Im Laufe des Tages Flug über Frankfurt oder München nach Marseille. Am Flughafen erwartet Sie Ihr Studiosus-Reiseleiter und begleitet Sie zum Hotel in Cavaillon, unserem „Stützpunkt“ für . 60 km. sechs Übernachtungen
2. Tag: Kräuter auf dem Weg nach Avignon
Schuhe geschnürt, dann kann es ja losgehen! Südwestlich von Avignon ziehen wir (2 Std., leicht, 50 m 100 m) über die Anhöhen der Montagnette durch die Garrigue: Ein Strauchwirrwarr aus Rosmarin, Thymian und Lavendel, Zwergpalmen, Zistrosen und mehr flankiert unseren Weg. Die Kämpfer der Résistance nutzten Gottes wilden Kräutergarten als Versteck und die Päpste von Avignon den Duft für die eigene Beweihräucherung. Von der aus dem Kinderlied berühmten Brücke ist es nicht weit bis zu den imposanten Mauern des Papstpalastes (UNESCO-Kulturerbe). Die Fresken zeugen von der Macht des Klerus. 100 km. Nach dem gemeinsamen Abendessen in einem Restaurant noch einen Absacker in einer der bei den Franzosen so beliebten Bars? Melonenlikör steht in Cavaillon hoch im Kurs!
3. Tag: Blick auf den Mont Ventoux
Die ländlich beschauliche Provence lernen wir heute auf unserer Rundfahrt auf dem Plateau d'Albion bei Sault kennen. Doch so friedlich wie die Landschaft wirkt, war sie lange Zeit nicht: 18 Silos für Atomraketen sind hier versteckt. Nach deren Demontage blieben die Camps der Fremdenlegion. Unsere Wanderung führt durch eine wunderschöne Landschaft im Angesicht des majestätischen Mont Ventoux (3,5 Std., mittel, 100 m 150 m), für die Pedaleure der Tour de France ein Berg des Schreckens. Auf der Rückfahrt sehen Sie nur noch Rotbraun, und das in allen Schattierungen, wenn die Sonne die Ockerbrüche von Roussillon zum Leuchten bringt. Hier wartete Samuel Beckett auf Godot. 130 km.
Optional Lust auf Extratouren? Ihr Reiseleiter hat immer wieder Alternativen zum Programm parat. Wollen Sie heute lieber in die Pedale treten als in die Wanderschuhe schlüpfen? Dann auf zu einem ganztägigen Fahrradausflug - es muss ja nicht gleich der Mont Ventoux sein! Was halten Sie von einer Tour zur Fontaine de Vaucluse, wo die Sorguequelle tief aus den Felsen sprudelt, und zum Antiquitätendorf L'Isle-sur-la-Sorgue?
4. Tag: Alpilles und Les Baux
Früh aufstehen lohnt heute sehr, denn es ist Markttag: Händler von überallher preisen lautstark und gestenreich ihr Gemüse an. Die berühmten Melonen aus Cavaillon kommen natürlich mit in den Picknickkorb! Provenzalischer Wein gehört ebenfalls dazu, wenn wir später im Schatten der Burgruine von Les Baux pausieren und uns die Füße massieren nach der zünftigen Wanderung (3,5 Std., mittel, 200 m 200 m). Picknick zwischen Pinien, Ölbäumen und Zypressen. Ein packendes Panorama, die von Ölbäumen übersäte Landschaft vor dem Hintergrund der schroffen Alpilles. Auch Cocteau war beeindruckt, van Gogh hingegen wurde hier eher zwangsbeglückt! Näheres erfahren Sie von Ihrem Reiseleiter. Später am Nachmittag besuchen wir einen Olivenbauern, befragen ihn zum „Gold der Provence“ und kosten die verschiedenen Arten. 60 km.
5. Tag: Montagne Ste-Victoire und Aix-en-Provence
Sechzig Mal malte Cézanne den beeindruckenden Bergrücken des Kalksandsteinmassivs Montagne Ste-Victoire. Wir besteigen am Vormittag das Wahrzeichen von Aix wie echte Bergvagabunden. Auf jahrhundertealten Pilgerspuren wandern wir zur Einsiedelei Le Prieuré (4 Std., anspruchsvoll, 600 m 600 m) und genießen das herrliche Panorama. Wer noch genug Energie hat, begleitet den Reiseleiter hinauf zum mächtigen Gipfelkreuz, dem Croix de Provence: Geschafft! Am Nachmittag in der Universitätsstadt spüren wir sofort die einzigartige Atmosphäre, für die Aix bekannt ist. Nach dem Besuch der Kathedrale bleibt Zeit für ausgiebiges Stöbern und Staunen: Mode von Sonia Rykiel, provenzalische Stoffe von Les Olivades oder die leckeren rautenförmigen Calissons aus Marzipan. 120 km.
