Am frühen Nachmittag Flug mit Lufthansa von Frankfurt nach Mexiko-Stadt (nonstop, Flugdauer ca. 11 Std.). Gute Lektüre verkürzt die Anreise. Wie wär's damit: „Mexikanischer Tango“ von Angeles Mastretta oder „Bittersüße Schokolade“ von Laura Esquivel? Nach einem Abendimbiss im Flugzeug erreichen Sie die Megametropole nach Ortszeit am frühen Abend. Ihr Studiosus-Reiseleiter begleitet Sie ins Hotel. Drei Übernachtungen in Mexiko-Stadt.
2. Tag: Teotihuacán und Guadalupe
In Teotihuacán (UNESCO-Kulturerbe) haben wir von der Spitze der Mond- und der Sonnenpyramide herrliche Ausblicke auf die riesige altamerikanische Stadt. Ihr Reiseleiter zeigt Ihnen auf den Kakteen die Cochenilleläuse, die den Campari rot färben. Das mexikanische Nationalgetränk Pulque kommt ohne Läuse aus - zum Wohl! Auf der Rückfahrt in die Stadt besuchen wir die Jungfrau von Guadalupe am bedeutendsten Wallfahrtsort Mexikos und erleben tiefste Frömmigkeit und eine professionelle Wallfahrtsindustrie. 160 km.
3. Tag: Zócalo und Nationalmuseum
Auf dem Zócalo, dem Hauptplatz: fliegende Händler, Musiker und manchmal auch Demonstranten. Wir werfen einen Blick in den Nationalpalast mit den Fresken von Diego Rivera sowie in die Kathedrale, die in fünf Jahrhunderten mächtig in Schieflage geraten ist. Nachmittags ins Nationalmuseum: alle mexikanischen Kulturen unter einem Dach! Mit Ihrem Reiseleiter behalten Sie den Überblick.
Optional Möchten Sie eigene Wege gehen? Ihr Reiseleiter hat immer wieder Alternativen zum Programm parat. Wie wäre es heute statt des Nationalmuseums mit dem Museum Casa Azul? Hier kommen Sie dem Leben der Malerin und Powerfrau Frida Kahlo näher, die einst hier wohnte. Interesse geweckt? Dann sehen Sie sich doch nach dem Urlaub „Frida“ auf DVD an, mit Salma Hayek in der Hauptrolle!
4. Tag: Über Puebla nach Cholula
Wir kurven über 3000 m hohe Pässe nach Puebla (UNESCO-Kulturerbe). 150 km. Stadtrundgang: typisch die Kacheln mit arabesken Mustern an Gotteshäusern und Palästen. Erst Zócalo, dann durch das Flohmarkt- und Antiquitätenviertel zum Markt El Parian. Indianerketten oder Tequilagläser als Souvenirs für zu Hause? Handeln erwünscht, 10 bis 20 % sind immer drin. Zum Abschluss der Stolz der Poblaner: die Rosenkranzkapelle der Dominikaner. Nachmittags sehen wir in Cholula die größte Pyramide Mexikos. Ganz schön düster da drin! Zurück an der Luft, grüßen wir den rauchenden Berg in der Ferne: den Popocatépetl, der zuletzt 2007 höchst aktiv war. Spaziergang zum Hotel und geruhsamer Resttag. Mit Buch an den Pool? Später macht Sie Ihr Reiseleiter in einem Vortrag mit den Themen der weiteren Reise vertraut.
5. Tag: Über El Tajín nach Poza Rica
Vom Hochland hinunter Richtung Golfküste in die Tropen nach El Tajín (UNESCO-Kulturerbe). Jahrhundertelang überwucherte der Dschungel die Ruinen, bis sie 1785 zufällig entdeckt wurden. Ihr Reiseleiter zeigt Ihnen die Pyramide der Nischen und mehrere Ballspielplätze, wo zuerst sportlich gekämpft und anschließend geköpft wurde. Grausame Methoden? Leichtere Kost: Der „Tanz der fliegenden Männer“ stammt ebenfalls von hier - Bungee-Springen auf Mexikanisch. 290 km.
