Flug mit Iberia über Madrid nach Costa Rica, wo Sie Ihr Studiosus-Reiseleiter begrüßt (ab Madrid nonstop, ca. 11 Std.). Ankunft nach Ortszeit am Nachmittag und kurze Fahrt ins zentral gelegene Hotel. Wer mag, kann am Abend schon losziehen und die Umgebung erkunden.
2. Tag: In der Hauptstadt
Vormittags streifen wir durch San José. Im Goldmuseum stehen wir mitten im „Eldorado“ der Kolonialmächte. Dann schlendern wir am Nationaltheater vorbei und besuchen den Bauernmarkt in Zapote mit Ständen voll von Obst, Fisch, Fleisch und Gewürzen. Einen ersten Eindruck von der Natur Costa Ricas erhalten wir im Orosi-Tal: sattgrüne Hänge und ein sprudelnder Fluss. In den Ruinen von Ujarras stehen wir in der ältesten Kirche des Landes von 1693. 40 km. Zwei Übernachtungen im Orosi-Tal.
3. Tag: Verlassene Stadt, belebte Hazienda
Im Nationalpark Guayabo, an den Hängen des aktiven Vulkans Turrialba, birgt der Regenwald archäologische Schätze. Eidechsen huschen über frisch freigelegte präkolumbianische Pflasterstraßen - wir befinden uns in Costa Ricas bedeutendster Ausgrabungsstätte. Mehr als 10000 Menschen lebten hier, in einer Stadt, die verlassen wurde, kurz bevor die Spanier eintrafen - warum eigentlich? In der Anlage fand man Wasserkanäle, Gräber und Felsbilder, die heute unsere Fantasie anregen: Welche Menschen lebten hier? Und wie? Gemeinsam suchen wir nach Antworten. Mittags verwöhnt uns die Hazienda Tayutic mit landestypischen Spezialitäten. Hier erfahren wir mehr über den Anbau von Kaffee, Macadamianüssen und Zuckerrohr. Und probieren dürfen Sie auch - ist doch klar! 100 km.
Optional Es muss nicht immer unser Programm sein. Ihr Reiseleiter hat immer wieder Alternativen für Sie parat. Wenn Sie nachmittags lieber einen der schönsten und informativsten botanischen Gärten Amerikas besuchen möchten, dann lassen Sie die Hazienda aus! Ein Taxi bringt Sie zum Jardín Botánico Lankester. Danach könnten Sie noch im Thermalpool des Hotels relaxen.
4. Tag: Vulkane und eine süße Verführung
Costa Rica - die reiche Küste - ist auch reich an Vulkanen: Wir nehmen uns gleich den höchsten vor. Im Nationalpark Irazú spazieren wir die letzten Meter bis zum Kraterrand auf 3432 m. Tiefgrün leuchtet der Kratersee unter uns - und wir lauschen tief hinab in den belebten Urwald. Durch den Braulio-Carrillo-Nationalpark fahren wir zum Bioreservat Tirimbina. Im dichten Dschungel entdecken wir exotisch-bunte Vögel - ganz ohne Fernglas. Wir lassen uns zeigen, wie Kakao angebaut wird, und stillen dabei nicht nur unsere Neugier, sondern auch den Schokoladenhunger. Bis 2010 war der Vulkan Arenal einer der aktivsten der Welt, aktuell schläft er - und wir tun es ihm nach, in unserem Hotel in der Nähe des Arenalsees. 280 km. Zwei Übernachtungen in La Fortuna.
5. Tag: Bootsausflug auf dem Cano Negro
Der Vulkan Arenal begleitet uns mit ständigem Grollen und Zischen auf unserer Wanderung zu den erkalteten Lavaströmen an seinem Fuße (1,5 Std., leicht, 50 m 50 m). Auf dem fruchtbaren Boden gedeihen üppige Wälder, Orchideen und eine Fülle anderer tropischer Pflanzen. Ein vielstimmiger Vogelchor untermalt unseren Spaziergang. Mit inzwischen geübtem Blick für die Wunder des Regenwaldes fahren wir nachmittags mit dem Boot auf dem Cano Negro. Brüllaffen, Krokodile, Aras & Co. lassen sich von unserem schwimmenden Logenplatz aus erspähen. Wer mag, kann den Tag dann ganz relaxed im Thermalbad ausklingen lassen (Eintritt). Busstrecke 220 km.
