Im Laufe des Tages Flug nach Oslo und Weiterflug über den Polarkreis nach Kirkenes. Auf in die Taiga! Im Övre-Pasvik-Nationalparkzentrum beziehen wir unser Quartier, und heute Nacht erleben wir erstmals die Magie der Mitternachtssonne. Aber keine Sorge, alle Unterkünfte haben dicke Vorhänge für einen tiefen Schlaf. Zwei Übernachtungen in Svanvik.
2. Tag: Das Reich der Bären und Wölfe
Ein Blick aus dem Fenster zeigt uns – wir sind weit im Norden. Auf der Wiese grasen Rentiere, dahinter liegt der Fluss, im Rücken der Fjell. Auf zu unserer ersten Wanderung (3 Std., mittel, 200 m 200 m) durch die Taiga! Bären und Luchse leben hier, im Winter schauen auch russische Wölfe vorbei. Wir lassen uns viel Zeit und erkunden die Natur, die während des kurzen Sommers um die Wette blüht und wächst. Abends sind wir zu Gast bei der Samin und Hundezüchterin Trine: Sie bewirtet uns mit einer deftigen Rentiersuppe, Kaffee duftet aus Blechkannen, und im Schein des Feuers sprechen wir über das Leben jenseits des Polarkreises. Wie arrangieren sich die Menschen mit dem kurzen Sommer und dem langen Winter? 30 km.
3. Tag: Im Land der Samen
Heute starten wir nach Finnland zum gewaltigen Inarisee, der immerhin doppelt so groß wie der Bodensee ist, allerdings 3318 Inseln besitzt. Nachzählen? Lieber nicht! Das Samimuseum Siida erzählt vom Leben der Hirten im Einklang mit den Jahreszeiten und den Traditionen des alten Volkes. Die ersten Siedler schlugen hier vor rund 9000 Jahren ihre Zelte auf, und wir brechen unsere ab für die Wanderung zu einer alten samischen Kirche (3,5 Std., mittel, 0 m 0 m). Wie die Rentiernomaden heute leben, weiß Ihr Reiseleiter. 370 km.
Optional Es muss nicht immer unser Programm sein, Ihr Reiseleiter hat immer wieder Alternativen für Sie parat: Wenn Ihnen die Wanderung zu lang ist, dann bleiben Sie am See und buchen Sie eine Rundfahrt mit einem Motorboot zu den uralten samischen Opferstätten auf der heiligen Insel Ukonkivi. Die restliche Zeit können Sie mit Spaziergängen am See verbringen oder, wenn Ihnen danach ist, ein Ruderboot mieten und eine Runde drehen!
4. Tag: Moore, Seen und Wälder
Heute wandern wir (4 bis 5 Std., mittel, 400 m 400 m) ein ordentliches Pensum ab und werden dafür mit einem prima Panorama belohnt: Seen, Moore und Bäche zergliedern das Land. Inmitten dieser Kulisse packen wir unsere Rucksäcke aus und rasten. Wer möchte, befreit sich auch von den Schuhen und gönnt seinen Füßen ein paar moosig-weiche Momente. Zum Picknick gehört natürlich auch Rentierwurst. 60 km.
5. Tag: Der Fels im Norden
Kurz hinter der Grenze zu Norwegen besuchen wir Karasjok - die Hauptstadt der Samen, mit dem Samenparlament und seinem Museum für samische Kultur das politische und kulturelle Zentrum des Volkes und seiner Geschichte. Durch Taiga und Tundra geht es schließlich bis zur nördlichsten Klippe Europas. Wobei können Sie am besten träumen? Der Reiseleiter hat samische, finnische und norwegische Musik im Gepäck. Auf der Nordkapinsel erwandern wir erst ein spektakuläres Felsentor (1 Std., mittel, 150 m 150 m), dann stehen wir endlich an Europas Ende auf dem 300 m hohen Schieferfelsen und schauen auf das arktische Meer. Wie fühlt sich das an? Danach verlangt die Tradition einen kräftigen Schluck - skaal! 430 km.
6. Tag: Zeichen im Stein
Auf dem Weg nach Alta passieren wir die Finnmark. Über die Weiten dieser Hochebene wandern wir (1,5 Std., mittel, 100 m 100 m) durch die herrliche Landschaft. In Alta begegnen wir einer archäologischen Attraktion: Über 3000 Felszeichnungen (UNESCO-Kulturerbe) erzählen von der nördlichen Wiege der Menschheit, und die Wissenschaft rätselt noch heute, wie hier während der Eiszeit Menschen überleben konnten. Wir nehmen uns viel Zeit für die in Stein geritzten Alltagsszenen und Rituale. 220 km.
7. Tag: Lyngsalpen
Die mächtigen und oft noch im Sommer schneebedeckten Gipfel der Lyngsalpen vor Augen, wandern wir (3 Std., anspruchsvoll, 400 m 400 m) im abwechslungsreichen Gelände - über viel Stein und wenig Stock, dafür über Bäche und durch Moore - die großartige Landschaft lohnt jede Mühe. Nach so viel Natur tut Stadtluft gut: Wir erreichen Tromsö. In der größten Stadt Nordnorwegens mit dem wichtigen Hafen ist heute Abend jeder auf den Beinen. Hier können Sie das am weitesten im Norden gebraute Bier trinken. 400 km.