6. Tag: Über Xalapa nach Coatepec
An der Costa Esmeralda entlang. Ihr Reiseleiter weiß, warum Xalapa die Hauptstadt im Bundesstaat Veracruz ist - und nicht Veracruz. Außerdem kennt er das archäologische Museum. Hier können Sie über Fundstücke aus drei Kulturen staunen. Ganz in der Nähe liegt das alte Kolonialstädtchen Coatepec mit unserem Hotel. 230 km. Ausklang des Nachmittags? Aus dieser Region kommt ein hervorragender Kaffee. Nach dem gemeinsamen Abendessen können Sie zum Zócalo spazieren.
7. Tag: Nach Oaxaca
Weiter durch die Sierra Madre del Sur. Säulen- und Kandelaberkakteen sind unsere Begleiter - Mexiko wie aus dem Bilderbuch! Nachmittags kommen wir in Oaxaca an, der vielleicht schönsten Stadt des Landes (UNESCO-Kulturerbe). 460 km. Unsere erste Besichtigungstour starten wir am Kloster Santo Domingo, dessen meterdicke Mauern ein Museum beherbergen. Kostbarstes Exponat: die Beigaben aus Grab Nummer sieben vom nahen Monte Albán. . Zwei Übernachtungen im historischen Zentrum von Oaxaca
8. Tag: Ein Tag in Oaxaca
Um die Götter positiv zu stimmen, hatten die Zapoteken eine besondere Kultstätte: den Monte Albán. Tempel, Paläste und Gräber in knapp 2000 m Höhe! Wie konnten die Indianer die Kuppe des Berges abtragen, ganz ohne Maschinen? In Oaxaca geht es durch die Fußgängerzone zum Zócalo. Frauen sitzen auf Hockern und bieten Heuschrecken an, gegrillt, wie sie die Mexikaner gerne essen. Nachmittags freie Zeit. Schauen Sie im Geburtshaus von Benito Juarez vorbei, dem berühmten Sohn der Stadt. Kunsthandwerk finden Sie im Laden der Frauenkooperative MARO. Wenn Sie es lieber süß mögen, dann gibt es dafür eine „Schokoladenstraße“, wo es verführerisch nach der „Götterspeise“ der alten Maya duftet. Zum gemeinsamen Abendessen ins Asador Vasco am Hauptplatz. Testen, ob Oaxaca tatsächlich die beste Küche Mexikos hat ...
Optional Heute lieber wandern, statt am Ausflug zum Monte Albán teilzunehmen? Ihr Reiseleiter organisiert gerne einen individuellen Ausflug zu den Pueblos Mancomunados, einem Verbund von kleinen Dörfern. Zu Fuß oder mit dem Rad durch die Pinien- und Eichenwälder; anschließend können Sie eine traditionelle Heilerin aufsuchen.
9. Tag: Über Mitla nach Tehuantepec
Im Vorort El Tule wächst der älteste Sabinobaum Mexikos. 2000 Jahre hat er auf dem Buckel, mindestens 30 Mann sind nötig, um den Stamm zu umfassen. Weiter in die heilige Stadt der Toten: Mitla. Die Gräber sind leer - Grabräuber waren schneller. Schon mal von Guacamole und Enchiladas gehört? Beides gibt's heute zu essen, vorausgesetzt, der Koch kommt bei seiner Kochvorführung mit der Zubereitung klar. Denn er erklärt nicht nur die Rezepte, sondern nimmt auch Stellung zu all Ihren Fragen! Bestens gerüstet für die kurvenreiche Weiterfahrt durch die Berge sind wir mit einem Glas Mezcal. Salud! Den Wurm im Brand beachten Sie am besten gar nicht. Übernachtung in einem einfacheren Hotel in Tehuantepec.260 km.
