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Rundreise inkl. Fluganreise 21 Tage ab 3.695

Leistungen, Flughäfen, Hotels 

 
   

Ausdrucken Als pdf anzeigenÄthiopien - ursprüngliches Afrika

Reiseverlauf
Äthiopien ist ein altes Kulturland - Kirchen und Klöster im Hochland zeugen davon. Doch die ganz große Entdeckung dieser Reise ist der Süden des Landes - von der Moderne bisher kaum berührt. Wer eine gute Portion Entdeckergeist besitzt, lieber die Sterne am Himmel als im Hotel zählt und bereit ist, auch einmal mit Geländefahrzeugen über schlechte Pisten zu holpern, wird reich belohnt: Eine ursprüngliche Natur und Begegnungen mit Menschen, die noch nach uralten Traditionen leben, garantieren Erlebnisse für alle Sinne. Nur - fit müssen Sie sein, denn eine gute körperliche Verfassung ist Voraussetzung für diese Reise ins tiefe Afrika.
1. Tag: Flug nach Äthiopien
Individuelle Anreise nach Frankfurt und gemeinsamer Weiterflug mit Ethiopian Airlines nach Addis Abeba (Nachtflug, nonstop, Flugdauer ca. 7 Std.).

2. Tag: Die äthiopische Metropole
Am Morgen landen wir in der 2360 m hoch gelegenen Hauptstadt Äthiopiens Addis Abeba. Auf einer Rundfahrt lernen wir die erst vor 115 Jahren von Kaiser Menelik gegründete Stadt kennen. Nach der Besichtigung der Dreifaltigkeitskirche treffen wir im Nationalmuseum Lucy, die älteste Äthiopierin. Warum die Überreste des Urmenschen nach einem Beatles-Song benannt wurden, erzählt Ihnen Ihr Studiosus-Reiseleiter. Schließlich stürzen wir uns auf dem Mercato, dem angeblich größten Markt Afrikas, mitten hinein ins pralle Leben. Der späte Nachmittag bleibt ohne Programm.

3. Tag: Die antike Hauptstadt
Wie die Äthiopier stehen wir heute vor dem Morgengrauen auf, denn wir wollen den ersten Flug nehmen. Es geht über das Hochland nach Axum, dem Rom Äthiopiens. Der Einfluss dieser Stadt reichte bis in den weit entfernten Jemen. Bis heute ist sie Zentrum und Pilgerort des äthiopischen Christentums, der Überlieferung nach auch der Aufbewahrungsort der Bundeslade mit den Gesetzestafeln des Moses. Wir besichtigen eingehend die alte Kaiserstadt (UNESCO-Kulturerbe) mit dem Bad der Königin von Saba und den berühmten Stelen. Der von Mussolini geraubte Obelisk wurde erst 2005 wieder nach Axum zurückgebracht. Wir haben auch Zeit, durch die Stadt zu bummeln, um das Leben in den Straßen zu beobachten. Zwei Übernachtungen in Axum.

4. Tag: Zur Königin von Saba
Ausflug zum Mondtempel in Yeha, der auch als Palast der Königin von Saba bezeichnet wird. Unweit davon erregt die Kirche Abba Aftse unsere Aufmerksamkeit. In die Kirchenwand wurden Bruchstücke eines antiken Steinbockfrieses eingemauert, Beleg für die Verbindung mit Südarabien in Äthiopiens Frühgeschichte. Auf dem Rückweg passieren wir Adua, die Stadt, bei der die Äthiopier die italienische Invasionsarmee zurückschlugen – mit der Folge, dass Äthiopien als einziges afrikanisches Land niemals unter Kolonialherrschaft geriet. Zurück in Axum, haben Sie den Nachmittag zur freien Verfügung.
Optional Es muss nicht immer unser Programm sein. Ihr Reiseleiter hat immer wieder Alternativen für Sie parat. Wenn Sie Tempel und Kirche in Yeha weniger interessieren, dann bleiben Sie doch in Axum. Junge Leute sprechen gerne ausländische Besucher an, um ihr Englisch zu erproben und sich ein Taschengeld zu verdienen. Machen Sie sich das zunutze und lassen Sie sich die verborgenen Winkel der Stadt zeigen.

