Flug von verschiedenen Abflugsorten mit Turkish Airlines nach Istanbul und gemeinsamer Weiterflug nach Taschkent (Flugdauer ca. 4,5 Std.).
2. Tag: Taschkent: Orient modern
Ankunft am frühen Morgen und sofortiger Zimmerbezug. Nach einem späten Frühstück geht es in die Altstadt. Gewaltig erheben sich die Koranschule Barak-Khan und das Kaffali-Schaschi-Mausoleum vor uns und erzählen vom Glanz des alten Orients. Doch kaum erreichen wir das neue Zentrum, scheint die Hauptstadt quer durch die Geschichte zu sausen! Sozialistische Plattenbauten wechseln sich mit stylishen Bankriesen und orientalischen Bögen ab. Der einstige Eroberer Timur reitet stolz dem Sozialismus davon. Wo seit der Unabhängigkeit des Landes der Dollar rollt, verraten Cafés und Nobelboutiquen. Der spätere Nachmittag steht zur freien Verfügung.
Optional Lust auf Extratouren? Ihr Reiseleiter hat immer wieder Alternativen zum Programm parat. Statt Medrese und Moschee lieber ein „abgefahrenes“ Erlebnis? Die einzige U-Bahn Zentralasiens bietet das gleich auf 29 Stationen. Darstellungen von Nationalhelden und steinernen Baumwollblüten wechseln sich mit purem Star-Trek-Feeling ab. Nicht nur für Freunde von Mr. Spock und Captain Kirk faszinierend!
3. Tag: Auf der Seidenstraße nach Samarkand
Kamele, die über die Seidenstraße traben? Fehlanzeige auf unserer Fahrt nach Samarkand! Obst- und Baumwollfelder säumen stattdessen die Straße - Hauptlieferanten für westliche Supermärkte und Modezaren. Wie Bauern die einstige Hungersteppe zu neuem Leben erweckten, verrät Ihr Studiosus-Reiseleiter auf der Fahrt. Dann liegt Samarkand (UNESCO-Kulturerbe) vor uns. 330 km. Am Gur Emir, dem Grabmal Amir Timurs, sollen sich die unglaublichsten Dinge abgespielt haben. Gefüllte Teigtaschen und Nudeln locken uns anschließend in einer Karawanserei zum Dinner. Tänzer wirbeln vor uns in die Nacht. Willkommen in den Märchen aus Tausendundeiner Nacht! Zwei Übernachtungen in Samarkand.
4. Tag: Samarkand - der Mythos lebt
Stolz erheben sich die berühmten Medresen auf dem Registanplatz. Tausende blauer Mosaiksteine blitzen uns entgegen. Eine seltsame Legende begegnet uns in der Bibi-Khanum-Moschee: von einer Frau, die durch einen Kuss zur Erfinderin des Seidenfallschirms wurde. Stürzen Sie sich danach im Basar ins Gewühl, naschen Sie saftig-süße Aprikosen und Granatäpfel, feilschen Sie mit den Händlern um Gewürze und usbekische Mützen! Dann geht es hinaus aufs Land. Bei einem Rundgang durch ein Dorf kommen wir schnell ins Gespräch, und beim gemeinsamen Mittagessen lässt sich wunderbar über die Entwicklung Usbekistans plaudern. Zurück in Samarkand begegnen wir auf der Gräberstraße von Schah-e Sinda Samarkands Ahnen.
5. Tag: Die grüne Stadt Timurs
Auf nach Sachr-e Sabs, in die Geburtsstadt Timurs! Ihr Reiseleiter weiß, welche Biografie sich hinter dem eisernen Emir verbirgt. In Sachr-e Sabs ragen vor uns die Reste seines Palastes auf, die als Ziel für Schulausflüge und Kulisse für Hochzeitsfotos beliebt sind. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf: Sehen Sie die saphirblauen Gewölbe, die goldenen Decken und die Silberkunstwerke, die hier einst glänzten? Die Achillesferse des Regenten entdecken wir im Mausoleum (UNESCO-Kulturerbe). Auf dem Weg nach Buchara: Männer und Frauen, die im Akkord Baumwollfelder neben der Straße beackern. Golden legt sich der Abend über das Land. 450 km. Zwei Übernachtungen in Buchara.
6. Tag: Bezauberndes Buchara
Am Labi-Hauz-Platz in Buchara (UNESCO-Kulturerbe) tobt das Leben. Der Duft von Tee und Gebäck strömt aus Lokalen, Anwohner tauschen den neuesten Klatsch aus und spielen Domino im Schatten der Bäume. Im Gassengewirr des Kuppelbasars hämmern Schuster und Scherenmacher, Goldsticker bieten schillernde Kunstwerke an, Händler reichen uns süße Wassermelonen zum Probieren. Greifen Sie zu! Dann steuern wir die Moschee, die Ark-Zitadelle und das Mausoleum der Samaniden an. Fayencen in Hunderten von Blautönen strahlen hier um die Wette. Sagenhaft!
Optional Statt Mausoleum und Festung lieber ein Kurztrip ins orientalische Wellnessleben? Lassen Sie sich in einem Hamam in der Altstadt vom Dampfbad umnebeln und von den Masseuren für den Abend fit kneten. Usbekischer Way of Life auf seine schönste Art!