10. Tag: Ins Bergland von Chiapas
Während der Fahrt Neues von den Zapatisten, die gegen die bittere Armut in Chiapas und für mehr Rechte der Indianer kämpfen. Der drohende Bürgerkrieg blieb aus, allerdings hat sich an der Benachteiligung der indigenen Völker bis heute wenig geändert. Nach dem Mittagessen Bootsfahrt in den Sumidero-Canyon (wetterabhängig). Links und rechts bis zu 1000 m hohe Felswände, an den Ufern tummeln sich Krokodile, und in den Baumwipfeln hören wir das Geschrei der Spinnenaffen. Der Bus windet sich über Serpentinen bis auf über 2000 m. Heutiges Etappenziel: die Kolonialstadt San Cristóbal. 370 km.
11. Tag: Nach Palenque
Fröhliche Marktatmosphäre am Vormittag vor der Barockkirche Santo Domingo. Mischen Sie sich in San Cristóbal unter die bunten Tzotzil-Mayas aus den umliegenden Dörfern, die hier alles anbieten, was sie gewebt, getöpfert oder geerntet haben. Nette Souvenirs! Dann fahren wir am späten Vormittag weiter. Die Straße ist gespickt mit Kurven und den hierzulande Topes genannten Straßenschwellen. Aber was tut man nicht alles, wenn man ein Ziel vor Augen hat: Palenque! 210 km. Zwei Übernachtungen in Palenque.
12. Tag: Ausflug nach Yaxchilán oder freie Zeit
Ein Tag zum Faulenzen! Oder Sie heften sich an die Fersen Ihres Reiseleiters - wenn Sie die Mayastätte Yaxchilán an der Grenze zu Guatemala sehen möchten (60 €). Vom Städtchen Frontera Corozal mit dem Boot ein Stück den Rio Usumacinta hinunter: grünes Wasser, Stromschnellen - und Krokodile. Über dem Dschungel Rauchschwaden. Ein Waldbrand? Leider beabsichtigt, der Regenwald wird auch in Guatemala brandgerodet. Nach einer Flussbiegung dann die Ruinen: Tempel, Stelen, Pyramiden. Ohrenbetäubendes Gebrüll lässt uns zusammenzucken. Löwen gibt's hier doch gar nicht? Aber Brüllaffen! Busstrecke 350 km.
13. Tag: Palenque
Gewappnet für ein einmaliges Ruinen-Highlight mitten im Dschungel? Die Schweißperlen sind gut investiert beim Spaziergang durch Palenque (UNESCO-Kulturerbe): Schädeltempel hier, Inschriftentempel da, Kreuztempel, Palast, detailverliebte Verzierungen! Und bisher sind nur 5 % der alten Mayastadt freigelegt! Von den Ruinen schweift der Blick ins Tiefland Richtung Yukatan. Unser Bus bringt uns dorthin, Ziel ist Chicanná. 360 km. Zwei Übernachtungen in einem Dschungel-Resort.
14. Tag: Calakmul
Kleine Busse, große Sensation: Wir wechseln das Fahrzeug und fahren in die derzeit wohl spannendste Ausgrabungsstätte Mexikos: nach Calakmul (UNESCO-Kulturerbe und Biosphärenreservat). Stolze Pyramiden und Palastruinen zeugen von der einstigen Macht. Kriege und Feindschaften mit dem benachbarten Tikal in Guatemala waren hier an der Tagesordnung. Den einen oder anderen „Bewohner“ des Regenwaldes werden wir wohl auch zu Gesicht bekommen oder nur hören - keine Angst, die hier noch frei lebenden Jaguare sind nur in der Nacht unterwegs. In Río Bec treffen wir Schüler zum Gespräch, die in der abgelegenen Region zu Ruinenführern ausgebildet werden. 160 km.
15. Tag: Über Kabah nach Uxmal
Auf zu den Ruinen des „hügeligen Landes“: nach Kabah. Hier wurde der Regengott Chaac verehrt - eine ganze Tempelwand mit seinen Masken zeugt davon. Ob die Ureinwohner heute eher der Wettervorhersage vertrauen, erfahren wir von den Einheimischen in Santa Elena. Wir besuchen eine Mayafamilie, die uns in ihrem Garten viele der einheimischen Pflanzen und Bäume zeigt. Weiterfahrt nach Uxmal und Übernachtung in einem Hotel in der Nähe der archäologischen Stätte. 280 km. Bei der Ton- und Lichtshow zum Einbruch der Dämmerung können Sie sich das elegante Uxmal schon einmal anschauen (ca. 4 €).
