Flug nach Ankara und Transfer zum Hotel. Je nach Ankunftszeit können Sie schon mal einen Spaziergang zum Parlamentsviertel unternehmen. Beim Abendessen begrüßt Sie Ihr Studiosus-Reiseleiter im Hotel. Zwei Übernachtungen in Ankara.
2. Tag: Ankara - gestern und heute
Als Atatürk seine Hauptstadt bauen ließ, beauftragte er auch deutsche Stadtplaner. Hier finden der Westen und der Osten zusammen: Zwischen großzügigen Boulevards und Parks stehen orientalische Basare. Eine moderne Stadt mit alten Wurzeln, wie wir im Museum für anatolische Zivilisation feststellen. Natürlich schauen wir uns auch das gewaltige Mausoleum Atatürks an. Der Vater der Türken vereinte die Reste des Osmanischen Reiches und formte sie zu einer Nation nach europäischem Vorbild - inklusive Einführung des lateinischen Alphabets und Frauenrechten. Über die heutige Stellung der Frau in den verschiedenen Regionen der Türkei berichtet Ihr Reiseleiter. Bei der Stadtrundfahrt sehen wir auch die reiche Wohngegend Cankaya.
Optional Für alle, die Lust auf Extratouren haben, hat der Reiseleiter immer wieder Alternativen zum Programm parat. Statt Atatürkmausoleum können Sie Ankara am Nachmittag auch auf eigene Faust erkunden. Mischen Sie sich doch in der riesigen Kocatepe-Moschee unter die Gläubigen, oder schauen Sie bei einem Einkaufsbummel im modernen Shoppingviertel Kizilay, wie und was die jungen Türkinnen einkaufen!
3. Tag: Das hethitische Hattusa
Unterwegs nach Hattusa haben wir Zeit für politische Themen. Kann die Türkei als demokratisches Land mit muslimischer Bevölkerung als Vorbild für die arabischen Nachbarn dienen? Entwickelt sich das Land eher in Richtung Orient oder Europa? Hattusa war vor 3600 Jahren die Hauptstadt der Hethiter. Wir durchwandern (2 Std., mittel, 250 m 50 m) das Ausgrabungsgelände mit seinen wuchtigen Mauern und den Resten von Tempeln und Palästen. Danach schauen wir gebannt auf die Felsreliefs im Heiligtum Yazilikaya. Weiter geht es nach Amasya, einer der schönsten Städte im Herzen Anatoliens. 390 km.
4. Tag: Im Pontischen Gebirge
Eine herrliche Wanderung (3 bis 4 Std., mittel, 400 m 400 m) führt uns durch das Pontische Gebirge mit seiner sanften Berglandschaft. Am Kratersee Borabay werden wir dann mit einem Picknick belohnt. Es gibt Schafskäse, türkischen Schinken, Oliven und Rotwein. Serefe! Zum Wohl! In Amasya besuchen wir anschließend die Beyazit-Moschee und sprechen über die Bedeutung der Religion in der heutigen Türkei. Bekommt der Islam unter Erdogans AKP-Partei mehr Einfluss? Am späten Nachmittag können Sie sich noch auf den Marktplatz setzen und einen Tee mit den Einheimischen trinken. 110 km.
Optional Möchten Sie am Nachmittag auf die Moscheebesichtigung verzichten und sich lieber noch etwas bewegen? Bei einem Spaziergang am Fluss Iris sehen Sie ehemalige Koranschulen, den Basar und viele spätosmanische Häuser - Sie werden sich vollends in die bildhübsche Stadt verlieben!
5. Tag: Auf die Burg von Amasya
Stolze 12 m ragen in Amasya die Gräber der pontischen Könige die steilen Felswände hoch. Wir wollen noch höher hinauf und wandern bis zur alten Burg über der Stadt (1,5 bis 2 Std., mittel, 300 m 300 m) mit tollen Ausblicken auf Stadt, Land und Fluss. Eine andere Perspektive eröffnet Ihnen Ihr Reiseleiter auf der Fahrt nach Kappadokien. Spannende Themen der Gegenwart sind die ungelöste Kurdenfrage, der Weg der Türkei in die EU oder Fußball. Dazu hören wir Musik von Tarkan oder Sezen Aksu. Sie verbinden Euro-Pop mit orientalischen Einflüssen. 350 km.