5. Tag: Von Axum nach Lalibela
Am Vormittag Flug nach Lalibela. König Lalibela gab dem entlegenen Gebirgsdorf (2600 m), das zum bedeutendsten Wallfahrtsort der äthiopischen Christen werden sollte, im 12. Jahrhundert seinen Namen. Die Höfe der Monolithkirchen von Lalibela (UNESCO-Kulturerbe) sind alle leicht geneigt. Absicht oder Unvermögen? Ihr Reiseleiter kennt die wahre Geschichte. Am Nachmittag besuchen wir die Südgruppe mit der oft fotografierten Georgskirche. Zwei Übernachtungen in Lalibela.

6. Tag: Heiliges Lalibela
Ein ganzer Tag in den Bergen von Lalibela. Am Vormittag besuchen wir die Felsenkirchen der Nordgruppe. Ein Abstecher führt uns nachmittags zur Kirche Neakuto Leab, die eindrucksvoll in den Bergen liegt und eine hochinteressante Sammlung von äthiopischen Prozessionskreuzen, Manuskripten und Ikonen besitzt. Eine traditionelle Kaffeezeremonie mit musikalischer Untermalung, bei der Ihnen junge Mädchen auch den Honigwein Tesch servieren und bei der einige äthiopische Tänze vorgeführt werden, bringt uns wieder in das heutige Äthiopien zurück.
Optional Wenn Sie Frühaufsteher und auch ein wenig sportlich sind, dann empfehlen wir statt der gemeinsamen Kirchenbesichtigungen einen Ausflug zu Fuß oder mit dem Muli zum Kloster Asheten Maryam. Die vierstündige Bergtour beginnt früh am Morgen, denn es gibt wenig Schatten unterwegs, und Sie sollten vor der größten Mittagshitze wieder zurück in Lalibela sein.

7. Tag: Die Kaiserstadt Gondar
Am Vormittag besuchen wir - wenn nicht gerade Ferien sind - eine Schule auf dem Lande und bekommen aus erster Hand Informationen über das Bildungswesen und die sozialen Verhältnisse im Land. Gegen Mittag kurzer Flug nach Gondar, das vom 17. bis zum 19. Jahrhundert die Residenz der äthiopischen Herrscher war (UNESCO-Kulturerbe). Im Schlossbezirk bestaunen wir die architektonischen Spuren, die die Kaiser hinterlassen haben. Das Kloster Debre Berhan überrascht durch seinen einzigartigen Wand- und Deckenschmuck.

8. Tag: Die Wasserfälle des Nils
Vormittags Fahrt von Gondar um den Tanasee nach Bahar Dar. Am Nachmittag Ausflug nach Tisisat, in der Übersetzung „Wasser, das raucht“. Und in der Tat liegt eine Gischtwolke über dem Wasserfall, wenn der Blaue Nil auf einer Breite von 400 m in die Tiefe stürzt – sofern das Wasser nicht für die Turbinen des nahen Kraftwerks benötigt wird. Hier im Hochland Äthiopiens sammeln sich die Wassermassen, die alljährlich für reiche Ernten in Ägypten sorgen. Ihr Reiseleiter weiß einiges über das für den Sudan und Ägypten so lebensnotwendige Nilwasser - fragen Sie ihn, dann sprudelt er los. 300 km.

9. Tag: Klöster im Tanasee
Die Inselklöster im See sind spirituelle Zentren des äthiopischen Christentums. Eine Bootsfahrt am Vormittag bringt uns auf die paradiesisch anmutende Halbinsel Zeghie mit dem Kloster Ura Kidane Mehret, das - keine Selbstverständlichkeit in Äthiopien - auch Frauen besichtigen dürfen. Zurück in Bahar Dar zieht der Markt Käufer und Händler der gesamten Gegend und auch uns magisch an. Am Nachmittag Flug zurück nach Addis Abeba.

10. Tag: Auf in den Süden
Die Expedition in den Süden beginnt. Wir durchfahren den Großen Grabenbruch, die Sollbruchstelle Ostafrikas. Ein gewaltiger Vulkanausbruch in Eritrea bewies erst im Sommer 2011, wie fragil hier die Erdkruste ist! Dies ist das Land der Oromo - willkommener Anlass, einmal über das Zusammenleben der Ethnien im Vielvölkerstaat Äthiopien nachzudenken. Unser Ziel ist das Kaffeeanbaugebiet von Yirgalem. 340 km. Übernachtung in einer wunderschönen Lodge im Baustil des Sidama-Volkes.

