Ihre Icelandair-Maschine landet im Laufe des Tages oder abends auf der Rollbahn von Keflavik. Für den Transfer zum Hotel im nahen Grindavik ist gesorgt. Ein Auftakt à la Island: Wenn Sie bereits am frühen Nachmittag ankommen, haben Sie Gelegenheit, in den Thermalquellen der Blauen Lagune zu baden (ca. 32 €).
2. Tag: Wanderung zum Vulkan
Zum Kennenlernen der Insel präsentiert Ihr Studiosus-Reiseleiter Ihnen heute die Wasserwelt in allen Varianten: sprühend, kochend, gefroren und als Wasserstoff an der Tankstelle - willkommen in der Zukunft! Die erste Wanderung (2,5 Std., mittel, 150 m 300 m) am Vulkanmassiv Hengill entlang führt über taufrische Wiesen - dann stehen wir hoch über dem Geothermiekraftwerk Nesjar: Aus über 2000 m tiefen Bohrlöchern wird Energie gewonnen. Im Nationalpark Thingvellir (UNESCO-Kulturerbe) tagte vor 1000 Jahren das Parlament. Wassergefüllte Spalten in den Basaltdecken zeugen hier von der aktiven Kontinentaldrift, die auch den Geysir Strokkur im 15-Minuten-Takt bis zu 20 m hoch spucken lässt. Noch mehr Gischt gibt es am Wasserfall Gullfoss. 150 km.
3. Tag: Querfeldein Richtung Eyjafjördur
Vorbei an glitzernden Gletschern und erloschenen Vulkanen geht es in die Hochlandwüste. Über die Kjölur-Route gelangen wir nach Hveravellir, mit seinen heißen Quellen ein Hort des Lebens im kargen Hochland, perfekt für ein Picknick mit isländischen Spezialitäten. Gestärkt wandern wir los über erkaltete Lavafelder auf der Flanke eines flachen Schildvulkans bis zum Schafspferch des Verbannten, Eyvindur (1,5 Std., leicht, 100 m 100 m). Immer weiter führt uns der Weg durch die Wüste gen Norden, bis Seen und Staustufen von der Zivilisation künden. Spätnachmittags Ankunft in Eyjafjördur. 320 km.
4. Tag: Akureyri und Myvatn
Einblicke in die Landesgeschichte bekommen wir im Museum von Laufas. Am sagenhaften Wasserfall Godafoss stürzen die Fluten auf einer Breite von 30 m in einen Kessel, auf dessen Grund Bilder der nordischen Götter ruhen sollen, einst versenkt von christlichen Missionaren. Auf der Fahrt nach Husavik berichtet Ihr Reiseleiter über die Zukunft des Walfangs in Island – ein heißes Thema. Wir besuchen das Walmuseum und im Anschluss bleibt noch Zeit für ein kühles Bier in der Hafenkneipe, Panoramablick auf die Bucht inklusive. Spätnachmittags erreichen wir den Myvatn, zu Deutsch Mückensee. 130 km. Zwei Übernachtungen.
Optional Lust auf Extratouren? Ihr Reiseleiter hat immer wieder Alternativen zum Programm parat. Husavik ist die europäische Hauptstadt der Walbeobachtung. Ob Grau-, Buckel- oder Zwergwal - alle tummeln sich im Sommer in der Bucht. Wenn Sie auf das Museum verzichten wollen, dann machen Sie doch eine Walsafari auf einem umgebauten Fischkutter (ca. 45 €)!
5. Tag: Luzifers Labyrinth
Großer Wandertag: Die Erde brodelt rund um den Myvatn, Schwefelschlammtöpfe speien stinkenden Brei, Dampf zischt aus Ritzen und Spalten. Die erste Etappe der Tour de Lava (3,5 Std., mittel, 150 m 150 m) führt auf den Aschekrater Hverfjall und weiter ins Lavalabyrinth von Dimmuborgir. Dort säumen versteinerte Trolle, Elfen und Riesen unseren Weg. Am Kraftwerk Krafla vorbei folgt der zweite Teil der Lavatour. Wir wandern (1,5 Std., leicht, 50 m 50 m) über den dampfenden Boden des Lavafeldes Leirhnjukur. Die letzten Ausbrüche des Vulkans Krafla liegen fast 30 Jahre zurück. 100 km.