6. Tag: Die Felsenkirchen von Göreme
Die Erosion hat in Kappadokien eine bizarre Szenerie aus Farben und Formen, Kratern und Kegeln hervorgebracht (UNESCO-Naturerbe). Vom höchsten Tuffsteinkegel Uchisar lassen wir die Blicke schweifen über diesen grandiosen Skulpturenpark der Natur. Bis zum Bevölkerungsaustausch 1923 lebten viele Griechen in Kappadokien. Wie ist das Verhältnis zwischen Griechen und Türken heute? Diese Frage können wir unterwegs besprechen bei der Wanderung (2 bis 2,5 Std., mittel bis anspruchsvoll, 100 m 150 m) vom Tal der Tauben zum Freilichtmuseum von Göreme (UNESCO-Kulturerbe) mit der beeindruckenden Dunklen Kirche. Am Ende des Tages besuchen wir eine Schule und sprechen mit Schülern und Lehrern über den Schulalltag und das heiß diskutierte Kopftuchverbot. 30 km.
7. Tag: Wanderung durch die Ihlaraschlucht
Heute wird es grün! Wir wandern (4 Std., leicht bis mittel, 50 m 150 m) am Fluss Melendiz Suyu, der die beeindruckende Ihlaraschlucht bewässert. So können wir unter Pappeln, Weiden und Zypressen hindurchstreifen und auf dem Weg ab und an eine der vielen Felsenkirchen bestaunen. Dann steigen wir hinunter in eine der unterirdischen Städte, die einst mehrere Stockwerke tief aus dem Fels gehauen wurden. In einem Weinkeller treffen wir am späten Nachmittag einen Musiker, der uns das Saiteninstrument Saz vorstellt. Genießen Sie bei einem Glas Wein die sehnsuchtsvollen orientalischen Lieder! 190 km.
Optional Sie möchten auf das Tagesprogramm verzichten und Kappadokien auf eigene Faust aktiv erkunden? Dann leihen Sie sich doch im Hotel ein Fahrrad und erkunden Sie radelnd die Highlights von Kappadokien! Tipp: eine Fahrt in das Dorf Ibrahimpascha mit hübschen, altgriechischen Häusern. Ihr Reiseleiter kennt die schönsten Routen, und unterwegs können Sie sicherlich die hilfsbereiten Kappadokier nach dem Weg fragen.
8. Tag: Auf einsamen Pfaden
Byzantinische Mönche bauten im stillen, abgeschiedenen Soganlital um die 150 Kirchen. Manche davon wurden von Bauern zu Taubenhäusern umfunktioniert. Wir wandern (1 bis 1,5 Std., leicht, 100 m 100 m) durch die aufregende Landschaft und sehen uns einige der Felsenkirchen an. Danach picknicken wir zusammen bei Schafskäse, Fladenbrot und Gemüse. Gestärkt können wir dann in das Dorfleben von Soganli eintauchen. 100 km. Nachmittags machen Sie Ihr eigenes Programm. Wie wäre es mit einem Sprung in den Hotelpool?
9. Tag: Wallfahrt nach Hacibektas
Vormittags wandern wir (2,5 bis 3 Std., leicht bis mittel, 50 m 150 m) durch das landschaftlich schöne Rote Tal zum Dorf Cavusin und lernen dann in einem Teppichzentrum die Knüpfkunst der Frauen der umliegenden Dörfer kennen. In Hacibektas tauchen wir am Nachmittag im dortigen Kloster tief in die alevitische Volksfrömmigkeit ein. Wir sehen gläubige Männer und Frauen, die gemeinsam zu dem Grab des Ordensgründers Haci Bektas Veli pilgern. Im Gespräch mit einem Aleviten diskutieren wir über diese muslimische Glaubensrichtung und das nicht immer einfache Verhältnis zur sunnitischen Bevölkerungsmehrheit in der Türkei. Welche Rechte haben Minderheiten in der Türkei? 120 km.
10. Tag: Güle güle ...
heißt in der Türkei „auf Wiedersehen“. Transfer nach Kayseri (75 km) und Rückflug über Istanbul.
Erklärtes Ziel von Studiosus ist es, zum Kennen- und Verstehenlernen anderer Länder, Menschen und Kulturen beizutragen und dabei innere und äußere Grenzen zu überschreiten. Alle Reisen müssen den hohen Erwartungen der Kunden gerecht werden, müssen von sozialer Verantwortung geprägt sowie ökologisch vertretbar sein.






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