qatar von Frankfurt, Berlin oder München nach Doha oder mit Emirates von Frankfurt, München, Düsseldorf, Hamburg, Wien, Zürich oder Genf nach Dubai (nonstop, Flugdauer je ca. 6 Std.). Nachts Weiterflug nach Delhi (nonstop, je ca. 3,5 Std.). Oder am Abend Abflug mit Lufthansa ab München nach Delhi (nonstop, Flugdauer ca. 7 Std.). Lektüreempfehlung zur Einstimmung: „Das mohnrote Meer“ von Amitav Ghosh, ein Roman über Indien im 19. Jahrhundert.
2. Tag: Mogulpracht und Kolonialflair
Ankunft in Delhi jeweils am Morgen und Begrüßung durch den Studiosus-Reiseleiter. Nach einer Erfrischung und einem guten Frühstück machen wir uns gegen Mittag auf, die Hauptstadt Indiens kennenzulernen. Einst die Prachtstraße des Britischen Kolonialreiches, heute der Stolz einer großen Nation: Der Rajpath gehört zu den prachtvollsten Straßen der Welt. Umso enger geht es in Old Delhi zu: Ihr Reiseleiter kennt einen Weg durch das Labyrinth der Gässchen bei der Großen Moschee. Entspannung finden wir zum Abschluss im Park bei Humayuns Grabmal (UNESCO-Kulturerbe), dem ersten Monumentalgrab der Moguln. Abends wegen des Zeitunterschieds noch wach? In der @Live Bar am Connaught Place sorgen Livebands für Stimmung.
Optional Damit Ihre Reise ein Urlaub ganz nach Ihrem Geschmack wird, hat Ihr Reiseleiter immer wieder Alternativen zum Programm für Sie parat. Noch müde vom Nachtflug? Dann lassen Sie Humayuns Grabmal und Alt-Delhi aus und füllen Sie stattdessen in den Lodi-Gärten Ihre Lungen mit frischer Luft! Ganz im Vorbeigehen erleben Sie dabei die Gräber der Lodi-Dynastie.
3. Tag: Auf nach Rajasthan
Gegensätze pur: Zuerst fahren wir auf dem National Highway Nummer 8 durch die Hightech-Vororte von Delhi: In Gurgaon stehen heute futuristische Glas- und Stahltürme, wo noch vor zehn Jahren Getreidefelder wuchsen. Später wird es rustikaler: Auf einsamen Landstraßen geht es an Dörfern und Feldern vorbei. Das ist Rajasthan, wie es leibt und lebt: Frauen mit Körben voller Gemüse auf ihrem Kopf, Männer mit grellen Turbanen. 250 km. Am Abend erwartet uns ein stimmungsvolles Palasthotel in Mandawa.
4. Tag: Karawanenstadt Bikaner
Die Häuser der Händlerdynastien sind übersät mit prächtigen Graffiti aus dem 19. Jahrhundert. Bei einem Spaziergang erleben wir das Flair des geheimnisvollen Shekhawatigebietes. Dann heißt es: Ab in die Wüste! Kurz vor Bikaner stoßen wir auf die Spuren der einstigen Karawanen, die hier auf dem Weg nach Nordindien die alte Seidenstraße kreuzten. 200 km. Verlassene Kaufmannshäuser erzählen in der Altstadt Bikaners von besseren Zeiten. Noch immer ein Juwel: die Festung Junagarh, hinter deren Mauern sich 30 Paläste und Tempel verstecken. Hier residierten die Sonnenkönige der Wüste! Die heutigen Bewohner Bikaners erleben Sie hautnah auf dem farbenfrohen Basar.
5. Tag: Durch die Wüste nach Jaisalmer
Kamele sind in der Wüste Thar immer noch unterwegs, aber klapprige Ambassadore und moderne Fahrzeuge wie unser Reisebus überwiegen heute. Wer weiß, vielleicht sehen wir unterwegs einen Tata Nano, den neuen Volkswagen der Inder. Farbtupfer setzen zwischen Sandgelb und Geröllgrau die Frauen in ihren Saris in Limettengrün, Mangogelb und Melonenrot. Skurriler Stopp unterwegs: Im Rattentempel Deshnok flitzen die vierbeinigen Inkarnationen von Dichtern und Sängern zwischen unseren Beinen hindurch. Dann flimmert uns eine honiggelbe Burg aus Sandstein entgegen. Eine Fata Morgana? Nein, auch keine Kulisse aus einem Disneyfilm - Jaisalmer. 330 km. Ihr Reiseleiter kennt den perfekten Platz für den Sonnenuntergang mit Blick auf die märchenhafte Karawanenstadt. Zwei Übernachtungen in Jaisalmer.
