Nachmittags Flug mit Iran Air von Frankfurt nach Teheran (Flugdauer ca. 5 Std.), Ankunft abends. Alternativ: Abendflug mit Lufthansa von Frankfurt nach Teheran oder mit Turkish Airlines über Istanbul (ab Istanbul ca. 3 Std.), Ankunft jeweils nachts. Transfer zum Hotel. Zwei Übernachtungen in Teheran.
2. Tag: Teheran: alte Kultur, junge Künstler
Nach einem späten Frühstück geht Ihr Studiosus-Reiseleiter mit Ihnen auf Entdeckungstour durch die Hauptstadt. Das archäologische Museum bietet eine hervorragende Einführung in die Kulturgeschichte Persiens. Am Nachmittag erwarten uns in der Nationalbank die Kronjuwelen des Schahs. Anschließend besuchen wir einen modernen iranischen Künstler in seinem Atelier. Im Gespräch mit ihm erfahren wir, wie lebendig die Kunstszene in der Islamischen Republik ist und wie groß – oder klein – die Spielräume für die Künstler sind.
3. Tag: Zum Kaspischen Meer
Durch das Vorland des Elbursgebirges erreichen wir Kazwin und sammeln am Grabmal eines schiitischen Heiligen und in der Freitagsmoschee erste Eindrücke der tief verankerten Religiosität. Anschließend folgen wir dem Lauf des Flusses Sefid bis zum Kaspischen Meer. 380 km.
4. Tag: Nach Aserbaidschan
Die Reisfelder, Orangenplantagen und Küstenwälder des Kaspischen Meeres bleiben zurück - Kurve um Kurve führt uns ins karge Hochland der iranischen Provinz Aserbaidschan. In Ardebil tauchen wir am Grab von Scheich Safi ad-Din (UNESCO-Kulturerbe) in die Welt der islamischen Mystiker ein. 420 km. Zwei Übernachtungen in Täbris.
5. Tag: Zur Thaddäuskirche
Ein ganztägiger Ausflug bringt uns durch die beeindruckende Bergwelt Westaserbaidschans zur Thaddäuskirche (UNESCO-Kulturerbe), einem Zeugnis der frühen armenischen Christen. 440 km.
Optional Damit Ihre Reise ein Urlaub ganz nach Ihrem Geschmack wird, hat Ihr Reiseleiter auch im Iran immer mal wieder Alternativen zum Programm für Sie parat. Der Ausflug zur Thaddäuskirche ist Ihnen zu lang? Dann machen Sie stattdessen am fünften Tag doch einen Halbtagesausflug mit einem örtlichen Reiseleiter nach Kandowan! Das Dorf liegt eine Stunde entfernt von Täbris. Die Bewohner leben in Höhlen, die sie in den weichen grauen Tuffstein gegraben haben.
6. Tag: Sehenswertes in Täbris
An die Überreste vergangener Blütezeiten erinnert in Täbris die Blaue Moschee. Der historische Basar (UNESCO-Kulturerbe) war einst Umschlagplatz auf der Seidenstraße, und im Aserbaidschan-Museum informieren wir uns über die archäologischen Funde aus der Region. Unser nächstes Ziel ist Maragheh mit seinen Grabtürmen. 160 km.
7. Tag: Durchs wilde Kurdistan
Durch die raue Berglandschaft Kurdistans führt unsere Route heute zum sassanidischen Feuerheiligtum Tacht-e Suleiman (UNESCO-Kulturerbe). Nicht weit davon entfernt liegt das Heiligtum Zendan-e Suleiman. Gegen Abend gelangen wir nach Sanandaj. 490 km.
8. Tag: Sanandaj und Kermanschah
Nach dem Besuch einer sunnitischen Moschee in Sanandaj geht es weiter nach Kermanschah. Dort unternehmen wir einen Rundgang durch den farbenprächtigen Basar und sehen einen alten Kultbau, in dem einst schiitische Passionsspiele aufgeführt wurden. Zum Abschluss besuchen wir am Stadtrand die Reliefs in den sassanidischen Felsgrotten von Tagh-e Bostan. 140 km.
