Vormittags Flug nach Bilbao. Das Flughafenterminal ist ambitioniert gestaltet von Santiago Calatrava. Ihr Studiosus-Reiseleiter begrüßt Sie in der Hauptstadt der autonomen Region des Baskenlandes. Die Zeit rostender Industrieruinen ist hier zu Ende. Wir besuchen das schmucke Guggenheim-Museum des Stararchitekten Frank O. Gehry, das als Symbol des Aufschwungs gilt.
2. Tag: Donostia oder San Sebastián
Vormittags unternehmen wir einen Spaziergang durch die Altstadt und schauen kurz in die Markthalle Bilbaos - eine der größten Spaniens. Danach machen wir uns auf den Weg ins alte Seebad San Sebastián - baskisch Donostia -, wo wir zunächst hoch auf den Monte Igueldo fahren, um die Stadt aus der Vogelperspektive zu betrachten. Mit der Standseilbahn geht es wieder hinab zu den Windkämmen Eduardo Chillidas. Die Altstadt wird zum Filmfestival von Stars und Sternchen aufgesucht. Die kommen bestimmt auch wegen der Pintxos, baskischen Tapas, aber als XL-Portion. Auf der Fahrt nach Javier fragen wir uns, was die Autonomiebestrebungen für Spanien bedeuten. Kämpfen nicht Basken, Katalanen und Madrilenen bei der Fußball-EM 2012 wieder gemeinsam um den Sieg? 160 km.
Optional Oft schlägt Ihr Reiseleiter Alternativen zum Programm vor. Worauf Sie Lust haben, entscheiden Sie einfach nach Ihrer Urlaubslaune. In San Sebastián können Sie eines der ältesten und interessantesten Aquarien Europas besuchen. Es befindet sich in einem schönen Jugendstilbau und wurde 1898 eröffnet. Lust bekommen? Dann lassen Sie den Altstadtbummel einfach aus und gehen Sie zum Fischegucken!
3. Tag: Romantisches Aragón
Auf dem Weg nach Torla fahren wir am Yesa-Stausee entlang. Verlassene Dörfer zeugen von der Landflucht. Durch blühende Wiesen laufen wir uns für die Pyrenäen warm (1,5 Std., mittel, 200 m 200 m). Durch einen Wald aus Kiefern und Kastanien kommen wir schließlich an das Felsenkloster San Juan de la Pena. Ein Ort zum Schauen: auf die Säulen, die uns die Schöpfungsgeschichte erzählen, auf das Felsendach, das den Kreuzgang schützt, und ins weite bewaldete Tal hinaus. Fahrtstrecke 170 km. Wir essen im gemütlichen Restaurant El Duende zu Abend.
4. Tag: Im Tal der Wasserfälle
Im fantastischen Ordesa-Nationalpark (UNESCO-Naturerbe) wandern wir (6 Std., mittel, 450 m 450 m) durch das Hochtal des Rio Ordesa. Auf beiden Seiten ragen die Felswände majestätisch in den Himmel, und Wasserfälle tosen in das tief eingeschnittene Tal. Zwischen 100-jährigen Buchen rufen wir uns begeistert zu, wenn einer eine besonders schöne Orchidee oder blühenden Ginster entdeckt. Im flachen Talschluss heißt es dann: Zeit zum Picknick! 20 km.
5. Tag: Bonjour, Frankreich!
In Frankreichs Pyrenäen wandern wir am Lac Roumassot (4,5 Std., mittel, 500 m 500 m). Der Pic du Midi d'Ossau, ein vulkanischer Zacken, spiegelt sich im See. Die Pyrenäen fesseln durch ihre Abgeschiedenheit und einsame Wildnis, die die Alpen schon vor Jahrzehnten verloren haben. Wir zählen die Gämsen und erzählen Geschichten von den Wundern der Welt beim Wandern. Apropos: Heute Abend erreichen wir Lourdes. Wer will, kann an der Lichterprozession teilnehmen. 150 km.
6. Tag: Zum Cirque de Gavarnie
Erkennen Sie die Namen auf dem Asphalt? Über einen Abschnitt der Tour de France fahren wir in die Urwelt des Cirque de Gavarnie (UNESCO-Naturerbe). Unsere Wanderung ist nichts für Radfahrer, so steigen wir wie gewohnt zu Fuß (5 Std., anspruchsvoll, 600 m 600 m) in den Felsenzirkus. In dem steinernen Theater für Riesen stürzt der höchste Wasserfall Frankreichs neben kleineren Nachahmern in die Tiefe. Das Gipfelrund überragt den Kessel um 1500 m. Das muss man beim Picknick im Sitzen genießen! Am besten mit einer Auswahl an Pyrenäenkäse. Schau an: Die hat Ihr Reiseleiter dabei. 100 km.
7. Tag: Kathedrale St-Bertrand
Vor den sanften Hügeln der Vorpyrenäen reckt sich die Kathedrale von St-Bertrand-de-Comminges in die Höhe. Wir nähern uns ihr zu Fuß - im Naturpark mit bester Aussicht (1 Std., leicht, 50 m 50 m). Das Äußere der Kirche verrät es nicht, aber die Schnitzkunst im Innenraum ist atemberaubend. Wir wechseln wieder hinüber nach Spanien in das entrückte Val d'Aran. Hier hören Sie noch eine neue Sprache: Aranesisch, die dritte Amtssprache in Katalonien. 160 km.