6. Tag: Kaufmannshäuser und Wüstenträume
Vom Dach der Festung blicken wir über das Gassenmeer. Durch die Altstadt bummeln wir zum Tempel der Jaina, der wohl striktesten Religionsgemeinschaft Indiens. Dann erwarten uns Schüler und Lehrer in einer Schule: Kamelführer oder IT-Berater - von welchen Karrieren träumen die Wüstenkids heute? Mit dem Lehrer versuchen wir, diesen Dingen im Gespräch auf den Grund zu gehen. Am Nachmittag Staunen in der Unterstadt: Filigrane Steinschnitzereien an den Havelis, alten Kaufmannshäusern, zeugen von der Ära der Handelskarawanen. Nicht minder faszinierend: die vielen fremden Gesichter, die fremden Geräusche und Gerüche zwischen Gewürzshop und Internetcafé.
Optional Sie möchten sich auf einem Wüstenschiff zurück in die Welt der Karawanen träumen, statt die Unterstadt zu besuchen? Ein bisschen Sitzfleisch brauchen Sie für den Kamelritt bei den Dünen von Sam! Vom Sonnenuntergang in der Wüste werden Sie schwärmen! Der Reiseleiter organisiert gerne den Ausflug für Sie.
7. Tag: Jodhpur - die blaue Stadt
Wir fahren weiter nach Jodhpur und sehen blau! Von der Mehrangarh-Festung blicken wir auf das indigofarbene Häusermeer Jodhpurs - Traumkulisse für die Hochzeitsparty von Liz Hurley mit dem deutsch-indischen Millionär Arun Nayar. Wir schauen uns in den Palastmuseen um. Dann geht es weiter nach Rohet. Eine Nacht in einem Kolonialhotel mit Flair. 300 km. Herrlicher Platz für einen stilechten Five o'Clock Tea: der Hotelgarten.
8. Tag: Die Tempel der Jaina in Ranakpur
Weiterfahrt zu den Tempeln von Ranakpur. 1444 Säulen tragen die Decken der 29 Hallen und Kuppeln. Alle sind mit marmorner Häkelspitze verziert, und keine gleicht der anderen. Rein und weiß ist der Tempel von Ranakpur wie die Lehre der Jaina. Askese und Sinnenlust in der Glaubenswelt Indiens - Stoff für Diskussionen! Anschließend fahren wir durch die Aravalliberge mit den archaischen Ziehbrunnen nach Udaipur. 240 km. Zwei Übernachtungen in Udaipur.
9. Tag: Palaststadt Udaipur
Das Lake Palace Hotel im Picholasee ist wohl das bekannteste Hotel Udaipurs. Hier schlummerte schon James Bond. Wir bestaunen es auf einer Bootsfahrt (abhängig vom Wasserstand) von außen. Doch vorher lassen wir uns vom Glanz des Stadtpalastes blenden und folgen dem Reiseleiter durchs Gassengewirr in eine Malschule, wo uns junge Künstler zeigen, wie feine Miniaturen gepinselt werden. Ein Tipp: Fahren Sie doch mit einem Taxi zum Monsunpalast Sajjangarh. Ein Traum: der Blick auf Stadt und Aravalliberge bei Sonnenuntergang.
Optional Sie möchten, statt durch die Altstadt zu spazieren, lieber im Stadtpalast bleiben und in einer der Galerien modernes Glasdesign - darunter ein Bett aus Kristall und andere Extravaganzen - bestaunen? Kein Problem - im Fateh-Prakash-Palast erwartet Sie eine exklusive Auswahl. Zum Abendessen treffen Sie Reiseleiter und Gruppe wieder.
