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Rundreise inkl. Fluganreise 11 Tage ab 2.070

Leistungen, Flughäfen, Hotels 

 
   

Ausdrucken Als pdf anzeigenAzoren - grüne Inseln im Atlantik

Reiseverlauf
Grüne Vulkaninseln mitten im Atlantik. Seit Jahrhunderten ein Wegkreuz für Abenteurer, Piraten und Walfänger, ein Eldorado seltener Pflanzen und Tiere an verwunschenen Kraterseen - ein Ort wie sonst keiner. Welche Autonomieregion ist so von den Subventionen des Mutterlandes und der EU abhängig? Wo in Europa wachsen Ananas neben exzellentem Wein und Tee? Sie können Pottwale beobachten und in Vulkanschlote steigen. Hier stellt man Töpfe zum Kochen in die Erde und badet im heißen rostroten Wasser. Die Azoren sind eine eigene Welt, auf halbem Wege zwischen den Subtropen und Island, wild, abgeschieden und verzaubernd. Und Sie sind mittendrin.
1. Tag: Flug nach Ponta Delgada
Sie reisen individuell nach Frankfurt. Nachmittags Flug mit SATA International Airlines nach Ponta Delgada auf Sao Miguel. Sie kommen mittags an. Mit Ihrem Studiosus-Reiseleiter fliegen Sie gemeinsam weiter nach Terceira. Drei Übernachtungen in Angra auf Terceira.

2. Tag: Angra do Heroísmo
Der perfekte Ort für den Start der Reise. Zwischen zwei Festungen liegt Angra do Heroísmo: Nicht nur die älteste Stadt der Azoren, sondern auch ein gepflegtes architektonisches Renaissancejuwel (UNESCO-Kulturerbe). Der Ort in der geschützten Bucht hat einiges mitgemacht und alles überstanden: Epidemien, Piraten, Erdbeben. An der kleinen Universität kann man studieren, was auf den Azoren zu wissen lohnt: Agrarwissenschaften, Ozeanografie und Ichthyologie - die Wissenschaft von den Fischen - und Vulkankunde. Apropos: Wenn wir uns vom Städtchen einen Eindruck verschafft haben, fahren wir hoch auf den Monte Brasil. Vom Kraterrand des erloschenen Vulkans sehen Sie weit über die Insel und auf die Häuser in der Bucht des Heldenmutes. Da schwillt die Brust vor Entdeckerlaune. Wir entdecken noch die bunten Fresken in der Kapelle von Sao Sebastiao. Und das ist erst der Anfang! Abends essen wir in einem typisch azorischen Restaurant. 40 km.
Optional Zum Programm gibt es immer wieder Alternativen. Wenn Ihnen heute der Sinn eher nach mehr Bewegung steht, verrät Ihnen Ihr Reiseleiter, wie Sie zu Fuß auf den Monte Brasil kommen (1,5 Std., leicht bis mittel, 200 m 200 m). Sie setzen sich auf dem Stadtrundgang einfach etwas früher von der Reisegruppe ab und steigen voraus zum Kraterrand. Dort treffen wir uns wieder.

3. Tag: Terceira: ins Innere der Erde
Die Küste entlang passieren wir die Westflanke des Santa-Bárbara-Vulkans und machen im hübschesten Ort der Nordküste, in Biscoitos, zum Baden halt. Rein in die Schwimmsachen und ab in den kühlen Atlantik zwischen schwarzen Lavazungen! Erfrischt geht es weiter: Wir unterhalten uns mit einer Winzerfamilie, die uns im Weinmuseum den köstlichen Azorenwein kosten lässt. Wie lebt es sich hier? Ein Dichter sprach von der Insularidade - der Wehmut der Azorer, entweder abgeschieden von der Welt zu leben oder sich nach den Azoren sehnen zu müssen. Wir dringen tiefer in die Geheimnisse der Insel ein. An Schwefelquellen vorbei steigen wir in die Unterwelt. Algar do Carvao ist der einzige begehbare Vulkanschlot der Erde. Und Sie stehen mittendrin - an einem schwarzen See. 80 km.