6. Tag: Küste und Wüste
Spektakulär ist die Fahrt an der steilen Nordküste entlang. Beobachten Sie die Papageitaucher beim Fischfang. Durch die Schlucht Asbyrgi und den Elfenwald spazieren wir, von Drosselgesang begleitet, zwischen Birken und Weiden. Der Idylle folgt der Krawall des reißenden Flusses Jökulsa a Fjöllum, auf dessen basaltigem Uferboden wir zu den Echofelsen wandern (2 Std., mittel, 200 m 200 m) und der als Wasserfall Dettifoss unseren geologischen Kreis für heute schließt: Das Wasser stürzt in eine bis zu 150 m tiefe Basaltschlucht. Danach weiter durch die karge Hochlandwüste Richtung Osten nach Hallormstadur. 250 km.
7. Tag: An den Ostfjorden
Wir wandern (2 Std., mittel, 250 m 250 m) am See Lögurinn zum eleganten Hengifoss, einem der höchsten Wasserfälle des Landes. Über eine kurven- und aussichtsreiche Straße geht es an zerklüfteten Fjorden entlang Richtung Höfn. Wir stoppen an einem kleinen Fluss; Splitter von Achat, Bergkristall und Doppelspat liegen hier auf dem Boden herum! 220 km.
8. Tag: Gletscher Vatnajökull
Heute im Mittelpunkt: der Vatnajökull, Europas zweitgrößter Gletscher. Vorsicht! Unter seiner Eiskappe rumoren Vulkane, wie sich 2011 beim Ausbruch des Grimsvötns zeigte. An der Gletscherlagune Jökulsarlon trennt er sich krachend von altem Eis, am Ufer brüten Raubmöwen und Küstenschwalben - der richtige Ort für einen ausgedehnten Spaziergang. Und wenn Sie noch näher an die Eisberge herankommen wollen, dann machen Sie doch eine Fahrt auf der Lagune mit einem Amphibienfahrzeug (ca. 20 €). Auf dem Weg in die grüne Oase Skaftafell zeugen Moränen vom Rückgang des Gletschers - liegt's am Klimawandel? Im Nationalpark empfängt uns eine üppige Vegetation, wir wandern (3 Std., mittel, 300 m 300 m) über moosige Wiesen, schauen auf den Gletscher und auf ferne Gipfel. Weiterfahrt über ein Lavafeld nach Kirkjubaejarklaustur. 200 km.
Optional Alternative heute: Starten Sie vom Flugplatz Skaftafell zu einem Rundflug (ca. 200 €, 45 Min.) über den Gletscher und schauen Sie in den Kraterschlund des Grimsvötns, während der Rest der Gruppe im Nationalpark wandert.
9. Tag: Ab in den Süden
Selten ist Schwarzsehen so schön: Steine anschauen, sammeln und werfen. Basaltsand und brandungspolierte Kiesel, dazu Felsnadeln im Meer, und sogar ein Felsentor gönnte sich die Natur. Wir wandern (1,5 Std., mittel, 150 m 150 m) zum Leuchtturm. In den kantigen Klippen unter uns nisten Möwen und Papageitaucher. Im Heimatmuseum von Skogar erfahren wir im Gespräch mit einem deutschsprachigen Guide mehr über die Folgen des Vulkanausbruchs am Eyjafjallajökull, der im Frühjahr 2010 Europa mit seiner Aschewolke in Atem hielt. Der Wasserfall Skogafoss ist mit 60 m Fallhöhe ein echter Kracher. Weitere spannende Details zum Ausbruch des Eyjafjallajökulls erfahren wir im privaten Vulkanmuseum des Hofes Thorvaldseyri. Übernachtung im Bauernhofhotel Brekkur - Zeit für einen erholsamen Spaziergang im milden Abendlicht. Fahrtstrecke 160 km.