Optional Wenn Sie der Vulkan mehr reizt als die Bootsfahrt auf dem Cano Negro, dann unternehmen Sie doch eine weitere Wanderung und folgen Sie ab der Arenal Observatory Lodge dem Old Lava Trail (ca. 4 Std., mittel bis anspruchsvoll, 200 m 200 m). Wenn der Vulkan es zulässt, können Sie bis zu einem älteren, erkalteten Lavafluss wandern.
6. Tag: Nationalpark Rincón de la Vieja
Unser nächster Vulkan, der Rincón de la Vieja, brach zuletzt 1992 aus und spuckte einen Teil seines Kratersees als Schlammlawine ins Tal. In der Liliputversion beobachten wir das Ereignis im Nationalpark an blubbernden Schlammvulkanen und zischenden Fumarolen. Aus der ganzen ungezügelten Energie des Vulkans muss sich doch etwas machen lassen? Um die 120 Megawatt brächte die Nutzung der Geothermie, errechneten Wissenschaftler. 150 km. Nachmittags freie Zeit zur Entspannung, vielleicht im warmen Pool des Hotels? Auf dem Gelände finden Sie auch interessante indianische Felszeichnungen. Was die wohl bedeuten? Fragen Sie die Einheimischen!
7. Tag: Auf nach Nicaragua!
Auf dem Weg zur nicaraguanischen Grenze lassen wir uns den Santa-Rosa-Nationalpark nicht entgehen. In dem trocken-tropischen Klima gedeihen sogar Bäume, die im Winter ihr Laub abwerfen. Ungewohnter Anblick: Daneben stehen Kakteen. Zwei Namen sind auf alle Ewigkeit mit der Hazienda La Casona im Park verbunden: William Walker - der Abenteurer aus den Südstaaten, der ganz Mittelamerika unterwerfen wollte. Und Juan Santamaria, der tapfere Nationalheld, der sein Leben opferte, damit Walker die entscheidende Schlacht in La Casona verlor. Heute gibt es in Costa Rica seit Jahrzehnten keine Armee mehr. Sogar Nicaragua lebt in Frieden, wenn auch nicht in Wohlstand – Präsident Daniel Ortega hat noch schwere Aufgaben vor sich. An der Grenze vertreiben wir uns im Bus die Zeit mit Groovynol, Nicaraguas fantasievoller Experimentalband, bis alle Formalitäten erledigt sind. Weiter geht es am Nicaraguasee entlang ins schöne Granada. 220 km. Zwei Übernachtungen in Granada in kolonialem Ambiente.
8. Tag: Granada
Auf unserem Rundgang durch die Altstadt von Granada besuchen wir die Kathedrale und das Haus des Löwen, das Dietmar Schönherr restaurieren ließ. Es ist zu einem wichtigen Kulturzentrum der Stadt geworden. Was hier so los ist? Fragen Sie die Leute von Radio Volcán, die im Haus ihre Redaktionsräume haben! Im archäologischen Museum begegnen uns präkolumbianische Statuen. Dann bringt uns eine Kutsche gemütlich zu Granadas Hafen am Ufer des Nicaraguasees, wo wir mit dem Boot zu den Isletas ablegen. Ein Ausbruch des Vulkans Mombacho schuf hier 356 kleine Inselchen im See. Keine Angst, das ist lange her! Am Nachmittag besuchen wir ein ganz besonderes Projekt: die Töpferschule Valentin Lopez. Hier unterhalten wir uns mit den engagierten Leuten über ihre Pläne, ihre Hoffnungen und die Bildungschancen junger Menschen in Nicaragua. Der Tag endet aussichtsreich an der Laguna de Apoyo: ein großer, von Erdwärme beheizter, klarer See in einer uralten Caldera. 50 km.
