Um ca. 9.30 Uhr Abfahrt von München (mit Umsteigen in Bologna). Ankunft in Florenz gegen 18 Uhr. Dort werden Sie abgeholt und zum Hotel gebracht. Wir lernen uns alle kennen beim Abendessen bei Guido, einem typischen Florentiner Restaurant. Freuen Sie sich auf sieben Übernachtungen in einem Palazzo aus dem 19. Jahrhundert mitten im Zentrum.
2. Tag: Benvenuti a Firenze!
Ein kurzer Spaziergang und wir sind beim Wahrzeichen von Florenz: dem Dom mit seiner weltberühmten Kuppel - ein technisch schier unmögliches Meisterwerk. Vorbei am Baptisterium mit den beachtenswerten Bronzetüren gehen wir zum Palazzo Vecchio auf der Piazza della Signoria - der Wiege unserer heutigen Demokratie - und weiter über die mittelalterliche Krämerbrücke Ponte Vecchio. Warum die hier ursprünglichen Metzgerläden einst durch Juweliergeschäfte ersetzt wurden? Ihr Studiosus-Reiseleiter erzählt es Ihnen gerne, während Sie das obligatorische Foto schießen. Nur kein Neid, liebe Warteschlange, wenn wir jetzt dank Vorabreservierung ganz einfach in die Uffizien hineinmarschieren und dort Giottos Entdeckung der 3-D-Perspektive, die Erotik einer „Venus“ und zahlreiche Meisterwerke von Leonardo und Michelangelo erleben dürfen. Bleiben Sie ruhig noch eine Weile und gönnen Sie sich eine kleine Pause im Museumscafé.
3. Tag: Kirchen, Künstler und Mäzene
Sponsoring war schon immer ein Thema in Florenz. Was heute die Wirtschaft übernimmt, förderten einst reiche Bankiersfamilien. Das sehen wir auch an der Fassade der Kirche Sta. Maria Novella anhand des Wappens der Familie Rucellai. Cappuccinopause? Gerne! Oder Sie folgen Ihrer Nase zu einer wahren Schatzkammer für Kräuter, Düfte und handgemachte Seifen in eine der ältesten Apotheken der Welt.Mittags entspannen wir bei echter toskanischer Küche in einem schönen Lokal! Wir gehen weiter zur Brancaccikapelle, deren Fresken den Weg zur Renaissance weisen - die Restaurierung ist übrigens von einer Computerfirma gesponsert. Dann besuchen wir Fabio in seiner Werkstatt und unterhalten uns mit ihm über die hohe Kunst der Möbelrestaurierung. Zurück in die Vergangenheit führt uns die Franziskanerkirche Sta. Croce, wo Michelangelo begraben ist und die Pazzikapelle von der einstigen Macht der Familie Pazzi zeugt.
Optional Oft schlägt Ihr Reiseleiter Alternativen zum Programm vor. Worauf Sie Lust haben, entscheiden Sie einfach nach Ihrer Urlaubslaune. Wer sich nach Bewegung sehnt, statt Fabio in seiner Werkstatt zu besuchen, kann sich auch ein Fahrrad leihen, am Arno entlangradeln und so die Stadt entdecken.
4. Tag: Schräges in Pisa, Schuhe in Florenz
Pisa, wir kommen! Vorher müssen wir aber noch durch ausufernde Vorstädte, vorbei an Einkaufszentren und schier endlosen Baumschulen. Passend dazu gibt Ihnen Ihr Reiseleiter gern Einblicke ins heutige politische, kulturelle und soziale Leben der schon immer links regierten Toskana. Von der einstigen Macht und Größe der Handelsstadt Pisa zeugt übrigens noch der strahlend weiße Carrara-Marmor auf grünen Wiesen. Ein Muss ist natürlich der Schiefe Turm (von außen) samt der technischen Raffinessen seines Stabilisierungsprogramms. 160 km. Zurück in Florenz kann jeder tun und lassen, was er will: Modebegeisterte können im Schuhmuseum von Ferragamo Marilyn Monroes zierliche High Heels bestaunen, und die eleganten Geschäfte der Via Tornabuoni werden Sie bestimmt magnetisch anziehen. Oder Sie machen einen Spaziergang zur Aussichtsterrasse der Piazzale Michelangelo und erleben eine atemberaubende Sicht auf Florenz. Und wenn Sie heute Abend zur Abwechslung mal Lust auf eine Pizza haben, weiß auch Ihr Reiseleiter, wo es die beste gibt. Den besten Aperitif davor serviert man im Kitsch - der Name ist Konzept!