11. Tag: Kaffee aus Äthiopien
Kaffeeland ist grünes Land, denn der Wachmacher gedeiht am besten in klimatisch gemäßigten Gebieten mit ausreichend Niederschlag. Seinen Namen verdankt er der Region Kaffa im Südwesten Äthiopiens, seine Entdeckung angeblich einem Hirten, dessen Ziegen nach dem Genuss des Strauches lebhafter als andere umhersprangen. Viele Legenden ranken sich um die aromatische Bohne. Ihr Reiseleiter kennt einige davon. Wir durchqueren auf dem Trans-African Highway das Land der Termitenhügel in Richtung Konso. 350 km.

12. Tag: Nach Turmi
Das tiefe Afrika wartet auf uns. Am Straßenrand sehen wir immer wieder Angehörige des Volkes der Erbore. Wissenswertes über ihre Lebensweise erfahren Sie von Ihrem Reiseleiter. Am Ziel unserer Etappe in Turmi ist Markttag. 190 km. Händler und Käufer streben aus allen Himmelsrichtungen zum Markt. Wir schließen uns an, mischen uns unter die Menschen und erkennen, dass ein Markttag im Leben der ländlichen Bevölkerung etwas ganz Besonderes ist. Zwei Übernachtungen in Turmi.

13. Tag: Zu den Karo und den Hamar
Wie können Menschen in dieser tropisch heißen Gegend überleben? Bei unseren Begegnungen mit den Karo und den Hamar bekommen wir einen Eindruck von diesen Hirtenvölkern. Im Mittelpunkt steht der Besitz von Zebus, den typischen Buckelrindern dieser Region. Das Leben der Menschen mag karg sein, doch sowohl die Frauen als auch die Männer legen großen Wert auf ihr Äußeres. Die Damen tragen fantasievollen Schmuck aus Muscheln, Straußenfedern und Silberreifen, die Herren sehr auffällige Frisuren, wobei Haargel durch Butter und Lehm ersetzt wird. 120 km.

14. Tag: Ein Museum im Nirgendwo
Wir reisen weiter durch die ursprüngliche Landschaft Südäthiopiens, in der wir viel zu bestaunen und zu fotografieren finden – nicht immer kostenlos, denn die meisten Menschen am Straßenrand kennen inzwischen ihren Wert als Fotomodell. 160 km. In Jinka wartet ein kleines Museum auf uns. Mit deutscher Gründlichkeit hat hier der Gründer, ein Mainzer Professor, Alltagsgegenstände der Völker der Omo-Region zusammengetragen. Wenn wir Glück haben, treffen wir hier die Kuratorin, eine Ethnologin, die viel Interessantes von ihren Feldforschungen zu berichten weiß. Zwei Übernachtungen in einem einfachen Hotel in Jinka.

15. Tag: Im Gebiet der Mursi
Ganztägiger Ausflug in den Mago-Nationalpark. Hier leben die Mursi! Andere Länder – andere Sitten! Und andere Schönheitsideale! Die Mursifrauen tragen in der Unterlippe Teller aus Ton. Ob sie es tatsächlich schön finden? In einem Dorf der Mursi arrangiert Ihr Reiseleiter ein Treffen mit den örtlichen Würdenträgern, und im Gespräch erfahren Sie nicht nur viel Interessantes über den charakteristischen Schmuck, sondern auch vieles andere über das Leben des Volkes in einem der entlegensten Teile Afrikas. 150 km.
Optional Wenn Ihnen die Fahrt über unwegsame Pisten in den Mago-Nationalpark zu den Mursidörfern zu beschwerlich ist, dann haben wir für Sie eine Alternative. Am Donnerstag findet der farbenprächtige Markt des Volkes der Banna in Key Afar statt, nur 35 km von Jinka entfernt.