4. Tag: An den bunten Kaimauern von Horta auf Faial
Kaum gestartet, landen wir schon wieder auf Faial. Horta ist eine freundliche Stadt mit netten Häusern im Kolonialstil, die Wege sind mit Mosaiken geschmückt, und es geht ausgesprochen international zu. Kein Wunder. Nahezu jeder, der als Segler über den Atlantik möchte, kommt hier vorbei. Und alle, die die große Überfahrt geschafft haben, verewigen sich bunt an den Kaimauern. Das ist ebenso Pflicht wie ein Drink in der Abenteurerkneipe Peter Café Sport. Hier wird das Seemannsgarn knäuelweise gesponnen. Hinsetzen, zuhören und am Gin Tonic nippen - ein abendfüllendes Programm. 15 km. Drei Übernachtungen in Horta auf Faial.

5. Tag: Auf der blauen Insel
Blaue Hortensien säumen die Wege hinauf zum zentralen Vulkan der Insel. Spielt das Wetter mit, wird Ihr Blick hier fasziniert zu wandern anfangen: Erst durch die 2 km breite Caldeira, dann weit hinüber zum Pico, der mehr als 2000 m aus dem Meer ragt. Wie diese Inseln einmal entstanden, konnten die Einheimischen vor über 50 Jahren am jüngsten Vulkan, dem Capelinhos, sorgenvoll beobachten. Im Vulkanzentrum erfahren wir von seiner Entstehung. Nachmittags gehen Sie Ihre eigenen Wege. Vielleicht auf ein Boot zur Walbeobachtung (ca. 50 €)? 40 km.

6. Tag: Pico - Insel der findigen Walfänger
Nach Pico! Wir nehmen die Fähre, morgens hin und abends zurück. In Lajes, dem früheren Zentrum des Walfangs, hat das Fangverbot viele Menschen arbeitslos gemacht. Aber nicht lange: Nach dem Motto „Was man nicht jagen darf, kann man immer noch fotografieren“ fahren sie mit ihren Booten Touristen zum Whale-Watching aufs Meer. Kreativ sind nicht nur die Azorer. Sie werden es im Privatmuseum eines britischen Meeresbiologenehepaars gleich wieder sehen: Die Walbegeisterten basteln viele der kuriosen Exponate selbst. Ins Gespräch vertieft, hören Sie von den erfahrenen Forschern, warum sie hier so gerne leben. Weinanbau mitten im Atlantik? Auch das geht, wenn man Ideen und Ausdauer hat: Die aufwendigen Weingärten gehören zum UNESCO-Kulturerbe. Und der Lavawein schmeckt köstlich. Kosten Sie selbst! 60 km.
Optional Sie wollen einen ruhigen Tag erleben? Dann verzichten Sie auf den Ausflug nach Pico und fahren Sie mit der Fähre auf die Insel Sao Jorge. Durch die verschlafene Stadt Velas steigen Sie gemütlich hinauf auf den Morro Grande (1,5 Std., leicht, 200 m 200 m). Winken Sie den anderen auf Pico zu! Den Tag sollten Sie mit einer Cataplana, einem Meeresfrüchteeintopf, krönen. Entspannt geht es zurück nach Faial.

7. Tag: Nach Sao Miguel
Unser Flug nach Sao Miguel geht erst gegen Mittag. Zeit genug, um morgens noch den angehenden Wissenschaftlern des Centro do Mar einen Besuch abzustatten: Fachkundig zeigen uns die zukünftigen Meeresforscher in der Walfabrik von Porto Pim, wie die Verarbeitung der gefangenen Wale funktionierte - und erklären uns enthusiastisch, warum es gut ist, dass die Wale heute geschützt werden. 35 km. Zwei Übernachtungen in Furnas auf Sao Miguel.