5. Tag: San Gimignano, Gelato und Chianti
Auf ins „Manhattan des Mittelalters“! San Gimignano, die Stadt der Geschlechtertürme, ist zwar lange nicht so groß wie das Zentrum von New York, aber fast so trubelig. Wo es trotzdem noch mittelalterlich idyllisch ist, wissen wir natürlich und führen Sie ein wenig weg von den touristischen Hauptpfaden. Kultureller Anziehungspunkt: die Kollegiatskirche, die in Freskenform ein Bilderbuch des Alten und Neuen Testaments zeigt. Kulinarischer Magnet: die Gelateria di Piazza, wo der Weltmeister im Eismachen, Signore Dondoli, seine süßen Kreationen anbietet. Sehr empfehlenswert! Weil wir hier im Land der Oliven und des Chiantis sind, betrachten wir natürlich die Landschaft ein wenig näher, halten an Olivenbäumen, und der Reiseleiter berichtet Ihnen über die schwierige Pflege, die Qualitäts- und Ernteunterschiede. Bei einer kleinen Weinverkostung gibt es dann auch echten Chianti aus dem Chianti und die Erklärung, was es mit dem schwarzen Hahn auf sich hat. Und was heißt eigentlich DOCG? Und warum ist der Ruf des Chiantis etwas verblasst? 140 km.
Optional Keine Lust auf Fresken in der Kollegiatskirche? Dann können Sie auch bei einer kleinen, leichten Wanderung rund um die Stadtmauern von San Gimignano die Toskana von ihrer schönsten Seite erleben: Die sanften Hügel, die typischen Pinien- und Olivenhaine, ein unglaubliches Farbenspiel – was für Aussichten!
6. Tag: Medici und Michelangelo
Heute steht Michelangelo absolut im Mittelpunkt. Einige seiner Skulpturen zeigen wir Ihnen gleich zu Tagesbeginn im Palazzo del Bargello, dem ältesten erhaltenen Kommunalpalast. Hier sehen Sie auch Werke von Donatello und die Reliefs für den Wettbewerb um die Baptisteriumstür. In der Neuen Sakristei von S. Lorenzo, der Grabkapelle der Medici, führen uns im Anschluss Michelangelos Grabmäler in die Familiengeschichte der Medici ein. Und dann, in der Accademia, das absolute Highlight, der schönste Mann vor Brad Pitt: „David“. Sieht man noch die „Wunde“, die ein verwirrter Fan 1991 seinem Fuß zugefügt hat? Und war er schon immer so weiß, oder ist das auf die letzten, umstrittenen Restaurierungsarbeiten zurückzuführen? Warum musste Michelangelos Jugendwerk unbedingt ein David sein? Die Antworten kennt Ihr Reiseleiter. Krönender kulinarischer Abschluss des Tages ist ein gemütliches Restaurant, wo wir uns bei Antipasti, Pasta & Co. wieder alle treffen.
7. Tag: Siena oder was?
Machen Sie heute, was Sie wollen! Genießen Sie Florenz in aller Ruhe, fragen Sie Ihren Reiseleiter nach kulturellen, kulinarischen oder trendigen Tipps oder begleiten Sie ihn nach Siena (65 €). Was uns dort erwartet? Der schwarz-weiße Dom, ganz schön schiefe Gassen, der Campo - Austragungsort des berühmten Pferderennens Palio und Kulisse für einen James-Bond-Film. Außerdem: die älteste Bank der Welt, die wohl schon so manche Krise gestemmt hat! Das Girokonto hat - zumindest namentlich - hier seine Wurzeln. Die Fresken im Ratspalast zeigen auch die Folgen guter und schlechter Regierung - nein, über Berlusconi & Co. ist hier noch nichts verzeichnet ... Nicht zu vergessen die süßen Teilchen in der Pasticceria Nannini, ja, sie gehörte mal den Eltern von Gianna Nannini. 160 km. Jedenfalls werden Sie abends, wenn wir uns alle bei kulinarischen Leckerbissen in einer gemütlichen Trattoria in Florenz wieder treffen, so einiges zu schwärmen haben!
Optional Wer nicht mit nach Siena kommt, könnte auch nach Fiesole hinauffahren, per Linienbus ganz leicht zu erreichen. Ihr Reiseleiter organisiert gerne die Tickets und zeigt Ihnen den Weg. Von hier oben haben Sie eine prächtige Aussicht auf Florenz, sehen römisch-etruskische Ausgrabungen oder gehen einfach ein wenig wandern.
8. Tag: Rückreise von Florenz
Bahngäste starten um ca. 10 Uhr - wir bringen Sie zum Bahnhof -, steigen in Bologna um und kommen gegen 18.30 Uhr in München an.
Erklärtes Ziel von Studiosus ist es, zum Kennen- und Verstehenlernen anderer Länder, Menschen und Kulturen beizutragen und dabei innere und äußere Grenzen zu überschreiten. Alle Reisen müssen den hohen Erwartungen der Kunden gerecht werden, müssen von sozialer Verantwortung geprägt sowie ökologisch vertretbar sein.





Fotograf: Riccardo T. - some rights reserved (by-nd)