7. Tag: Grenzerfahrungen und Fahrt nach Mary
Fließender Übergang: Bei Farab passieren wir über eine Pontonbrücke die turkmenische Grenze. Wellige Sandhügel türmen sich vor uns in der Karakum-Wüste auf. Zu über 90 % ist das Land von dieser faszinierenden Einöde bedeckt. Ihr Reiseleiter hat eine gänsehautreife Story auf Lager: Angeblich soll sich in dem Sandungetüm ein riesiger Schlund zur Hölle öffnen. Wie eine Fata Morgana taucht rettend die Oasenstadt Mary am Horizont auf. 380 km. Salam alaikum! So begrüßt uns eine turkmenische Familie bei sich zu Hause. Im Nu türmen sich kross gebratene Lammstücke mit Reis, das Eintopfgericht Plov, frisches Fladenbrot und gefüllte Teigtaschen vor uns auf .
8. Tag: In den Ruinen von Merw
Sprung in die Vergangenheit: Im riesigen Ruinenfeld von Merw (UNESCO-Kulturerbe) begegnet uns das Mittelalter. Wüstenschlösser, Bibliotheken und Mausoleen zierten hier einst eine der reichsten Metropolen an der Seidenstraße. Ihr Reiseleiter zeigt Ihnen, wie die Bewohner mithilfe von Zisternen und natürlichen Kühlschränken den unwirklichen Lebensbedingungen trotzten. Es werden Erinnerungen an sagenhafte Geschichten von Karawanenhändlern, Feldherren und Entdeckern wach! Ein kurzer Flug bringt uns am Abend in die golden funkelnde Hauptstadt Aschgabat und holt uns zurück in die Gegenwart. 60 km. Zwei Übernachtungen in Aschgabat.
9. Tag: Attraktionen von Aschgabat
Kommen Sie mit vor die Tore Aschgabats nach Nissa (UNESCO-Kulturerbe)! Erst 1930 wurde die einstige Hauptstadt der Parther wiederentdeckt. Im Nationalmuseum tauchen wir tiefer in die Geschichte ein. Ultramodern und gigantomanisch empfängt uns Aschgabat dann bei der City-Tour. Der neue Staatschef pflegt wie der alte den Personenkult. Flimmernd schlägt ein riesiges Buch Kapitel des Lebens des Turkmenbaschi auf. Monate, Tage, ja selbst Meteoriten sollen inzwischen den Namen des verstorbenen egozentrischen Diktators tragen. Luxusbauten à la Dubai und Las-Vegas-Glitzer veranschaulichen den Erdölreichtum Turkmenistans, und Lenin erinnert neben pompösen Wasserspielen an die Freunde in Moskau. 40 km.
10. Tag: Die heilige Stadt Maschad
Nur einen Katzensprung von Turkmenistan entfernt befindet sich bereits die iranische Grenze. Gewaltige Gebirgslandschaften umgeben uns auf der Fahrt nach Maschad - heilige Stadt der Schiiten und Pilgerziel, denn einst wurde hier der achte Imam als einziger Vertreter der iranischen Geistlichkeit in der Heimat bestattet. Moscheen, Medresen, Museen und zahlreiche andere Gebäude verschmelzen vor unseren Augen zu einem eindrucksvollen Gesamtkunstwerk (nur Außenbesichtigung möglich). Welche Philosophie der Islam im Iran verkündet und wie man Allahs Ruf seit Khomeinis Revolution versteht, darüber unterhalten wir uns mit einem schiitischen Geistlichen. Ihnen brennen Fragen auf der Zunge? Ihr Reiseleiter übersetzt gerne! 280 km.
11. Tag: Mit der Bahn gen Westen
Am frühen Morgen geht es mit der Bahn von Maschad nach Teheran (Fahrzeit ca. 8 Std.). Die Strecke durch das karge Land führt an der alten Karawanenroute entlang. Sie denken beim Iran an unterdrückte Menschen, Frauen mit strengem Kopftuch und Geistliche auf der Straße? Von wegen! Männer eifern mit Pomade im Haar Marlon Brando in seiner revolutionärsten Phase nach, Frauen mit locker übergelegten Tüchern schlendern zur Arbeit. Popmusik und westliche Reklameschilder trotzen beständig den Ordnungshütern, und in den Shoppingmalls flirtet man fürs nächste Date. Im Norden blitzen vor dem Elbursgebirge die Villen der High Society auf - bei der Ankunft im Hotel hat Teheran auch unsere letzten Vorurteile zerstreut. Zwei Übernachtungen in Teheran.
12. Tag: Teheran zwischen gestern und heute
Es geht auf Zeitreise durch die persische Kulturgeschichte! Im archäologischen Museum lassen uns prähistorische und antike Relikte, pastellfarbene Keramiken und Kunstwerke aus Bronze durch die Jahrhunderte reisen. Im Teppichmuseum begegnen wir einem Glitter ganz anderer Art: Mit Gold und Silber verzierte Kunstwerke wechseln sich mit dem ältesten Perserteppich der Welt und Kelims als Wandschmuck ab. In einem kleinen Laden nebenan bringen Knüpfer die kostbaren Teppiche der Teheraner auf Vordermann und zeigen interessierten Besuchern die Geheimnisse ihrer Fingerfertigkeit. Anschließend besuchen wir einen modernen iranischen Künstler in seinem Atelier. Im Gespräch mit ihm erfahren wir, wie lebendig die Kunstszene in der islamischen Republik ist.