8. Tag: Romanik und Romantik im Tal von Boí
Im Tal von Boí können wir uns nicht sattsehen an den beeindruckenden Fresken und Steinmetzkünsten in den alten romanischen Dorfkirchen (UNESCO-Kulturerbe). Taxis bringen uns in den einzigen katalanischen Nationalpark: Im Aigüestortes wandern wir (4 Std., mittel, 250 m 250 m) an Hunderten plätschernden Wassern entlang hinauf zum Gletschersee Redó. Geformt wie ein lächelnder Mund liegt er in der Senke zwischen steilen Bergrücken. Ein freundlicher Gruß vom Hochgebirge. 140 km.
Optional Wenn Sie gut in Form sind, können Sie heute alternativ den Aussichtsberg Montardo (2833 m) • bezwingen (8 Std., anspruchsvoll, 1450 m 1450 m). Der Weg ist nicht schwer, spart aber auch nicht mit Höhenmetern. Die Mühe lohnt sich: Sie sehen vom Gipfel tief in das Val d'Aran.
9. Tag: Zum Kloster von Montgarri
In ein einsames Hochtal führt uns die nächste Wanderung (4 Std., leicht bis mittel, 250 m 250 m). Wir starten bei der Wasserscheide zwischen Atlantik und Mittelmeer und tummeln uns immer am Fluss entlang hinunter bis zum verlassenen Kloster von Montgarri. Im Winter ist hier mehr los. Da kommt sogar die spanische Königsfamilie zum Skifahren in die Gegend. Wir besuchen Juan und lassen uns in die Künste seiner Käseherstellung einweisen. Gestärkt durch die Käseverkostung fahren wir in die mittelalterliche Ortschaft La Seu d'Urgell. Entspannen Sie sich im stilvollen Parador direkt im historischen Ortskern! 130 km.
10. Tag: Bischofsstadt La Seu d'Urgell
Die Altstadt: Wir beginnen mit der Kathedrale und dem Diözesanmuseum. Der Bischof am Ort ist ein Fürst des kleinen Nachbarn Andorra. Ob das die Einheimischen wissen? Auf dem Markt kommen Sie an den Ständen sowieso mit ihnen ins Gespräch. Nachmittags ist frei. Oder möchten Sie vielleicht einen Sprung in die Moderne machen? Dann begleiten Sie den Reiseleiter zu dem Hightech-Sonnenofen von Odeillo (45 €). Ein Experte erklärt das Konzept. Beim Besuch der Festung Mont-Louis springen wir zurück in die Vergangenheit. 140 km.
11. Tag: Die Vulkane der Garrotxa
Vormittags katalanische Romanik in Ripoll, dann heißt es wieder die Wanderstiefel schnüren! Durch die grüne Vulkanlandschaft des Naturparks Garrotxa laufen wir nach Santa Pau (2,5 Std., leicht bis mittel, 150 m 150 m). Bewaldete Vulkane und tiefrote Erde wechseln sich ab, bis wir das mittelalterliche Städtchen erreichen - auf halbem Wege zwischen Pyrenäen und Mittelmeer. Dort wollen wir auch hin, zum Meer! Fahrtstrecke 230 km. Abends vielleicht noch kurz schwimmen?
12. Tag: Malerisches Roussillon
Ein freier Tag am Meer. Zu passiv? Dann sollten Sie sich Ihrem Reiseleiter anschließen und ins Roussillon fahren (75 €). In der südfranzösischen Landschaft fühlten sich vor 100 Jahren die besten Künstler zu Hause. In Céret im Museum für moderne Kunst können wir Picasso, Gris und Braque vergleichen. Und anschließend gehen wir in Collioure den Spuren von Matisse nach. 170 km.
13. Tag: Wo die Pyrenäen enden: Cap de Creus
Der geschützte Naturpark Cap de Creus reicht bis ins Meer. Die schroffe Küste, Heimat seltener Raub- und Seevögel, will natürlich erwandert werden (4 Std., mittel, 350 m 350 m). An einem Leuchtturm vorbei geht es nach Cadaqués, dem lebendigen Küsten- und Künstlerort. In den Galerien und Cafés können Sie vom schönen Cap schwärmen. Zustimmende Gesprächspartner garantiert. Nachmittags freie Zeit in Port de la Selva. 40 km.
Optional Sie mögen Dalí? Dann verzichten Sie doch auf die Wanderung nach Cadaqués und fahren Sie mit dem Linienbus nach Figueres! Aberwitzige Objekte und surrealistische Gemälde erwarten Sie dort im Dalí-Museum.
14. Tag: Zum Abschied: Barcelona
Barcelona ist der mondäne Endpunkt unserer Reise. Auf den lebhaften Ramblas zwischen Kiosken und Straßencafés stehen Vogelvolieren, lebende Statuen und noch lebendigere Katalanen. Schauselig streifen wir durch den gotischen Stadtkern. Groß ist der Kontrast zum Jugendstil und den Gaudíbauten im Eixample. Auf dem Montjuic lernen wir schließlich noch futuristische Gebäude kennen und den Blick über die Stadt lieben. 170 km.
15. Tag: Rückflug von Barcelona
Im Laufe des Tages fliegen Sie von Barcelona zurück in die Heimat.
Erklärtes Ziel von Studiosus ist es, zum Kennen- und Verstehenlernen anderer Länder, Menschen und Kulturen beizutragen und dabei innere und äußere Grenzen zu überschreiten. Alle Reisen müssen den hohen Erwartungen der Kunden gerecht werden, müssen von sozialer Verantwortung geprägt sowie ökologisch vertretbar sein.







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