6. Tag: Arles und Camargue
Heute pausieren die Wanderschuhe, denn es ist Wochenmarkt in Arles: Mischen Sie sich unters Volk, begutachten Sie die Früchte und den Käse, fragen Sie den „traiteur“ nach der besten Arleser Wurst! Kontrastprogramm: Stille strahlt der Kreuzgang von St-Trophime aus, im mächtigen Amphitheater (UNESCO-Kulturerbe) dagegen hören wir im Geiste die sich kreuzenden Klingen der Gladiatoren. Weiter in die Camargue. Rosa Flamingos, schwarze Stiere, weiße Pferde - und wir. Am Nachmittag ist Badetag. Wie warm ist das Wasser, wie fein der Sand, wie knapp sind die Bikinis am Strand von Les Stes-Maries-de-la-Mer? In der Kirche des Wallfahrtsortes begegnen Ihnen immer Sinti und Roma, die zur heiligen Sara beten. Wie viel Schutz die Zigeunerheilige täglich spenden muss und wie es unter der Regierung Sarkozy um Migration und Minderheiten in Frankreich steht, erzählt der Reiseleiter auf der Fahrt zurück. 170 km.
Optional Wollen Sie Römisches ganz ohne Gruppe für sich selbst genießen? Dann können Sie auf den Stadtrundgang verzichten und an der Rhone entlang zum archäologischen Museum spazieren. Die prächtigen Exponate geben Ihnen einen vorzüglichen Eindruck vom kulturellen Reichtum der römischen „provincia“.
7. Tag: Luberon
Heile Welt im Luberon? Das liegt am Naturparkstatus des Bergzugs, der das dörfliche Flair zwischen Feldern und kleinen Anpflanzungen erhält. Kein Wunder, dass viele Prominente wie Gérard Depardieu oder Jane Birkin dem Charme der provenzalischen Landschaft erlegen sind und hier Ferienhäuser besitzen. Nach unserer Wanderung (3 Std., mittel, 400 m 200 m) kehren wir ein in eine „ferme auberge“, und der Tisch wird reich gedeckt sein mit all den bäuerlichen Köstlichkeiten, die uns die Wirtin auftischt. Zum Glück können wir danach den Bus besteigen zur Weiterreise in das Bergdorf Castellane. 240 km. Wer jetzt wieder bei Kräften ist, steigt hinauf zur kleinen Kirche Notre-Dame-du-Roc (1,5 Std., mittel, 200 m 200 m). Der Aufstieg rockt wirklich!
8. Tag: Verdonschlucht
Bis zu 700 m tief hat sich der Verdon in den Fels gefressen und so den gewaltigsten Canyon Europas geschaffen. Das Wandern durch die Schlucht strengt etwas an (je nach Wetter 6 bis 8 Std., anspruchsvoll, 650 m 750 m), dafür zeigt der Abenteuerspielplatz seine ganze Klasse: Kanuten auf wilden Wassern, Freeclimber in schroffen Felsen und natürlich viele Wanderer. Mittendrin sind wir! Unser Weg führt durch eine Bilderbuch-Felslandschaft mit kleinen Tunneln - Taschenlampe nicht vergessen! Wir rasten an einer Kiesbank mit dem Gefühl: Was für ein grandioser Tag! 80 km.
Optional Sollte Ihnen die Wanderung durch die Schlucht zu lang sein, so müssen Sie trotzdem nicht auf das Highlight verzichten. Der Bus bringt Sie zum Point Sublime, und von dort spazieren Sie der Gruppe in Ihrem eigenen Tempo einfach entgegen.
9. Tag: Gorges du Loup und Cote d'Azur
Mit einem grandiosen Blick aufs Mittelmeer wandern wir bei Gourdon (2 bis 3 Std., mittel, 150 m 200 m) und nehmen langsam Abschied von den Schönheiten des Midis. Auf der Fahrt nach Nizza vertreiben wir uns die Zeit mit aktuellem Pop von Carla Bruni bis Patricia Kaas. In der mondänen Metropole bummeln wir gemeinsam durch die Altstadt und gesellen uns dann zu den Flaneuren auf der Promenade des Anglais. Anschließend shoppen, baden, Yachten schauen, Hummer knacken - genießen Sie den letzten Nachmittag der Reise ganz nach Gusto! Abendessen in einem guten Restaurant. 120 km.
10. Tag: Rückflug von Nizza
Im Laufe des Tages Transfer zum Flughafen von Nizza und Rückflug.
Erklärtes Ziel von Studiosus ist es, zum Kennen- und Verstehenlernen anderer Länder, Menschen und Kulturen beizutragen und dabei innere und äußere Grenzen zu überschreiten. Alle Reisen müssen den hohen Erwartungen der Kunden gerecht werden, müssen von sozialer Verantwortung geprägt sowie ökologisch vertretbar sein.







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