10. Tag: Fahrt nach Jaipur
Auf unserer langen Fahrt nach Jaipur haben wir genügend Zeit, die Schönheiten Indiens, aber auch seine Schwierigkeiten zu diskutieren: 28 Bundesstaaten, und es werden immer noch mehr. Beginnt hier eine Balkanisierung? Oder die Gegensätze von Arm und Reich, Hochkastigen und sogenannten Kastenlosen, Maoisten und einer boomenden Industrie mit hohen Wachstumszahlen: Ihr Reiseleiter informiert Sie. Den berühmten Siegesturm mitten in der riesigen Festungsanlage von Chittaurgarh wollen wir jedoch nicht versäumen. Er steht für den Kampf zwischen hinduistischen Maharadschas und muslimischen Eroberern, womit wir beim nächsten Konfliktfeld wären. Muslims und Hindus - kann der derzeitige Premierminister Singh, ein Sikh, hier vermitteln? 440 km auf gut ausgebauter Straße. Zwei Übernachtungen in Jaipur.
11. Tag: Jaipur - die rosarote Stadt
Die mächtige Festung Amber thront eindrucksvoll am Berg. Indische Maharadschas - einst göttergleich und unermesslich reich -, wie leben sie heute? Im Stadtpalast und im Observatorium Jantar Mantar (UNESCO-Kulturerbe) tauchen wir in die Maharadschawelt ein und schauen auch noch beim Palast der Winde vorbei. Channi, Chef einer Stoffdruckerei, packt für uns seine Farbstempel aus und schwärmt beim Tee vom Zauber der Muster und Farben. Wir plaudern mit ihm über seinen Alltag. Wer will, genießt nach dem Abendessen noch einen Eistee im Rambagh Palace Hotel - einst Maharadschapalast -, wo schon Jackie Kennedy am Cocktailglas nippte.
12. Tag: Fatehpur Sikri und das Rote Fort
Auf dem Weg nach Agra Zwischenstopp in einer Geisterstadt: Großmogul Akbar baute in Fatehpur Sikri (UNESCO-Kulturerbe) seine Hauptstadt, doch nach wenigen Jahren wurden die Umzugskisten schon wieder gepackt. Uns gefällt das Moguldesign! Und zwischen Säulen, Höfen und Hallen erzählt Ihr Reiseleiter Geschichten rund um den Herrscher, seinen Harem und seine Träume von einer neuen Religion. Senf- und Weizenfelder begleiten uns nach Agra. Vom Roten Fort (UNESCO-Kulturerbe) beherrschten einst die Mogulkaiser den Subkontinent. 260 km.
13. Tag: Taj Mahal - Monument der Liebe
Ein Traum in Weiß in der Morgensonne: Zwölf Jahre meißelten 20000 Handwerker am Taj Mahal (UNESCO-Kulturerbe). Dann war der Auftraggeber fast bankrott. Heute spült das berühmteste Bauwerk des Landes fleißig Geld in die Kassen. Kein Wunder: Das Marmordenkmal ist ein Traum! Auf dem Weg nach Delhi bekommen wir letzte Eindrücke des Doab, des Zweistromlandes von Ganges und Yamuna. 260 km. Bei einem schönen Abschiedsessen lassen wir noch einmal die Eindrücke dieser faszinierenden Reise Revue passieren.
14. Tag: Zurück in die Heimat
Am Morgen Transfer zum Flughafen und Flug mit Qatar nach Doha oder mit Emirates nach Dubai (nonstop, Flugdauer ca. 4 Std.) und Weiterflug nach Europa (nonstop, Flugdauer ca. 7 Std.). Ankunft am Abend. Rückflüge mit Qatar nach München und mit Emirates nach Genf bereits gegen 4.30 Uhr ab Delhi mit Ankunft in Europa mittags. Oder Flug mit Lufthansa direkt nach München (nonstop, Flugdauer ca. 8,5 Std.). Ankunft am Nachmittag. Anschluss zu den anderen Städten.
Erklärtes Ziel von Studiosus ist es, zum Kennen- und Verstehenlernen anderer Länder, Menschen und Kulturen beizutragen und dabei innere und äußere Grenzen zu überschreiten. Alle Reisen müssen den hohen Erwartungen der Kunden gerecht werden, müssen von sozialer Verantwortung geprägt sowie ökologisch vertretbar sein.






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