FunchalDer Pilot macht alles perfekt, und wir landen sanft auf dem Flughafen Santa Catarina in . Früher gehörte der zu den gefährlichsten der Welt und ist nach wie vor noch eine große Herausforderung. Die Start- und Landebahn wurde allerdings im Jahr 2000 verlängert. Alles in Butter also, und ich kann mich auf der Fahrt ins Hotel schon mal entspannt umschauen, was hier auf der Insel so wächst.
Eine dörfliche Oase in der Stadt
Hotel Pestana Village Im fühle ich mich sofort wohl. Es ist genau so, wie ich es mir nach meinen Internetrecherchen vorgestellt habe. Ein richtig nettes Hotel, fast wie ein kleines Dorf. Mit Fitnesscenter, Sauna, Whirlpool und . Ruhe, Vogelgezwitscher, . „Meine“ Liege entdecke ich auch gleich. Die ganz vorn natürlich, direkt am Pool. Habe mir extra einen passenden Roman gekauft: „Raquels Töchter“ von Helena Marques, eine Familiensaga, die im 19. Jahrhundert auf Madeira spielt. Handelt vom Fortschritt und der sich wandelnden Situation der Frauen auf der Insel.
Meine Mitreisenden
Blumenpracht im GartenNach dem ersten Abend, der feuchtfröhlich in der Pianobar endet, weiß ich schon jede Menge über meine Mitreisenden. Stefanie, unsere Studiosus-Reiseleiterin, ist gelernte Gärtnerin, Kommunikationswissenschaftlerin und Halbportugiesin. Karl war schon öfter hier und behauptet, er habe sogar das freche Madeira-Goldhähnchen, das man nur schwer vor die Linse bekommt, fotografieren können. Ich zeige mich beeindruckt und ernenne Karl zu meinem persönlichen Tierexperten. Ingrid und Annemarie fachsimpeln stundenlang über ihre , ein paar erfahrene Wanderer scheinen auch unter uns zu sein. Nach dem schicke ich noch eine Rund-SMS nach München: „Muito obrigado“, das heißt: danke, „melde mich morgen, nach meiner ersten Nacht im geräumigen Einzelzimmer ...“
Exotische Erlebnisse in Funchal
botanischen GartenDen Freitag verbringen wir in Funchal. Reiseleiterin Stefanie freut sich, dass wir ihre Liebe für die Pflanzenpracht im teilen. Ich mache drei Millionen Fotos und werde sie meinen Fensterbankbewohnern zu Hause vorlegen. In der würde ich am liebsten alles probieren. Hier gibt es auch Espada, den schwarzen Degenfisch, eine echte Spezialität. Und diese unglaublich leckeren Madeirabananen, von denen ich gleich mehrere vor Ort vernasche. Perfekte Grundlage für die Weinprobe beim , dem wir nicht nur ein paar süße Geheimnisse über Madeirawein entlocken, sondern jede Menge Inseltratsch.
Wanderfreuden und Freizeitspaß
Pico Ruivo, Die Wanderungen mache ich alter Bergfex natürlich alle mit. Am Samstag fangen wir gleich ganz oben an, auf dem 1862 m hohen dem höchsten Berg der Insel.Gigantische Aussicht von hier! Und das am Pico das Pedras ist auch nicht von schlechten Eltern. „Äh, sind wir hier in Südtirol?“, denke ich mir bei der nächsten Wanderung. Die , die hiesigen Bewässerungskanäle, sehen echt aus wie die alten Waalwege. Abends lassen wir's dann ordentlich krachen. Stefanie, ich und vier andere Nachteulen amüsieren uns im In-Lokal Chega de Saudade, was so viel heißt wie: Es reicht nun mit der Sehnsucht! Die Zocker unter uns gewinnen in der Zwischenzeit im Casino und laden uns am Sonntagabend zu einem Glas Madeirawein im , Madeiras bestem Fischrestaurant, ein. Haben wir uns auch verdient. Sind tagsüber auf der Hochebene herumgestiefelt. Grandiose Ausblicke! Unsere Wasserratten nehmen danach Stefanies Programmpunkt „Wir hüpfen kollektiv ins “ dankbar an und paddeln zwischen Lavafelsen. Ich wähle die ohne Gruppe und lasse schwimmen, das heißt beobachte die lokalen Meeresbewohner im . Zum Ausgleich absolviere ich am freien Montag ein olympiareifes Sportprogramm: zehn Bahnen im Außenpool vor dem Frühstück, zwei Stunden Powerlesen von „Raquels Töchter“ in „meiner“ Liege, dann Sauna, Whirlpool und Shopping-Trip nach Funchal.
Superlative und Kolumbus-Feeling
Palace GardenPflanzentechnisch darf man hier auf Madeira ja so einiges erwarten. Im , der Gartenwelt von José Berardo, sind aber dann auch unsere eifrigsten Botaniker platt. Die Wanderung auf einer der längsten Levadas der Insel werde ich garantiert auch nie vergessen. Nein, nicht wegen Dirk, der mir „mal kurz“ meinen Rucksack abnimmt - an der Levada ist es unglaublich romantisch! Dirk gebe ich später einen Korb. Einen rechteckigen aus Kopfweide. Selbst gebastelt und von den Korbflechterprofis in abgeschaut. Die Typen leben davon, zeigen und erzählen uns viel. Weil ich heute nicht genug von Körben kriegen kann, sage ich auch bei der nicht Nein, sondern begebe mich mal wieder auf ohne Gruppe. Am letzten Tag spielen wir Kolumbus und stechen mit der in See. Das Schiff ist Gold wert. Wird für Drehs gebucht, schaffte Arbeitsplätze. „Die Arbeitslosigkeit ist hier trotzdem sehr hoch, und die spärlichen Einkünfte landen häufig gleich in der Kneipe“, meint Stefanie ganz nüchtern. Obwohl Madeira totales Trendurlaubsziel ist. Also ich fühle mich jedenfalls nach den acht Tagen auf Madeira so neugeboren wie einst Sisi.