10. Tag: Islands Impressionismus
Ein Blick in die Vulkanspalte Eldgja: Eine Explosion riss die kilometerlange Wunde in den Boden. Über steile Gebirgspisten, durch Flussbetten und Furten nähern wir uns dem verwunschenen Tal von Landmannalaugar - hier hat die Erde ihr Innerstes nach außen gewendet. Wir wandern (2,5 Std., mittel, 250 m 250 m) durch ein schwarzes Obsidianlavafeld, umgeben von bunt gefärbten Bergen, an einem Bach mit grünlichen Gesteinsablagerungen entlang - ein prächtiges Farbenspiel. Über große Bims- und Ascheebenen kommen wir nach Reykjavik. 390 km. Heute Abend erkunden Sie das kulinarische Angebot der Stadt in Eigenregie. Reykjaviks Nachtleben ist im ganzen Norden bekannt, machen Sie die Nacht zum Tag und besuchen Sie ein paar szenige Lokale! .
Optional Für alle, die mehr • wandern wollen, ist der Blahnjukur optimal: Der Aufstieg auf den Vulkankegel (3 Std., anspruchsvoll, 400 m 400 m) ist markiert und wird belohnt durch einen grandiosen Ausblick.
11. Tag: In Reykjavik
Trotz ihres Ressourcenreichtums ist die Insel vor vier Jahren nur knapp dem Staatsbankrott entronnen. Die braven Bürger schickten ihre Regierung in die Lavawüste und wählten einen Punk zum Bürgermeister der Hauptstadt. Stadtrundfahrt am Vormittag. Vorbei geht's an Hafen, Hallgrimskirche, Bankenviertel, Parlament, Nationalmuseum und der Perle - dem über der Stadt thronenden Aquadom für die Wasserversorgung. In einem Gespräch mit dem Besitzer des Sees Reynisvatn erfahren wir Interessantes über die Fischzucht. Nachmittags ist jeder in seinem Element: Freunde der Erde shoppen in der Einkaufsstraße Laugar oder folgen den Blütendüften im botanischen Garten; Freunde der Lüfte buchen einen Rundflug und erkunden die Hauptstadt von oben (ab ca. 120 €).
12. Tag: Reykjavik
Nutzen Sie Ihren freien Tag in Reykjavik! Machen Sie einen Stadtbummel, besuchen Sie eines der vielen Museen oder nehmen Sie ein Bad in einem der geothermisch beheizten Freibäder! Auch zahlreiche Tagesausflüge werden ab Reykjavik angeboten.
13. Tag: Auf nach Grönland!
Das Abenteuer Grönland beginnt bereits auf dem Stadtflugplatz von Reykjavik: Nur kleines Gepäck passt in den Propellerflieger, und mit mächtig Gegenwind starten wir gen Grönland. Der Flug dauert rund zwei Stunden, zurück lassen wir die Vulkane, schweben hinweg über einen 30 km breiten Gürtel aus Treibeis vor Grönlands Ostküste und landen auf dem Inselchen Kulusuk, knapp unterhalb des Polarkreises. Es folgt das zweite Abenteuer: Im Helikopter fliegen wir zu unserem Ziel, dem Inuitdorf Angmagssalik. Denn auf Grönland gibt es Straßen nur in Ortschaften. Ein echtes Erlebnis! Zwei Übernachtungen in Angmagssalik.