8. Tag: Furnas: die Tagestour als Tageskur
Der Kratersee Lagoa do Fogo trägt noch das feurige Unglück im Namen, bei dem er entstand: ein Ausbruch im 16. Jahrhundert. Mittags genießen wir einen Cozido-Eintopf und werfen auch einen Blick auf den Herd - im Freien: Hier schmeckt's wie bei Mutter Erde, denn der Cozido wird traditionell in heißen Erdlöchern am Furnas-See gegart. Gewusst wie: Topf rein, Deckel drauf, mit Erde zuschaufeln und warten. Der Rest des Nachmittags steht zur freien Verfügung. Rotbraun dampft das Wasser in einem der größten Thermalschwimmbecken der Welt. Wer nicht schwimmen will, kann den Terra-Nostra-Park erkunden: endemische Baumarten, wohin Sie blicken! 80 km.
Optional Sie wollen am Vormittag lieber wandern als den Kratersee erkunden? Versuchen Sie es heute mal bergab: Vom Pico do Ferro sehen Sie schon den Furnas-See, und auch bis nach Furnas ist es nicht weit (2 Std., leicht, 0 m 250 m).

9. Tag: Tee, Ananas und Liebeskummer
Im einzigen Tee-Anbaugebiet Europas probieren wir einen Cha verde. Von 60 Teefabriken sind noch zwei übrig geblieben, und die verstehen ihr Handwerk. Auf einer Ananas-Plantage erhalten wir danach eine süße Kostprobe. In dem milden Inselklima gedeihen die stacheligen Früchte wie wild und schmecken besonders zuckrig. Um diese Insel, auf der schon manche Stadt unter Asche begraben wurde, ranken sich melancholische Legenden. Ihr Reiseleiter kennt sie alle. Wenn eine blauäugige Prinzessin sich in die grünen Augen ihres Schäfers verguckt, ihn aber nicht behalten darf, was dann? Dann weinen sie an der Sete Cidades einen grünen und einen blauen Kratersee in die Caldeira zum Zeichen ihrer Liebe. 120 km. Zwei Übernachtungen in Ponta Delgada auf Sao Miguel.

10. Tag: Die Kapitale der Insel
Ein ruhiger Vormittagsspaziergang durch die Hauptstadt Ponta Delgada mit ihren basaltschwarz und kalkhell gestalteten Fassaden und Bürgersteigen. Eine Handvoll Hochhäuser und die Universität geben dem Ort etwas Großstädtisches. Entlocken Sie dem Reiseleiter beim Bummeln die tragische Geschichte des Nationallyrikers Antero de Quental, fragen Sie ihn nach der wundertätigen Christusfigur! Nachmittags können Sie in aller Ruhe Ihre Souvenirs einkaufen, einfach in einem der zahlreichen Cafés sitzen und die letzten Karten schreiben oder Ihren Reiseblog füttern. Abends essen wir gemeinsam in einem landestypischen Restaurant und tauschen uns über die bleibenden Eindrücke dieser Reise aus.

11. Tag: Rückflug
Frühmorgens fahren wir zum Flughafen. Rückflug nach Frankfurt und individuelle Weiterreise.
Seit über 50 Jahren veranstaltet der Münchner Veranstalter Studiosus anspruchsvolle Studienreisen zu Reisezielen in der ganzen Welt. Studiosus ist Marktführer in Deutschland und bietet das vielfältigste Studienreiseprogramm in Europa. Viele beliebte und bekannte Länder werden bereist, es stehen aber auch eine Reihe touristisch eher weniger bekannter Länder und Regionen auf dem Reiseprogramm.
Erklärtes Ziel von Studiosus ist es, zum Kennen- und Verstehenlernen anderer Länder, Menschen und Kulturen beizutragen und dabei innere und äußere Grenzen zu überschreiten. Alle Reisen müssen den hohen Erwartungen der Kunden gerecht werden, müssen von sozialer Verantwortung geprägt sowie ökologisch vertretbar sein.

 
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Reiseverlauf

11-tägige NaturStudienreise
 
 
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Großes Bild oben: CC: by-ndFotograf: Riccardo T. - some rights reserved (by-nd)

Bildnachweis

Azoren: © Studiosus Reisen München GmbH

Azoren: © Studiosus Reisen München GmbH

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