Reiseverlauf
1. Tag: Bemvindo à Madeira!
Anreise nach Madeira per Charterflug oder Linienflug. Genießen Sie bereits auf der Fahrt zu Ihrem Hotel den ersten Blick über die Blumeninsel! Am Abend erwartet Sie Ihr Reiseleiter und informiert Sie über das Programm der nächsten Tage. Sieben Übernachtungen in Funchal.
2. Tag: Funchal für Sie
Tropische Pflanzen aus aller Welt erfreuen uns auf unserem Spaziergang im botanischen Garten. In der Markthalle warten bunte Blumen, fangfrischer Fisch und viele Früchte. - Ihr Studiosus-Reiseleiter macht Ihnen die exotischen Köstlichkeiten so richtig schmackhaft! Am Nachmittag bummeln wir durch die lebhafte Innenstadt zu Senhor Edmundo, dem Besitzer einer der letzten traditionellen Weinkellereien auf Madeira. Wir sprechen mit ihm über das Leben auf der Insel und lassen uns genau zeigen, wie man aus den süßen Trauben Madeirawein macht. „Saúde!“ Beim gemeinsamen Welcome-Dinner lernen wir uns besser kennen und stimmen uns auf die Insel ein.
Optional Immer wieder eröffnet Ihnen Ihr Reiseleiter Möglichkeiten, den Tag nach Ihren eigenen Vorstellungen zu gestalten. Die Alternative zum Besuch der Weinkellerei: das Museum für zeitgenössische Kunst in der alten Sao-Tiago-Festung. Nicht nur die modernen Gemälde portugiesischer und internationaler Künstler erfreuen Kunstliebhaber, sondern auch die spektakulären Ausblicke aus den kleinen Erkern und Türmchen der Festung.
3. Tag: Die Berge Madeiras
Heute erkunden wir die faszinierende Bergwelt Madeiras. Vom Bergrücken der Achada do Teixeira erklimmen wir den höchsten Gipfel der Insel, den 1861 m hohen Pico Ruivo (2 Std., mittel, 250 m 250 m). Eine Stärkung gefällig? Bei Santana packen wir unser Picknick aus. 80 km. Wer abends portugiesischen Fado erleben will, kann das in der urigen Altstadtkneipe Marcelino, Pao e Vinho.
4. Tag: Im rauen Westen
Camara de Lobos hat auch heute noch einen malerischen Fischerhafen. Über den Encumeadapass gelangen wir hinauf zur weiten Hochebene Paúl da Serra: Hier wandern wir (1,5 Std., leicht bis mittel, 0 m 50 m) an einer Levada und genießen das tolle Panorama. Wie wäre es dann mit einem erfrischenden Bad im Meeresschwimmbecken von Porto Moniz (wetterabhängig)? Auf der Küstenstraße nach Sao Vicente bieten sich uns beeindruckende Perspektiven, bevor es zurück nach Canico geht. Fahrtstrecke 70 km.
5. Tag: Sonnen oder Sao Lourenco
Steht Ihnen der Sinn nach einem entspannten Tag? Nach einer Wanderung? Oder nach Faulenzen am Pool?Vielleicht möchten Sie Ihren Reiseleiter aber auch zu einem Ausflug auf die Halbinsel Sao Lourenco (40 €) mit einer Wanderung (3 Std., mittel, 250 m 250 m) durch die einmalige Landschaft im Südosten begleiten. Anschließend steht noch ein Spaziergang durch Machico, der ältesten Siedlung Madeiras, auf unserem Programm. Fahrtstrecke 90 km.
6. Tag: Auf nach Monte!
Mit der Seilbahn gleiten wir über Funchal hinweg nach Monte, direkt vor die Pforten des Palace Garden - hier hat José Berardo einen Traum verwirklicht. In der Nähe besuchen wir dann die Wallfahrtskirche mit dem Grabmal des letzten österreichischen Kaisers. Wir wandern (2,5 Std., leicht bis mittel, 100 m 150 m) durch ein wildromantisches Tal und dann an einer der längsten Levadas auf Madeira entlang. In Camacha zeigen uns die Korbflechter, wie wir aus Weiden Körbe zaubern können. Wir erfahren von ihnen mehr über dieses traditionelle Handwerk und über die Menschen, die davon leben. Fahrtstrecke 20 km.
7. Tag: Auf der Santa Maria
Schiff ahoi! Mit der Santa Maria (Nachbildung), dem Flaggschiff des Kolumbus, stechen wir in See und entdecken Madeira vom Wasser aus (ca. 3 Std.) - und mit ein wenig Glück können wir vielleicht sogar Delfine bei ihren Spielen beobachten. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Abends lassen wir die Reise bei einem gemütlichen Essen ausklingen.
8. Tag: Abschied von Madeira
Heute heißt es Abschied nehmen. Mit vielen schönen Erinnerungen treten Sie den Heimflug an. Oder möchten Sie vielleicht noch eine Woche verlängern?
Erklärtes Ziel von Studiosus ist es, zum Kennen- und Verstehenlernen anderer Länder, Menschen und Kulturen beizutragen und dabei innere und äußere Grenzen zu überschreiten. Alle Reisen müssen den hohen Erwartungen der Kunden gerecht werden, müssen von sozialer Verantwortung geprägt sowie ökologisch vertretbar sein.







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