9. Tag: Im Masaya-Nationalpark
Heute können Sie sich etwas Lektüre für die Fahrt einpacken. Tipp: „Die bewohnte Frau“ von Gioconda Belli - Geschichten starker Frauen unter der Diktatur. Aber zuerst besuchen wir einen berühmten Zigarrendreher. Was für eine Arbeit, und nach wenigen, genussreichen Minuten löst sich das Werk in Rauch auf! In Masaya angekommen, schwärmen wir über den Kunstmarkt aus, stöbern und feilschen nach Herzenslust. Urgewaltige Eindrücke bekommen wir am Kraterrand des Vulkans Masaya. Der letzte Ausbruch fand 1772 statt, aber sein unaufhörliches Qualmen spricht eine deutliche Sprache ... Zum Park gehört ein Museum, das uns verschiedene Interpretationen des Naturschauspiels vorstellt: indianische, koloniale und naturwissenschaftliche. Nachmittags erreichen wir León. 150 km. Zwei Übernachtungen in der Altstadt von León.
10. Tag: León und Pazifikstrand
Die Kathedrale von León (seit 2011 UNESCO-Kulturerbe) ist das größte koloniale Bauwerk Mittelamerikas. Das ist uns natürlich einen Besuch wert - ebenso wie das Museum, das die Stadt für Nicaraguas Nationaldichter Rubén Dario einrichtete. Zu einer runden Sache macht den Vormittag schließlich die Sammlung lateinamerikanischer Kunst, die die Familie Ortíz Gurdian ausstellt. Der Rest des Tages gehört ganz dem Naturgenuss. Am Pazifischen Ozean gleiten wir im Boot durch das Mangrovenschutzgebiet. Eine Arche seltener Vogelarten vor einem traumhaft schönen Sonnenuntergang! Wir schwärmen noch ein bisschen beim Abendessen in einem guten Strandrestaurant. 40 km.
11. Tag: In die Hauptstadt Managua
Unser letzter Tag in Nicaragua führt uns in die Hauptstadt. Auf der Fahrt nach Managua stoppen wir bei den Ruinen von León Viejo (UNESCO-Kulturerbe). Hier erfahren wir am Original, wie die spanischen Eroberer siedelten, als sie zum ersten Mal ihren Fuß nach Mittelamerika setzten. Bei der Stadtrundfahrt durch Managua fesseln uns die 6000 Jahre alten, hervorragend erhaltenen Fußabdrücke von Acahualinca. Sehen Sie genau hin: Hat nicht einer davon sechs Zehen? Geschichte wird lebendig in der alten und der neuen Kathedrale und im Hauptquartier des Diktators Somoza, der mit der Gewalt seiner Nationalgarde das Land ausbeutete. Zeit für Diskussionen über Nicaraguas jüngste Geschichte – was hat sich unter den Sandinisten und Staatschef Daniel Ortega verändert? Bei unserem Abschiedsessen in den Bergen über der Stadt genießen wir dreifach: feine Speisen, Managua bei Nacht und farbenfrohe Tänze einer Folkloregruppe. 110 km.
12. Tag: Auf nach Panama!
Wir fliegen nach Panama und stellen gleich mal unsere Uhren eine Stunde vor. Panama-Stadt wirkt deutlich moderner als Managua oder San José. Neben kolonialen Stadtpalästen in der Altstadt (UNESCO-Kulturerbe) ragen Bankentürme und Bürohäuser in den Himmel. Neue Einkaufszentren prägen das Stadtbild ebenso wie die alten Festungsmauern. Wir lassen beim Mittagessen die Eindrücke auf uns wirken. Dabei blicken wir auf das Wunderwerk hinunter, das den ganzen Wohlstand ermöglicht hat: den Panamakanal. Vor uns liegen die Miraflores-Schleusen. Hinter der Stadt beginnt der Regenwald - unser Hotel steht mittendrin. 50 km. Nachmittags machen Sie, worauf Sie Lust haben! Drei Übernachtungen in einem Resort-Hotel am Rio Chagres.