16. Tag: Uxmal und Mérida
Am Vormittag sind die Besichtigungen in Uxmal (UNESCO-Kulturerbe) am schönsten und am angenehmsten: Zisterne, Wahrsagerpyramide, Ballspielplatz - mittlerweile sind Sie Experte in Sachen Maya-Archäologie. Und nun geht es wieder zurück in die „Zivilisation“: ins unumstrittene Zentrum der yukatekischen Halbinsel, nach Mérida. 90 km. Beim Stadtrundgang kann man auch noch das eine oder andere Mitbringsel erwerben: Hängematten aus Sisal, Sombreros und vieles mehr.
Optional Verbringen Sie Ihren Abend wie die Mexikaner! Flanieren Sie rund um den Zócalo, lassen Sie sich in einem Café am Rande des Platzes nieder, beobachten Sie die Menschen und bestellen Sie bei einer Musikkapelle Ihr Lieblingsstück!
17. Tag: Kleine Juwelen aus Yukatan
Ek Balam, Valladolid und Balamkanché. Gleich drei Kleinode stehen auf unserem heutigen Programm. Und alle verschieden! In Ek Balam staunen wir über einen fast original erhaltenen Stuckfries der Mayas. Valladolid ist eine verschlafene ehemalige Kolonialstadt im Herzen der yukatekischen Halbinsel. Ein Spaziergang lohnt sich unbedingt. Zum Schluss noch ab in die Unterwelt, in die Höhlen von Balamkanché. Am Nachmittag kommen wir im Hotel an. 260 km. Hier haben einst auch die Ausgräber von Chichén Itzá so manche Nacht verbracht - und von spektakulären Funden geträumt. Gut zur Einstimmung auf morgen! Zwei Übernachtungen in Chichén Itzá.
18. Tag: Chichén Itzá
Am Vormittag ist es in der berühmten Mayastadt (UNESCO-Kulturerbe) noch ruhig, ehe die Tagesbesucher aus Cancún kommen. Seit 2007 gehört Chichén Itzá zu den sieben neuen Weltwundern - dies hat eine Internetabstimmung ergeben. Ihr Reiseleiter zeigt Ihnen Tempel, Paläste, Observatorium, Ballspielplatz. Unbedingt aufs Foto muss El Castillo, die berühmte Stufenpyramide. In respektvollem Abstand stehen Sie später am heiligen Brunnen, auf dem Grund des Cenotes haben Archäologen Skelette gefunden: Götterspeise auf Mexikanisch. Menschenopfer waren bei den Mayas an der Tagesordnung, galten sie doch als Nahrung für die Götter. Nachmittags freie Zeit. Am Abend können Sie diese faszinierende Stadt noch einmal bei der Ton- und Lichtshow besuchen.
19. Tag: Rückflug von Cancún
Vormittags Transfer zum Flughafen von Cancún. 220 km. Flug mit Aeromexico nach Mexiko-Stadt und von dort mit Lufthansa nach Frankfurt (Nachtflug nonstop, Flugdauer ca. 11 Std.). Oder freuen Sie sich auf Ihre Badeferien an der Karibikküste!
20. Tag: Ankunft in Frankfurt
Am frühen Nachmittag landen Sie in Frankfurt. Anschluss zu den anderen Orten.
Erklärtes Ziel von Studiosus ist es, zum Kennen- und Verstehenlernen anderer Länder, Menschen und Kulturen beizutragen und dabei innere und äußere Grenzen zu überschreiten. Alle Reisen müssen den hohen Erwartungen der Kunden gerecht werden, müssen von sozialer Verantwortung geprägt sowie ökologisch vertretbar sein.








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