9. Tag: Auf der Seidenstraße
Die heutige Fahrt führt uns auf ein Teilstück der alten Seidenstraße. Unterwegs halten wir, um das Relief des Großkönigs Dareios (UNESCO-Kulturerbe) am beeindruckenden Bergmassiv von Bisotun zu bewundern. Die lange Geschichte der Stadt illustrieren der „Schatzbrief“ der alten Perserkönige, der steinerne Löwe Alexanders des Großen und der seldschukische Grabbau Gunbad Alavian. Auf dem Weg nach Borudjerd besuchen wir die Ausgrabungen der medischen Festung von Tepe Nusch-e Djan. 340 km.
10. Tag: Unterwegs im Königsland
Durch die Schluchten des Zagrosgebirges erreichen wir die Tiefebene von Khusistan. Hier liegen die Stätten alter Hochkulturen: die Ruinen der elamischen Hauptstadt Susa und die Stufenpyramide von Tschoga-Sambil (UNESCO-Kulturerbe). Ziel ist die Provinzhauptstadt Ahvas. 560 km.
11. Tag: Durch Khusistan nach Schiras
Auf unserer Strecke passieren wir die Erdölfelder Khusistans - Gelegenheit für Ihren Reiseleiter, über die Energiepolitik des Landes zu sprechen. Warum setzt einer der weltgrößten Ölproduzenten auf Kernenergie? Danach kehren wir zurück in die Hochtäler des Zagrosgebirges, wo uns die Reliefs und Tempelruinen der Sassanidenstadt Bischapur erwarten. Wir erreichen das Stammland der Perser und die Provinzhauptstadt Schiras. 580 km. Drei Übernachtungen in Schiras.
12. Tag: Die Gärten von Schiras
Dem Duft der Rosen folgend, erkunden wir Schiras, Stadt der persischen Paradiesgärten (UNESCO-Kulturerbe). Auch die persische Poesie schlug hier Wurzeln. An den Gartengräbern der Dichter Saadi und Hafis gibt Ihr Reiseleiter eine Kostprobe: „Angelockt vom Duft der Rosen ...“ Im Altstadtbasar feilschen wir uns vor bis zur Nasir-al-Molk-Moschee und erkunden das prachtvolle Haus der Notablenfamilie Kawam. Der Nachmittag gehört Ihnen. Tipp: Besuchen Sie doch eines der Teehäuser!
Optional Statt Gräber und Moscheen in Schiras zu besuchen, können Sie mit einem örtlichen Reiseleiter einen ganztägigen Ausflug nach Firusabad machen. Der Weg führt durch tiefe Felsschluchten, und vielleicht treffen Sie unterwegs Gruppen der turkstämmigen Kaschgai-Nomaden. In Firusabad warten Felsreliefs, ein Feuertempel und ein Palast aus der Zeit der Sassaniden auf Sie.
13. Tag: Ruinen von Persepolis
Ein Höhepunkt der Reise: Persepolis (UNESCO-Kulturerbe), einst Residenz der altpersischen Großkönige, mit seinen Säulenhallen und Reliefs. Nicht weit entfernt liegen die Achämeniden-Gräber und die sassanidischen Reliefs von Nagsch-e Rustam. In Pasargadae (UNESCO-Kulturerbe) erweisen wir dem Grabmal von Kyros dem Großen, Gründer des persischen Großreichs, unsere Reverenz. 270 km.
14. Tag: Von Schiras nach Kerman
Heute brauchen Sie Sitzfleisch. Gut, dass die Fahrt mindestens ebenso abwechslungsreich wie lang ist! Noch einmal türmt sich das Zagrosgebirge auf, dann geht es vorbei an Salzseen an den Rand der Wüste. In der alten Handelsstadt Kerman trafen sich früher die Karawanen. 550 km. Zwei Übernachtungen in Kerman.
15. Tag: Ausflug nach Bam
Am Grab eines Mystikers sammeln sich in Mahan die Pilger - zum Beten, zum Klagen. Dann taucht wie eine Fata Morgana die Oase Bam (UNESCO-Kulturerbe) am Wüstenhorizont auf. Ein Erdbeben zerstörte 2003 die Altstadt aus Lehm, die nur langsam wieder neu ersteht. Hier wird aber auch an der Zukunft des Landes gebastelt. In einer Autofabrik sprechen wir mit einem Mitarbeiter und erfahren, wie das Schwellenland trotz internationaler Sanktionen versucht, eigene Industriezweige aufzubauen. 390 km.