14. Tag: Eisberg voraus!
Gemeinsam gehen wir morgens runter zum Hafen und heuern an auf dem Fischkutter Timik. Der tuckert mit uns hinaus auf die offene See zu einem sensationellen Schauspiel: Eisberge aller Größen treiben vorüber, nur den Gesetzen des Meeres gehorchend, die sie in den Süden driften lassen. Manche der blauen, weißen oder grauen Kolosse sind vom fernen Spitzbergen mit dem Ostgrönlandstrom angereist, einheimische Hünen brachen ab an den Gletscherkanten Grönlands. Augen auf für die Robben, die vielleicht auf Eisschollen vorbeigleiten. Und achten Sie auf die Wale, die ihren Blas gen Himmel schicken! Durch die extrem saubere Luft wirkt alles wie zum Greifen nah, allerdings ignorieren Kameras diesen optischen Schwindel. Darum sehen Sie sich lieber alles mit dem Herzen an. Wenn es das Wetter erlaubt, steuern wir mit dem Boot eine entlegene Jägersiedlung an, die den harten Alltag auf Grönland zeigt. Nachmittags lädt das Blumental zu einer Wanderung ein (2 Std., leicht, 100 m 100 m): Während des kurzen Sommers zeigt die arktische Natur ein ganzes Feuerwerk an Blüten. Ein Besuch des Heimatmuseums gewährt einen kleinen Einblick in das Leben am Polarkreis, wo monatelang die polare Nacht regiert.
15. Tag: Alltag der Robbenjäger
Am Vormittag bekommen wir weitere Einblicke in die Kultur der Einheimischen beim Besuch einer Schnitzerwerkstatt. Nehmen Sie doch einen Tupilak, einen aus Rentiergeweih geschnitzten Hausgeist, mit in die Heimat! Mit dem Helikopter fliegen wir zurück nach Kulusuk und erkunden gemeinsam die kleine Siedlung, deren sozialen Mittelpunkt der Supermarkt bildet - zu den Dingen des täglichen Bedarfs zählen auf Grönland auch großkalibrige Gewehre für die Jagd und zum Schutz vor Tieren. Die Grönländer leben vom Handel mit Robbenfellen und Walfleisch. Ihr Reiseleiter kennt die heftige Kontroverse zwischen Tierschutz und dem Recht auf eine traditionelle Existenz - sammeln Sie eigene Eindrücke! Mit offenen Booten geht es dann wieder hinaus, allerdings in ruhige Gewässer - dem „kleinen Gletscher“ entgegen. Hier heißt es in gebührendem Abstand warten, denn wenn der Gletscher kalbt, schlagen die stürzenden Eismassen Respekt einflößende Wellen! Am Abend können Sie auf einem Spaziergang durch Kulusuk Vögel beobachten, die sich hier im arktischen Sommer ein Stelldichein geben. Übernachtung im einzigen Hotel des Dorfes.nach.
16. Tag: Rückflug nach Reykjavik
Vormittags fliegen wir von Grönland zurück nach Island; Ankunft am Nachmittag. Auf geht's zur letzten Station der Reise, unserem Übernachtungshotel in Keflavik nahe der Blauen Lagune. Gönnen Sie sich zum Finale Ihres Urlaubs noch einmal ein ausgiebiges Bad im warmen Thermalwasser und räkeln Sie sich in der Blauen Lagune wie einst Halle Berry und Pierce Brosnan in „Stirb an einem anderen Tag“! Der Titel des Bond-Films ergibt durchaus Sinn: Das kieselsäurehaltige Salzwasser soll eine lebensverlängernde Wirkung haben!
17. Tag: Abschied von Island
Im Laufe des Tages kurze Fahrt zum Flughafen von Keflavik Rückflug nach Deutschland.
Erklärtes Ziel von Studiosus ist es, zum Kennen- und Verstehenlernen anderer Länder, Menschen und Kulturen beizutragen und dabei innere und äußere Grenzen zu überschreiten. Alle Reisen müssen den hohen Erwartungen der Kunden gerecht werden, müssen von sozialer Verantwortung geprägt sowie ökologisch vertretbar sein.






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