Individuelle Anreise nach Paris mit einem der Hochgeschwindigkeitszüge TGV, ICE oder Thalys. Ein Vertreter unserer Agentur bringt Sie zu Ihrem Hotel. Nutzen Sie den Nachmittag, um am Eiffelturm vorbeizuschauen, wie die Pariser auf den Grands Boulevards zu flanieren oder vom Tour Montparnasse einen Blick auf Paris zu werfen. Am Abend begrüßt Sie Ihr Studiosus-Reiseleiter und lädt Sie zu einem Willkommenscocktail ein.
2. Tag: Chambord und Cheverny
Die Getreidefelder der Beauce, früher wie heute die Kornkammer Frankreichs, begleiten uns auf unserem Weg an die Loire. Der erste Höhepunkt: Für viele ist Chambord das Loireschloss schlechthin (UNESCO-Kulturerbe). Mit seinen 440 Räumen, 365 Feuerstellen und 84 Treppen ist es ein steingewordener Superlativ und weltweites Vorbild. Um die doppelte Wendeltreppe des Schlosses ranken sich zwei Legenden: Auf- und abtragende Diener sollten sich nicht behindern bzw. Gesandte verschiedener Mächte nicht begegnen. Weiter geht es nach Cheverny: Wir besichtigen das Schloss und hören Interessantes über die Aristokratie und die dort ansässige Jagdhundmeute. 210 km. Fünf Übernachtungen in Blois.
3. Tag: St-Benoit und Orléans
Auf unserem Weg durch die Heidelandschaft der Sologne fallen die Landsitze der Pariser Hautevolee auf - die Zufahrten lassen erahnen, wie groß die Grundstücke sind. In St-Benoit-sur-Loire öffnet uns ein Glaubensbruder die Tore zur Abtei. Wie lebt es sich eigentlich im Kloster? Fragen Sie ruhig, Ihr Reiseleiter übersetzt gern. In Germigny-des-Prés ist uns das Mosaik in der Kirche einen Halt wert. Orléans beeindruckt mit seiner Kathedrale. Der Name der Stadt ist Mythos: Jeanne d'Arc führte hier die Franzosen zum Sieg gegen die Engländer - später wurde sie auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Die Gestalt der heiligen Johanna inspirierte Romane, Dramen, selbst Popsongs - von Schiller über Brecht bis zu Leonard Cohen. Auf der Rückfahrt nach Blois hören Sie von Ihrem Reiseleiter Wissenswertes über die französische Energiepolitik am Beispiel des Atomstroms und der damit verbundenen Eingriffe ins Loiretal. Der Tag klingt aus bei einer Winzerfamilie. Diskutieren Sie mit einem Weinbauern über die Besonderheiten der Loireweine und festigen Sie Ihre Kenntnisse bei deren Verkostung. 210 km.
Optional Für alle, die Lust auf Extratouren haben, hat der Reiseleiter immer wieder Alternativen zum Programm parat. Wenn Sie heute lieber auf die Kirchenbesichtigungen verzichten möchten, dann machen Sie doch einen Spaziergang an der Loire entlang. Der Kampf für den Erhalt des natürlichen Flusslaufs war übrigens in den 1980er Jahren die Geburtsstunde der Ecologistes, wie die Grünen in Frankreich genannt werden.
4. Tag: Ein Tag in Blois
Der Vormittag gehört dem Schloss von Blois, lange Sitz der französischen Könige und dementsprechend prunkvoll. Caterina de' Medici war hier nicht nur für italienische Stileinflüsse, sondern der Legende nach auch für geheime Giftschränke à la Mafia verantwortlich. Am Nachmittag gestalten Sie Ihr eigenes Programm, der Reiseleiter unterstützt Sie gern bei der Planung. Wie wär's mit einer Stadt-Land-Fluss-Erkundung per Pferdegespann durch Blois, per Rad die Loire entlang oder per Kahn auf dem Fluss? Oder lieber einen Ausflug ins Zaubermuseum, das dem großen Magier Robert-Houdin gewidmet ist? Von Juni bis September entführen Sie allabendlich musikalisch untermalte Lichtspiele in die operettenhafte Welt der Renaissance.