8. Tag: Tor zum Eismeer
Mit der Seilbahn schweben wir hinauf auf den Storstein, den Hausberg von Tromsö. Von hier wandern wir los (2 Std., mittel, 250 m 250 m) und drehen eine genussvolle Runde mit herrlichen Weitblicken auf Fjell und Fjord. Zurück in der Stadt, erkunden wir die kühne Architektur der Eismeerkathedrale. Am Nachmittag machen Sie das Programm. Das Erlebniszentrum Polaria erzählt Geschichten von Spitzbergen, und das dazu passende Polarmuseum ein paar Docks weiter im Hafen berichtet von den vielen Expeditionen der Entdecker Nansen und Amundsen. Abendessen in eigener Regie.
Optional Noch ein nördlicher Superlativ himmlischer Natur: Sowohl Protestanten als auch Katholiken haben in Tromsö ihren nördlichsten Bischofssitz. Wenn Sie möchten, dann verzichten Sie auf die Wanderung und stimmen morgens beim Gottesdienst ein in die norwegischen Choräle.
9. Tag: Aanderdal-Nationalpark
Norwegens schöne Insel Senja hat zwei Gesichter: Im Westen und Norden steigen steile Gipfel aus dem Granit, im geschützten Osten ist sogar Landwirtschaft möglich. Unsere Wanderung (5 Std., mittel, 200 m 200 m) hat es in sich und führt in den wenig erschlossenen Aanderdal-Nationalpark. Birkenwälder, tiefe Felsschluchten und über 500 Jahre alte Kiefern machen Lust auf das Land der Trolle. 200 km.
10. Tag: Auf die Lofoten
Auf dem See- und Landweg erreichen wir die Lofoten: das Inselreich mit den zackigen Fjorden, schroffen Berggipfeln, versteckten Naturhäfen, grünen Hängen und in Nebel getauchten Mooren. Im Fischerdorf Mortsund beziehen wir unser Quartier: rustikale, ehemalige Fischerhütten namens Rorbuer direkt am Meer - stilvoller kann man in Norwegen nicht übernachten. Noch Lust auf Aussicht? Dann erklimmen Sie die Hügel am Hotel und genießen Sie den Blick auf Meer und Inseln im milden Licht der Mitternachtssonne! 290 km. . Zwei Übernachtungen auf den Lofoten
11. Tag: Wikinger im Nordland
Wir wandern (3 Std., anspruchsvoll, felsiger Untergrund, 200 m 200 m) zu den knallbunten Häusern des Fischerdorfs Eggum an der Westküste. Die steilen Berge bäumen sich förmlich gegen das Meer auf. Eine Landschaft wie ein Gemälde, nicht nur für Fotografen ein Paradies. Im Wikingermuseum von Borg sehen wir dann die detailgetreue Rekonstruktion eines Häuptlingshauses. Unterwegs treffen wir die Norwegerin Wenche, die uns über das moderne Norwegen berichtet: Kann die Fischzucht die Verluste beim Fischfang kompensieren, was kommt nach dem Erdöl? 100 km.
Optional Lassen Sie die Gruppe alleine losziehen und golfen Sie am Meer! Von Mitte Mai bis Anfang August können Sie auf den Lofoten rund um die Uhr Golf spielen. Als weltweit einzige Anlage kann man mehr als zwei Monate lang ununterbrochen Sonnenschein genießen - vorausgesetzt, der Himmel ist klar. Da spielen Sie leicht 144 Loch in 24 Stunden, wenn Sie so lange wach bleiben möchten!
12. Tag: Zurück aufs Festland
Der Abschied naht, und wir wandern (1 bis 2 Std., mittel, 100 m 100 m) ein letztes Mal über moosige Wiesen und felsige Pfade am Meer entlang. Der Fotostopp in Reine muss sein: Das Fischerdorf in der stillen Bucht, umzingelt von zackigen Gipfeln, konzentriert unsere Reise in einem Bild - die Tribüne für die Fotografen steht schon bereit! Mit der Fähre setzen wir aufs Festland über nach Bodö, Heimat der Seeadler (Fahrzeit ca. 3 Std.). Sind Sie den Herren des Himmels sehr zugetan? Dann bitten Sie doch um Aufnahme in den exklusiven Seeadler-Club, in dem auch Touristen zugelassen sind - Ihr Reiseleiter hilft gerne weiter. Busstrecke 70 km.
13. Tag: Heimwärts
Im Laufe des Tages Transfer mit Bus oder Taxi zum Flughafen von Bodö und Rückflug über Oslo.
Erklärtes Ziel von Studiosus ist es, zum Kennen- und Verstehenlernen anderer Länder, Menschen und Kulturen beizutragen und dabei innere und äußere Grenzen zu überschreiten. Alle Reisen müssen den hohen Erwartungen der Kunden gerecht werden, müssen von sozialer Verantwortung geprägt sowie ökologisch vertretbar sein.






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