16. Tag: Bei den Konso
Im zerklüfteten Hochland vulkanischen Ursprungs befindet sich das Siedlungsgebiet der Konso. Wir bestaunen die geschickt angelegten Terrassenfelder, mit denen die Menschen den schroffen Berghängen wertvolles Ackerland für ihre Hirse abtrotzen. Neben der einzigartigen Hüttenarchitektur verdienen vor allem die geschnitzten Grabstelen unsere Aufmerksamkeit. Sie stellen berühmte Jäger oder Krieger dar, umgeben von getöteten Feinden. Im Gespräch mit einem Clanchef erfahren wir mehr über die uralten Bräuche, aber auch darüber, wie die Konso den Spagat schaffen zwischen dem traditionellen Leben und dem Kontakt mit der modernen Welt. Im Ort Konso besuchen wir ein sehr interessantes Museum, das von französischen Anthropologen eingerichtet wurde. 160 km.

17. Tag: Das Land der Dorze
Über einen steilen Bergkamm klettern unsere Geländefahrzeuge hinauf ins Land der Dorze. Dieser Volksstamm ist bekannt für seine Webkunst. Die farbenprächtigen Tücher, die auf Märkten und am Straßenrand angeboten werden, sind herrliche Souvenirs. Die geflochtenen Hütten, stets unter der Staude einer Falschen Banane, sind einen Blick und ein Foto wert - auch wenn es wie immer etwas kostet. Und der Samstagsmarkt gewährt hochinteressante Einblicke in das Leben dieses Volkes. 160 km. Zwei Übernachtungen in Arba Minch.

18. Tag: Ein Tag in der Natur
Heute gehen wir auf Fototour in den Nechisar-Nationalpark. Auf teils beschwerlichen Wegen geht es auf die Pirsch. Wir starten frühmorgens, wenn Zebras, Kudus und Gazellen erwachen, und vielleicht erspähen wir mit etwas Glück auch einen der seltenen Leoparden. Und wenn sich die Tierwelt lieber im Dickicht versteckt, so erfreuen wir uns am herrlichen Ausblick über die weite Ebene. Nachmittags gleiten wir mit einem Boot über den Chamosee - Lebensraum für Krokodile, Flusspferde und zahlreiche Wasservögel. 100 km.

19. Tag: Zum Langanosee
Heute beginnt der Rückweg aus dem Süden - auf einer Strecke, die teilweise nur als Teststrecke für Stoßdämpfer bezeichnet werden kann. Unser Tagesziel ist der Langanosee, den wir im Laufe des Nachmittags erreichen. 310 km. Den Rest des Tages können Sie frei gestalten in unserem Hotel direkt am See. Als einziger in Äthiopien lädt er zum Baden ein. Auch wenn das Wasser eine gewöhnungsbedürftige Färbung hat, ist es wegen des Sodagehalts gesundheitlich unbedenklich.

20. Tag: Abschied von Äthiopien
Die Zivilisation hat uns wieder. Auf asphaltierter Straße geht es zurück nach Addis Abeba. 210 km. Im ethnologischen Museum lassen wir einige Stationen unserer Reise noch einmal Revue passieren. Beim Abschiedsessen in einem guten Restaurant haben Sie einen wunderbaren Blick über das Häuser- und Lichtermeer der Hauptstadt.

21. Tag: Rückkehr aus Äthiopien
Gegen 10 Uhr Ortszeit Abflug mit Ethiopian Airlines nach Frankfurt (nonstop, Flugdauer ca. 7 Std.). Am Nachmittag Ankunft in Frankfurt mit Anschluss zu den anderen Orten.
Seit über 50 Jahren veranstaltet der Münchner Veranstalter Studiosus anspruchsvolle Studienreisen zu Reisezielen in der ganzen Welt. Studiosus ist Marktführer in Deutschland und bietet das vielfältigste Studienreiseprogramm in Europa. Viele beliebte und bekannte Länder werden bereist, es stehen aber auch eine Reihe touristisch eher weniger bekannter Länder und Regionen auf dem Reiseprogramm.
Erklärtes Ziel von Studiosus ist es, zum Kennen- und Verstehenlernen anderer Länder, Menschen und Kulturen beizutragen und dabei innere und äußere Grenzen zu überschreiten. Alle Reisen müssen den hohen Erwartungen der Kunden gerecht werden, müssen von sozialer Verantwortung geprägt sowie ökologisch vertretbar sein.

 
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Reiseverlauf

21-tägige ExpeditionsStudienreise
 
 
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Großes Bild oben: CC: by-sa Fotograf: telethon - some rights reserved (by-sa)

Bildnachweis

Äthiopien: © Studiosus Reisen München GmbH

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Äthiopien: © Studiosus Reisen München GmbH

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