Optional Feinschmecker kommen in Blois voll auf ihre Kosten: Nicht weniger als drei Köche haben sich einen Michelin-Stern erkocht. Verzichten Sie doch einmal auf das Halbpensionsessen und lassen Sie sich von Ihrem Reiseleiter einen Tisch in einem der Gourmettempel reservieren.
5. Tag: Loches und Valencay
Im Fokus unserer Besichtigung von Loches steht die vorbildhafte Restaurierung des historischen Zentrums und der Burg. Wir begegnen Jeanne d'Arc und der Geliebten von Karl VII., der schönen Agnès Sorel - bis heute verehrt Frankreich attraktive Frauen in der Nähe zur Macht! Nächstes Ziel ist das Schloss von Valencay, untrennbar verbunden mit der Person des Fürsten Talleyrand, einer der großen Gestalten der französischen Geschichte. 180 km. Am Abend ist bei einem Bummel durch Blois französische Lebensart angesagt. Fragen Sie ruhig die Passanten, welches Bistro zurzeit besonders zu empfehlen ist!
6. Tag: Villandry, Azay-le-Rideau und Tours
Gäbe es Sterne für Gärtner, in Villandry bekämen sie fünf! Kunstvolle Ornamente nicht nur aus Blumen, auch aus Gemüse bringen uns zum Staunen. Nicht weit von Villandry liegt Azay-le-Rideau. Der erste Schlossbesitzer war Finanzminister des Königs und zudem eine Art barocker Oligarch. Durch allzu große Gier fiel er in Ungnade und das Wasserschloss dem König zu. In Tours interessiert uns vor allem die Altstadt. Sie hat überlebt, weil unter Francois Mitterand in den 1970er Jahren die Abrissbirne gestoppt wurde. In Tours herrscht eine entspannte Atmosphäre: Studenten bevölkern die Cafés, Genießer bewundern die Auslagen der Delikatessenläden, Kunstfreunde die Exponate im Museum der schönen Künste. Und Sie sind mittendrin! 190 km. Für unser Diner bietet die Orangerie du Chateau das passende Gourmetambiente. Ein Digestif mit Schlossblick krönt den Abend … oder zwei oder drei? Gut, dass das Hotel gleich um die Ecke ist.
Optional Möchten Sie heute eine Schlösserpause einlegen? Kein Problem. Mieten Sie sich doch ein Fahrrad und fahren Sie an einem Ufer die Loire entlang, solange Sie wollen, und am anderen Ufer wieder zurück! Das Tal der Loire gilt als Paradies für Radwanderer. Oder lassen Sie sich eine Tour auf gut markierten Radwanderwegen durch die Sologne, das ehemalige Jagdrevier der französischen Könige, empfehlen!
7. Tag: Chenonceau und Amboise
Chenonceau - ein wahres Lustschloss. Die Annalen berichten von fünf Schlossherrinnen und ausschweifenden Festen, bei denen wenig bekleidete Frauen durch die Nacht ritten und in goldenen Kähnen über den Fluss glitten. Wen wundert's, dass das Schloss begeistert, auch heutige Stars schätzen das Inspirationspotenzial. Mick Jagger empfängt in Pocé-sur-Cisse Freunde wie Tina Turner, David Bowie oder Roman Polanski - gut geschützt vor den Paparazzi hinter hohen Mauern. Vom Schloss Amboise schweift unser Blick über das Loiretal. Am Spätnachmittag geht's zurück nach Paris. 290 km. Wer den Eiffelturm noch nicht gesehen hat - heute Abend ist die letzte Gelegenheit!
8. Tag: Rückreise von Paris
Wenn Sie wollen, können Sie noch einige Tage in Paris auf eigene Faust verbringen. Ansonsten Transfer zum Bahnhof und Rückreise mit dem TGV, ICE oder Thalys.
Erklärtes Ziel von Studiosus ist es, zum Kennen- und Verstehenlernen anderer Länder, Menschen und Kulturen beizutragen und dabei innere und äußere Grenzen zu überschreiten. Alle Reisen müssen den hohen Erwartungen der Kunden gerecht werden, müssen von sozialer Verantwortung geprägt sowie ökologisch vertretbar sein.






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