13. Tag: Bei den Emberás
Wir fahren mit dem Boot flussaufwärts zu den Emberás, einer indigenen Volksgruppe. Nur eine Stunde vom Bankenstandort Panama entfernt versuchen die Emberás recht erfolgreich, von der Zivilisation nur das ins Dorf zu lassen, was ihnen wirklich behagt: Streichhölzer zum Beispiel und interessierte Besucher wie uns. Im Gespräch erfahren wir mehr über ihre autonome Provinz. Fragen Sie den Dorfältesten, wie das Leben in der Natur, ohne Autos und ohne Diebe genau aussieht - der Reiseleiter ist Ihr Dolmetscher! Nachmittags können Sie die Spa-Angebote des Hotels nutzen oder einen vom Hotel angebotenen Ausflug zur Affeninsel mitmachen (ca. 30 €). Abends essen wir gemeinsam im kolonialen Ambiente des Restaurants Las Tinajas und können dabei verschiedene Trachten des Landes bewundern. Busstrecke 60 km.
14. Tag: An die Karibikküste
Wir durchqueren Panama bis zum Atlantik, wo wir uns den einst wichtigsten Hafen der Konquistadoren ansehen: Portobelo. Die Festungen (UNESCO-Kulturerbe) beschützten die spanischen Schiffe vor Seeräubern. Nahe der Eingangsschleuse des Panamakanals steigen wir in den luxuriösen Zug der Panama Canal Railway Company und rattern gemütlich am Kanal entlang, auf einer Strecke, die so alt ist wie die Wasserstraße selbst, zurück nach Panama-Stadt (Fahrzeit ca. 1 Std.). So können wir in aller Ruhe über die Containerschiffe und Tanker staunen, die hier die erfolgreichste Abkürzung seit dem Suezkanal benutzen. Busstrecke 140 km. Bei einem Abschiedsdinner am Rio Chagres lassen wir die Etappen der Reise Revue passieren und freuen uns auf den letzten großen Höhepunkt.
Optional Wenn Sie Vogelliebhaber sind, dann lassen Sie den Ausflug an die Karibik aus und buchen Sie eine geführte Wanderung ab dem Hotel zur Pipeline Road. Ein spezialisierter Guide nimmt Sie am frühen Morgen für drei Stunden mit in den Zauber des Regenwaldes (ca. 30 €). Danach könnten Sie im Spa relaxen oder auf einer weiteren Abenteuertour mit der Seilbahn durch die Baumkronen schweben.
15. Tag: Kanalfinale
Gestern mit dem Zug am Kanal entlang, heute mit dem Schiff auf dem Kanal: Beim Passieren gigantischer Schleusentore auf unserer halbtägigen Teildurchquerung duckt sich unser Boot im Schatten der Ozeanriesen. Wir befahren u.a. die Miraflores-Schleuse und den Culebra Cut und erfahren so live die ganze wechselvolle Geschichte der Wasserstraße, von den schwierigen Anfängen bis zur heutigen Selbstverwaltung. Wie wird es mit dem Panamakanal weitergehen? Zukunftspläne gibt es genug. Nachmittags haben wir noch Zeit für einen Abschiedsspaziergang durch Panama-Stadt. Abends heben wir mit Iberia ab Richtung Madrid (nonstop, Flugdauer ca. 10 Std.).
16. Tag: Rückkehr aus Zentralamerika
Am Nachmittag Ankunft in Madrid und Weiterflug zu den Ausgangsflughäfen.
Erklärtes Ziel von Studiosus ist es, zum Kennen- und Verstehenlernen anderer Länder, Menschen und Kulturen beizutragen und dabei innere und äußere Grenzen zu überschreiten. Alle Reisen müssen den hohen Erwartungen der Kunden gerecht werden, müssen von sozialer Verantwortung geprägt sowie ökologisch vertretbar sein.








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