16. Tag: Unterwegs nach Yasd
Mit Wüstenblick geht's durch Pistazienhaine und Oasendörfer nach Yasd. Bestimmt gibt's unterwegs eine Kostprobe der berühmten Pistazien. 390 km. Zwei Übernachtungen in Yasd in einer ehemaligen Karawanserei.
17. Tag: Stadt der Zoroastrier
Der Feuertempel und die Türme des Schweigens, die Begräbnisplätze der Zoroastrier, sind Zeugen ihrer alten Religion. Die Freitagsmoschee ist einer der imposantesten islamischen Sakralbauten Persiens, und die Altstadt mit ihren zahlreichen Windtürmen und Zisternen lernen wir auf einem kurzen Rundgang kennen. Nachmittags Zeit zur freien Verfügung.
18. Tag: Meybod und Nain
Auf unserem Weg nach Isfahan machen wir halt, um die Lehmziegelzitadelle von Meybod zu besteigen. In Nain bewundern wir die Freitagsmoschee, eines der ältesten islamischen Bauwerke im Iran. Das ethnografische Museum gibt einen hervorragenden Einblick in das Leben am Wüstenrand. 330 km. Drei Übernachtungen in Isfahan im legendären Hotel Abbasi, einer ehemaligen Karawanserei.
19. Tag: Märchenhaftes Isfahan
Märchenhaft ist die Kulisse Isfahans. Nach dem Besuch des 40-Säulen-Palastes genießen wir vom Ali-Kapu-Palast den Blick auf einen der schönsten Plätze der Welt: den Meidan-e Imam (UNESCO-Kulturerbe). Im Armenierviertel Dscholfa besuchen wir die Vank-Kathedrale und das angeschlossene Museum. Der restliche Nachmittag gehört Ihnen. Stöbern Sie doch in den Geschäften rund um den Meidan-e Imam: Schachspiele aus Holz und Perlmutt, Geschirr und Miniaturmalereien.
20. Tag: Moschee und Feuertempel
Den Vormittag widmen wir dem alten Stadtzentrum Isfahans mit der Freitagsmoschee der Seldschuken. Wir besuchen einen Feuertempel und treffen einen Angehörigen der Zoroastrier, der gerne Ihre Fragen beantwortet. Der Nachmittag gehört Ihnen. Abends lädt Ihr Reiseleiter zum Abschiedsessen ein.
21. Tag: Zurück nach Teheran
Über die Ausläufer der zentraliranischen Wüste geht's vorbei an der heiligen Stadt Ghom, wo einst Ayatollah Khomeini wirkte - Gelegenheit, über seine Rolle in der jüngeren iranischen Geschichte zu diskutieren. Nachmittags Ankunft in Teheran. 390 km.
Optional Es ist Wochenende, und ganz Teheran ist abends auf den Beinen. Wenn Sie noch Energie haben, dann nehmen Sie sich ein Taxi nach Darband. In einem engen Gebirgstal vor den Toren Teherans liegen zahlreiche Ausflugslokale. Hier trifft sich vor allem die Jugend. Mischen Sie sich unter die Menschen und nehmen Sie einen letzten Eindruck vom Iran mit nach Hause.
22. Tag: Rückflug von Teheran
Nachts Rückflug mit Lufthansa nach Frankfurt oder mit Turkish Airlines über Istanbul, Ankunft morgens bzw. vormittags. Oder morgens Rückflug mit Iran Air nach Frankfurt, Ankunft mittags.
Erklärtes Ziel von Studiosus ist es, zum Kennen- und Verstehenlernen anderer Länder, Menschen und Kulturen beizutragen und dabei innere und äußere Grenzen zu überschreiten. Alle Reisen müssen den hohen Erwartungen der Kunden gerecht werden, müssen von sozialer Verantwortung geprägt sowie ökologisch vertretbar sein.







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