13. Tag: Isfahan - Irans Perle
Über die Ausläufer der zentraliranischen Wüste geht's vorbei an der heiligen Stadt Ghom, wo einst Ayatollah Khomeini wirkte - Gelegenheit, über seine Rolle in der jüngeren iranischen Geschichte zu diskutieren. Am Nachmittag blitzen die blauen Kuppeln und die 33-Bogen-Brücke von Isfahan auf. 390 km. Haben die Dichter wirklich Recht, dass sich hier das Paradies auf Erden versteckt? Für den Schriftsteller Robert Byron vereinte Isfahan in sich den Prunk der halben Welt. Der 40-Säulen-Palast erhebt sich vor uns, verspielt begrüßt uns der Ali-Kapu-Palast. Der Höhepunkt unserer Reise: der Meidan-e Imam (UNESCO-Kulturerbe), einer der schönsten Plätze der Welt. Geschäftig bieten Händler Ihnen ihre Waren unter den Arkaden an. Zwei Übernachtungen in Isfahan.
14. Tag: Moschee und Basargetümmel
Isfahan ist so schön, wir bleiben noch einen Tag! Im alten Zentrum der Stadt begegnen wir in der Freitagsmoschee über tausend Jahren Baugeschichte. Irritierend: In der Pracht blitzen auch Hakenkreuze auf. Ihr Reiseleiter weiß, warum dahinter keine krumme Absicht steckt. Neugierig zu erfahren, wie es sich als Christ unter dem Auge Allahs lebt? In der Vank-Kathedrale und im Museum erfahren wir vom Reiseleiter etwas über die Situation der armenischen Minderheit im Land.
15. Tag: Nach Schiras
Auf nach Schiras! Zuerst stoßen wir auf die Ruinen der ersten persischen Hauptstadt Pasargadae (UNESCO-Kulturerbe). Verlassen künden der Feuertempel und das Grabmal König Kyros' II. vom Glanz vergangener Tage. In Nagsch-e Rustam folgen wir den Herrschern des alten Persepolis und entdecken, wo sie ins Jenseits fanden. Schneebedeckte Berggiganten, Täler voller goldgelber Weizenfelder, schneeweiße Baumwollblüten und würzige Tabakplantagen - auf der Fahrt nach Schiras trotzt das Zagrosgebirge der rauen Höhenlage. Buchen- und Wacholderwälder wiegen sich im Wind. 480 km. Zwei Übernachtungen in S
16. Tag: Die Säulen von Persepolis
Für die iranische Comic-Künstlerin Marjane Satrapi ist Persepolis (UNESCO-Kulturerbe) mehr als nur ein Sehnsuchtsort - in ihrem Oscar-prämierten Animationsfilm verwandelte sie den Schauplatz der Weltgeschichte zum zärtlich-rebellischen Sinnbild für Irans Kultur jenseits der Tschadors. Wie der Ort das Leben vor Khomeinis Revolution im alten Persien prägte? Wir schauen nach. Soldaten, Diplomaten und Diener machen uns zwischen Audienzhalle und Thronsaal ihre Aufwartung und erzählen auf atemberaubenden Reliefs vom einstigen Glanz unter König Darius. Zurück in Schiras, werden wir von Stein gewordener Poesie an den Gräbern der Dichter Saadi und Hafis und in der Nasir al-Molk-Moschee umfangen. 90 km. Bei zartem Lamm mit Safranreis in einem guten Lokal der Stadt nehmen wir langsam Abschied von unserer Reise auf der Seidenstraße.
Optional Sie suchen eine romantische Nachmittagsalternative zu den Dichtergräbern und zum Moscheebesuch? Im Eram-Garten werden nicht nur Rosenkavaliere glücklich! Zahlreiche Pflanzen und Wasseranlagen verwandeln den Ort buchstäblich in ein Paradies. Wo Kaiserin Farah Diba vor ihrem Sprung ins Exil den grünen Daumen spielen ließ, zeigt der Afif-Abad-Garten. Sehenswert!
17. Tag: Hallo, Europa!
Nach Mitternacht Transfer zum Flughafen und Rückflug mit Turkish Airlines nach Istanbul (Flugdauer ca. 3,5 Std.). Morgens Ankunft und Weiterflug nach Deutschland (Flugdauer ca. 2,5 Std.).
Erklärtes Ziel von Studiosus ist es, zum Kennen- und Verstehenlernen anderer Länder, Menschen und Kulturen beizutragen und dabei innere und äußere Grenzen zu überschreiten. Alle Reisen müssen den hohen Erwartungen der Kunden gerecht werden, müssen von sozialer Verantwortung geprägt sowie ökologisch vertretbar sein.








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